Alles sozial oder was … ?

Die Öffentlich-Rechtlichen und die Kosten

Unsere öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten singen einerseits von der „Umweltsau“ und andererseits fordern sie von der „Nazi-Sau“ das, was sie am besten können, sie fordern höhere Zwangsabgaben.

Mehr-Geld-haben-wollen bedeutet natürlich dem Bürger tiefer in die Tasche zu greifen. Allerdings müssen sich die Damen und Herren sehr sputen, denn die Taschen der arbeitenden Menschen sind bald leer.

  • Sie zahlen fast den höchsten Steuersatz in Europa – Tendenz rasch steigend;
  • Sie zahlen die höchsten Energiekosten weltweit(?) – Tendenz rasch steigend;
  • Sie zahlen sehr hohe Beiträge für Krankenkasse, Rentenversicherung, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung – Tendenz steigend;
  • Sie freuen sich auf die CO2-Steuer – Tendenz steigend;
  • Sie zahlen sehr hohe Mieten – Tendenz steigend;
  • Sie sollen lt. Ministerin Klöckner höhere Lebensmittelpreis bezahlen – Tendenz steigend;
  • Nahezu alle Industriezweige drohen mit höheren Preisen „wegen des Klimas“ – Tendenz rasch steigend;
  • Sie freuen sich auf höhere Löhne und Renten – Tendenz langsam steigend und keinesfalls die Mehrblastungen ausgleichend;

Es verwundert deshalb nicht, dass die ÖR schnell auch ein noch größeres Stück vom Kuchen wollen, dem arbeitenden Bürger bleiben die Krümel, die immer kleiner werden.

Also, die ÖR wollen mehr Kohle, nein, nein, nicht die mit CO2, dafür blecht der Bürger.

Wer sich dafür interessiert, mag sich einfach die Gehaltsstruktur bei ARD und ZDF ansehen, hier die Zahlen für 2018 des ZDF:

https://www.zdf.de/zdfunternehmen/2018-jahrbuch-finanzen-102.html

Wenn vielen von Euch jetzt die Augen tränen, kann ich das gut verstehen.

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, was mit dem Geld passiert hier eine Angabe zur Mitarbeiterzahl der ARD. Allein die ARD beschäftigte in 2018 genau 22.544 Mitarbeiter auf 20.265 Vollzeitstellen. Das ist so ungefähr die Hälfte der Einwohnerzahl der Stadt Eisenach.

http://www.ard.de/home/die-ard/fakten/Mitarbeiterinnen_und_Mitarbeiter_in_der_ARD/309568/index.html

Wenn ihr weitere veröffentlichte Angaben wollt, einfach unter den angegebenen Links suchen.

Leider habe ich – auf die Schnelle – keine belastbaren Details gefunden, was welche Ressorts wofür verbraten.

Nur so ein unbestimmtes „Gefühl“, nehmen wir den „Sport“.

ARD und ZDF gönnen sich jeweils separate „Sportredaktionen“. Allein das ZDF gibt 50 Sportredakteure an. Für die ARD habe ich eine verlässliche Angabe so schnell nicht gefunden, nimmt man die Landessender dazu, sind es mit hoher Wahrscheinlichkeit viel mehr.

Am vergangenen Wochenende hat die ARD am Samstag von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr und Sonntag von 9.10 Uhr bis 18.30 Uhr durchgängig über aktuelle Sportereignisse des Tages berichtet.

Vor Ort waren jeweils Kamerateams, technische Mitarbeiter, ein oder mehrere Reporter, auch unterstützt von Experten für die jeweilige Sportart, in der Regel ehemalige verdienstvolle Sportler. Die plaudern meist angenehm, strecken die Zeit, geben Hintergrundinformationen, sind aber nicht selten mit Kaffeesatz-Lesen beschäftigt. Die „Hintergrundinformationen“ kann man haben, braucht sie aber nicht.

Ich habe mir nicht die Mühe gemacht alles nachzuzählen, aber wir sprechen allein am Sonntag von mindestens 12 unterschiedlichen Übertragungsorten. Der Aufwand mag jeweils unterschiedlich sein, aber etwa beim Skispringen wird soviel Technik und damit auch Personal eingesetzt, dass die Masse der angebotenen Informationen für den „Nichtprofi“ kaum zu erfassen, geschweige zu verarbeiten ist.

Ohne zu übertreiben glaube ich, das ‚Dauerprogramm‘ kann sich niemand antun, selbst der hartgesottenste „Sportrentner“ vor der heimischen Glotze hat auf der bereits durchgelegenen Couch spätestens nach einem Winterwochenende einen Dekubitus – d.h. „er ist aufgelegen“.

Die ARD-Truppe verabschiedete sich am Sonntagabend mit dem Hinweis, dass in der nächsten Woche die Kollegen vom ZDF berichten werden. Also hält das ZDF noch einmal vergleichbare Strukturen vor.

Ein weiteres Beispiel vom Sport: Selbst die Morgenmagazine gönnen sich teils eine eigene Sportberichterstattung. So ist die Truppe der ARD mit Peter Großmann gern bereit etwa bei Internationalen Meisterschaften von Mannschaftssportarten (meist Fussball) zusätzlich zur offiziellen Berichterstattung uneigennützig auch wochenlang vor Ort zu sein, um dem noch verschlafenen „Früh-Gucker „schon gegen 6.00 morgens mitzuteilen, was es vor Ort Neues gibt – in der Regel nichts, denn die Sportler schlafen um diese Zeiten typischerweise noch.

Nun will ich nicht allein gegen Sportsendungen polemisieren, am Samstagabend lief in der ARD nach dem Dauersport die Sendung „Schlagerchampions“, dazu hatte sich laut Programmzeitschrift extra Florian Silbereisen höchstpersönlich vom „Traumschiff“ herab bemüht …

Ein Vorschlag zum „Sport“: ARD und ZDF betreiben zukünftig gemeinsam eine Sportredaktion, das reduziert die Kosten und gleichzeitig wird die Effizienz der Sportredaktionen der Lokalsender überprüft, ich vermute, man kann sie völlig einsparen.

Was internationale Veranstaltungen betrifft besteht vielfach durchaus die Möglichkeit auf internationale Angebote zurückzugreifen, unterlegt durch deutsche Reporter im heimischen Sprecherstudio. Ich erinnere mich, dass dies früher oft so war. Oder wenn man fremdsprachige Sprecher nicht will, kann man sich sicher gut mit ORF und SRF zusammen tun. Etwa: ORF und SRF berichten alpine Sportarten, die deutschen ÖR den „Rest“.

Ich habe keine Bedenken, ich wette sogar, es wird nicht passieren.

Kostet ja alles nichts, Geld ist genug da und wenn nicht, auch und vor allem wegen der exzessiv wachsenden Pensionskosten, dann werden eben beim Bürger noch die letzten größeren Krümel vom Kuchen geborgen. Der Mindestrentner mit Aufstockung bezahlt sicher gern die Himmlischen Pensionen der ÖR-Mitarbeiter. Und wenn nicht, wird er als ‚alter weisser Mann‘ entlarvt, das stopft zuverlässig auch den letzten kritischen Mund.

Auf denn, auf ein Neues, mit einem kräftigen, dreifachen Sport frei, Sport frei, Sport frei, die Hand rein in Taschen der Gebührenzahler. ( Bitte aufpassen: Die letzten Krümel liegen in der Tasche immer ganz unten!)

Alles sozial oder was … ?

Es gibt ein neues Thema – Hysterie im Internet

Nein, nein, das wird kein Beitrag über die Klimahysterie.

Eine neue Angst geht um, auf verschiedenen überwiegend nichtwestlichen Medien schleicht sich die Angst heran, die Angst vor dem 3. Weltkrieg.

Etwa auf TikTok teilen – wie könnte es anders sein – junge Leute eine schier panische Angst vor einem neuen Weltkrieg. Es wird davon berichtet, dass sie sich – befeuert durch die Zuspitzung der Konflikte um den Iran – individuell darauf vorbereiten, dass ein Krieg ausbricht und normale Strukturen zusammenbrechen könnten. Hamsterkäufe werden empfohlen.

Erstaunlicherweise liest man noch nichts davon, dass die jungen Leute Notstromaggregate und Kraftstoff für ihren Internetzugang horten, wahrscheinlich verlassen sie sich da ganz auf ihre Eltern. Ohne Essen hält man es schon einmal 3 Tage aus, ohne „Netz“ keine 3 Stunden.

https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article204949630/Hysterie-auf-TikTok-Der-dritte-Weltkrieg-steht-vor-der-Tuer.html#_=_

Soweit, so gut – ich bin mir sicher, es wird sich schnell wieder normalisieren, da niemand auf dieser Erde ein Interesse daran haben könnte, einen großen Krieg vom Zaum zu brechen. Dafür geht es der Wirtschaft einerseits weltweit viel zu gut und andererseits hängen viel zu viele Menschen, wahrscheinlich Milliarden, auch wiederum weltweit irgendwie am sozialen Transfer. Es gibt derzeit auch keine Notwendigkeit durch einen Krieg im großen Maß Schäden anzurichten, damit wieder aufgebaut werden kann.

Ich bin überzeugt, in den nächsten Jahrzehnten wird es weder einen 3. Weltkrieg geben, noch werden wir am Klima sterben.

Was aber auffällig ist, jetzt plötzlich spucken unsere Medien Gift und Galle.

Es ist von Panikmache die Rede, von Hysterie, von Hetze.

Ja, diese Ausdrücke sind richtig, diese „Bewegung“ ist so unsinnig wie ein Kropf, aber auch nicht weniger konstruktiv als die DUH, als Greta aus Schweden oder Luisa „von Reemtsma“.

Ich frage mich, warum die gleichen Medien eine Sorte von Panikmachern (‚die Guten‘) auf den Thron heben und die anderen (‚die Bösen‘) gleichzeitig Hysteriker und Hetzer schelten?

Habt ihr eine Antwort?

Alles Wissenschaft oder was … ?

Die letzte Universalgelehrte … Luisa

Sobald ich lesen konnte, war dies eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, lesen, wissen wollen, zum Glauben war ich nicht erzogen.

Jedes Buch, dessen ich irgendwie habhaft werden konnte, habe ich schier verschlungen, tags, wenn ich allein in der Wohnung war oder nachts mit der Taschenlampe unter der Bettdecke.

Zehn Jahre mag ich ungefähr gewesen sein, als ich bei einer Familienfeier auf die Frage, was ich denn einmal werden wollte, antwortete: Universalgelehrter.

Das Gelächter der ‚Tafelrunde‘ klingt mir heute noch in den Ohren. Von manchen, heute noch Lebenden, wird es mir „immer wieder einmal auf’s Butterbrot geschmiert“.

Den Begriff des Universalgelehrten hatte ich aus einem alten, zweibändigen Lexikon, welches ich just zu dieser Zeit – in altdeutscher Schrift – mühsam Seite für Seite las.

Für diejenigen von Euch, die sich diese letztendlich vergebliche Mühe nicht gemacht haben (hoffentlich seid ihr Viele, welcher normale Mensch liest schon Lexika Seite für Seite?) :

Als Universalgelehrten bezeichnete man in der Geschichte die Menschen, die „zu allem und jedem“ etwas zu sagen hatten. Nein, nein, nicht wie heute etwa Claudia Roth, Renate Kühnast oder Paul Ziemiak, das ist eine andere Form von Störung.

Ein Universalgelehrter war eine Person, die inhaltlich auf mehreren Gebieten der Wissenschaft fundiert mitreden konnte.

(Entschuldigung, ich habe vergeblich nach einem gendergerechten Ausdruck für den Universalgelehrten gesucht und nicht gefunden. Es ist also nicht meine Schuld, wenn hier nur die maskuline Form steht. Es wäre doch einmal eine lohnende Aufgabe für einen der vielen ‚wissenschaftlichen‘ GenderLehrstühle?)

Berühmte Namen werden als Universalgelehrte klassifiziert, eine kleine Auswahl: Aristoteles, Plinius der Ältere, der Perser Ibn Sina (Avicenna), besonders beeindruckt war ich immer von Leonardo da Vinci.

Mit Zunahme des Wissens der Menschheit wurde irgendwann die biologische Festplatte unter der knöchernen menschlichen Schädeldecke zu klein, sodass nicht mehr alle bekannten Fakten dort Platz finden konnten. Die Universalgelehrten starben aus, was nicht heissen soll, dass es nicht bis heute sehr kluge Menschen gibt, die nicht nur ein beneidenswertes Querschnittswissen haben, sondern dies auch anwenden können.

Einer der beeindruckendsten Menschen in dieser kognitiven Elite war für mich Steven Hawking.

Nach seinem Tod in 2018 war man schon geneigt zu sagen, das war es wohl in der Tradition der großen Denker.

Doch dann kam SIE …. “ :

Doch dann kam SIE : Luisa, Luisa Neubauer, Tochter aus betuchtem Haus, die Galionsfigur der FfF.

Luisa, die alles weiss, die alles kann, die alles darf – eine Universalgelehrte schon bevor sie auch nur die erste Ausbildung abgeschlossen hat

Luisa kann alles, weiss alles, darf alles und selbst der manchmal in seinen Verlautbarungen schwer nachvollziehbare Joe Kaeser scheint von ihr so schwer beeindruckt, dass er ihr bei Siemens einen Posten im „Aufsichtsgremium“ anbot. Und, Luisa lehnte ab.

Luisa, die neue Universalgelehrte, sie kanzelt ganze Völker ab, sie kritisiert harsch Regierungschefs, weisst Industrielenker auf ihre „Fehler“ hin und schafft es – in bewundernswerter Art und Weise – sich selbst als die Größte aufzubauen.

Neuerdings wird gemunkelt dass sie sogar mit der Kettensäge, natürlich mit Akku wegen dem Kohlendioxid und so, am Thron von Greta aus Schweden sägen würde.

Ich vermute, Vater Svante Thunberg muss gewaltig aufpassen, dass Luisa nicht Greta vom Pfauenthron stürzt.

Wieder für die nicht so bewanderten Leser:

Auf dem ‚Pfauenthron‘, einem mit Blattgold und – mutmasslich – 26733 Edelsteinen verzierten Thronsessel, den die Perser gegen 1739 in Indien geklaut hatten, soll zuletzt der persische Schah Mohammad Reza Pahlavi gehockt haben. Die Mullahs haben den Schah seinerzeit gestürzt, ihn segnete im Exil das Zeitliche und der Thron galt jahrelang als verschollen.

Er galt als verschollen, bis, ja bis er unter Greta aus Schweden zu alter Blüte erwachte.

Und nun sägt die Universalgelehrte Luisa an diesem Thron, hofiert von Politikern, Industriellen, hochgeschrieben von den Medien. Verstehen kann ich es nicht, deshalb bin ich wohl auch – entgegen meiner vollmundigen Ankündigung – nie Universalgelehrter geworden.

Die Welt hat sie wieder, eine Heilige und eine Universalgelehrte, beide weiblich, das enthebt mich der Pflicht über einen gendergerechten Ausdruck nachzudenken. So lösen sich die wichtigsten Probleme schnell und von selbst.

Alles sozial oder was …?

Die nächste Stufe der Eskalation … ?

Dem Bürgermeister von Kamp-Lintfort, einem SPD-Mann gelüstet es nach einem großen Waffenschein.

Er berichtet, dass er in der letzten Zeit mehrfach rechtsradikalen Drohungen ausgesetzt gewesen ist und eine Waffe zur Verteidigung seiner eigenen Person und seiner Familie benötige.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article204915408/Kamp-Lintfort-Warum-ein-Buergermeister-den-Waffenschein-will.html

Wenn dem Ansinnen nachgegeben wird, wäre dies ein Dammbruch: Die Politik bewaffnet sich gegen das eigene Volk.

Wie will man sonst begründen, warum die Kellnerin, die nach ihrer Arbeit weit nach Mitternacht nach Hause geht und vielleicht dunkle Straßen durchqueren muss, keine Waffe tragen darf?

Warum darf es die Bäckereiverkäuferin nicht, die morgens vor 5.00 Uhr zu ihrer ersten unbezahlten Überstunde gehen muss, um um 7.00 Uhr den Verkauf starten zu können?

Diese Frauen bekommen, wenn sie einmal bedrängt werden, auch den Bescheid der Polizei, dass „doch noch nichts passiert sei“.

Die Gefahr an Leib und Leben für diese Frauen, und davon gibt es viele Tausende, ist wesentlich höher, als die für den gesalbten Bürgermeister (SPD)von Kamp-Lintfort. Wo liegt übrigens dieses Örtchen?

„Es ist doch noch nichts passiert, Herr Bürgermeister!“ Ich weiss, dass dies irgendwie unangebracht klingt, aber genauso klingt es in den Ohren der Frauen

Auch Ihre Partei oder gerade Ihre Partei, Herr Bürgermeister, schaut der zumindest punktuellen Erosion der öffentlichen Sicherheit tatenlos zu. Der Bürger muss es aushalten, er hat das Gewaltmonopol dem Staat übertragen, also müssen Sie es auch.

Ich kann hier nur sagen, wehret den Anfängen, die nächste Stufe der Eskalation droht.

Alles Natur oder was … ?

Ein seltsamer Winter

Gestern begann in Oberhof (Thüringen), das ist vom Rheinland gesehen kurz vor dem Ural, der Biathlon-Weltcup.

Die kleine Spitze scheint mir notwendig, weil mir gerade gestern ein Mann aus dem Rheinland erklärte, dass „er sich nie hätte träumen lassen, dass er in seinem Leben noch einmal in den Osten muss“. Es hätte noch gefehlt, dass er sich laufend umgedreht hätte um sicher zu gehen, dass sich von hinten nicht a) ein Stasi-Mann oder b) ein ausgewachsener Nazi anschleicht. Er hat es nicht getan, ich hatte die Sache zu seiner Sicherheit auch voll ‚im Blick‘. Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, er kam nicht etwa freiwillig, sondern war ‚gegen seinen Willen‘ geschickt worden. Ich drücke ihm die Daumen, dass ihn in den anstehenden Tagen hier in Thüringen nicht doch der Gottseibeiuns noch ereilt. Aber er ist ein guter Katholik, das hilft.

Der Biathlon-Weltcup hat mit dem Herrn gemeinsam, dass sie von uns aus gesehen, also von kurz vor dem Ural, aus der gleichen Ecke kamen.

Es mag seltsam klingen, aber die Biathleten in Oberhof (Deutsche Mittelgebirge) rutschen u.a. auf Schnee aus der Skihalle im ‚Alpenpark‘ Neuss, der vorher schon auf Schalke den Sportlern als Gleitunterlage gedient hatte. Den „Schnee“, schon etwas grau, aber Pastellfarben sollen modern sein, hatte man in den letzten Tagen wieder auf LKW’s verladen und rund 350 Kilometer von Schalke nach Oberhof gefahren.

Es klingt wie ein Schildbürgerstreich, aber es ist wahr.

Die Gründe dafür sind vielschichtig und meist lokaler Natur.

Der Oberhofer Weltcup hat Tradition, eine sehr gute Tradition über viele Jahre. Er ist ein Fest des Sportes für die Region, er ist ein großer Wirtschaftsfaktor für das kleine Städtchen und die gesamte Region und auch ein Teil der Grundlage der Nachwuchs- und Vereinsarbeit in der – man muss schon fast sagen – früheren Wintersportregion Thüringens.

Ich selbst war zwar nicht so oft beim Welt-Cup, aber es war und ist ein lokales Großereignis. Meine eher rudimentäre Anwesenheit hatte nichts mit der Qualität des Sports dort zu tun, die ist unbestritten hoch, eher etwas mit dem Fassungsvermögen meiner Blase und ich gehöre nicht zu den eingefleischten Fans, die mit dem Einsatz von ‚Pampers‘ ihren einmal mühsam errungenen Zuschauerplatz verteidigen.

Wintersport in Thüringen mit langer Tradition scheint derzeit zwar noch nicht obsolet, aber doch zunehmend vakant.

Die Veranstaltung heuer wirkt auf mich bei strömendem Regen und einer grauen Kunstschneestrecke im Grünen besonders makaber, wobei ich ausdrücklich den Einsatz der vielen, vielen ehrenamtlichen(!) regionalen Helfer wertschätze.

Nicht zuletzt deshalb finde es ich völlig logisch und aus wirtschaftlicher Sicht auch notwendig, dass Oberhof seinen Weltcup verteidigt.

Nun kann man Wintersport kalendarisch festmachen, oder zwingend an die Anwesenheit von ausreichend Schnee koppeln. Und der Schnee ist eben lokal nicht mehr verlässlich da.

Das Ankarren von Kunstschnee über hunderte Kilometer und das Ablegen des Kunstprodukts im mehr oder weniger Grünen, wirkt auf mich surreal, tut mir leid.

Meine Meinung zur Klimahysterie kennt ihr und auch meine Einstellung, dass es sinnvoller und wirtschaftlicher ist die Auswirkungen der Klimaveränderungen rechtzeitig abzufedern, als sich wie Don Quichotte auf die Windmühlenflügel des Kohlendioxid zu stürzen.

Hier ist die Beweglichkeit und die Verantwortung der Biathlon-Union gefordert.

Wenn die Menschen im Winter Sport treiben wollen, gut so, wenn die Menschen im Winter Leistungssport sehen wollen, ihr gutes Recht, wenn die Menschen dies auch regional erleben wollen, nichts dagegen zu sagen

Aber warum kann man zum Beispiel nicht so flexibel sein, wenn es eben verlässlich keinen Schnee gibt, den Wettbewerb auf geeigneten Ski-Rollern auszutragen? Mir ist kein Gesetz bekannt, welches dies verbieten würde.

Der Qualität des Sports täte es keinen Abbruch, ich würde mir die Wettkämpfe genauso ansehen, die Zuschauer hätten sich spätestens im zweiten Jahr daran gewöhnt und in 5 Jahren wäre es ’normal‘. Damit behielte Oberhof „seinen“ Weltcup und nichts wäre passiert.

Die Flexibilität der Verantwortlichen und die Solidarität der Mitbewerber sind gefragt, wobei ich – leider – gerade auf letztere nicht unbedingt setzen würde.

Alles sozial oder was .. ?

Dirk ist auf den Baum geklettert

Die Talkshow-Macher von …. bis Lanz haben einen neuen Star, Dirk Rossmann.

Ehrlich, ich bewundere Dirk Rossmann, wie er mit der lediglich etwas modifizierten Geschäftsidee der Großdrogerie Milliarde(n) verdient hat.

Nun ist es mit Geld verdienen so ein Ding. Zu Zeiten, als die EZB noch nicht nach Belieben Geld druckte und denen schenkte, die sowieso schon genug hatten, war meines Wissens die zirkulierende Geldmenge relativ stabil. Wenn sich also an einer Stelle Geld ansammelte, musste es an einer anderen Stelle weggenommen worden sein. Sein Ex-Konkurrent Anton Schlecker etwa soll v.a. bei den Löhnen seiner Angestellten tüchtig gespart haben, allerdings wahrscheinlich immer noch zu wenig.

Also, wie Dirk Rossmann sein Riesenvermögen gemacht hat, weiss ich natürlich nicht.

Einer meiner Urgroßväter war ‚zwischen den Kriegen‘ in und um Erfurt mit einem „Bauchladen“ für ‚Seifen und Schnürsenkel‘ jeweils vom 1. Januar bis zum 31. Dezember ohne Pause unterwegs, hinterlassen hat er – der Überlieferung nach – nichts.

Obwohl, ganz stimmt das nicht, der aufklappbare Bauchladen aus einem dunkelbraunen Holz lag dann noch viele Jahre auf dem Dachboden meiner Großmutter herum. Er war leer bis auf einige verrostete Sicherheitsnadeln, trotzdem fanden wir Enkel es spannend damit zu spielen. Er war leer, wie die Taschen meines Urgroßvaters als er mit ungefähr 70 starb, nach Jahrzehnten bei Wind und Wetter zu Fuß und mit dem Fahrrad auf der Straße.

Dirk Rossmann hat es ganz offensichtlich wesentlich besser gemacht, er hat damit ein stattliches Vermögen akquiriert. Ich nehme aber an, dass er nie selbst mit dem Bauchladen für ‚Seifen und Schnürsenkel‘ zu Fuß unterwegs war.

Dirk Rossmann hat – aufgemerkt – ein Buch geschrieben, in dem er berichtet „wie er auf den Baum geklettert ist“. Ich kenne niemand, der es bis zum Ende gelesen hat, aber das ist Ansichtssache.

Aktuell ist Herr Rossmann sehr emotional quer durch die Talk-Show-Welt mit dem Thema Klima, Umwelt und Ressourcen unterwegs. Den naturwissenschaftlichen Gehalt seiner lebhaft vorgetragenen Thesen mögen andere beurteilen, aber es ist schon auffällig, dass selbst der sonst gnadenlos quengelnde Lanz ihm nicht ins Wort fällt.

Dirk Rossmann verweist in seinen ellenlangen Monologen gern auf Ressourcen, predigt Verzicht und lobt das deutsche Steuersystem ob seiner angeblichen Gerechtigkeit über den grünen Klee und das seit Jahren. siehe schon hier: https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/drogeriemark-riese-dirk-rossmann-milliardaer-mit-prinzipien/9694762.html

Nun glaube ich mir fast sicher zu sein, dass man ein beliebiges Steuersystem als gerecht empfindet, wenn man selbst mehr als genug hat, dann davon etwas abzugeben macht keine Schmerzen und wenn man damit öffentlich prahlt – „wir bezahlen mehr Steuern als dm“ – auch einen schlanken Fuss.

Ich bin mir absolut sicher, die alleinerziehende Bäckereiverkäuferin im Mindestlohn sieht das ganz, ganz anders. Vor allem wenn sie verfolgt, was mit ihren Steuern und Beiträgen tatsächlich passiert.

Dirk Rossmann redet also gern über Nachhaltigkeit und Verzicht. Um mich nicht lumpen zu machen, wollte ich mitmachen.

Als hartnäckiger Nassrasierer brauche ich ab und zu – richtig – Rasierklingen und Rasiercreme. Um kein Snob und bescheiden wie Dirk auf dem Baum zu sein, greife ich erstmals zur Rossmann-Hausmarke „Insana“, Rasierklingen und Rasierschaum.

Das ich nach der ersten Rasur im Gesicht aussah, wie früher die jüngsten Burschenschafter nach der ersten Mensur, habe ich noch meinem Ungeschick untergeschoben. Als es beim zweiten Mal noch schlimmer blutete und mich die Kollegen mitleidig fragten, was denn passiert sei, ich sähe ja schlimm aus, habe ich den Neuerwerb dem Restmüll übereignet. Dummerweise hatte ich mir noch einen Viererpack Ersatzklingen gekauft, sind auch weg. Den gleichen Weg ging die Rasiercreme, für meine wirklich nicht sehr verwöhnte Nase nicht tauglich.

Lieber Dirk Rossmann, so wird das nichts mit der Nachhaltigkeit, mit Ihrem Umsatz schon. Ja, so klettert man auf den Baum, vielleicht sollte ich das Buch doch einmal bis zum Ende lesen?

Es ist mir überliefert, dass mein Urgroßvater in seinem Bauchladen auch immer einige Rasierklingen und eine Rasierseife ‚im Stück‘ mitführte. Die Klingen verkaufte er einzeln, die Seife teilte er mit dem Messer. Ob die Artikel von King Camp Gillette, dem Erfinder der doppelseitigen Rasierklinge waren oder aus lokaler Produktion, das ist mir nicht bekannt geworden. Allerdings, auf dem Innendeckel hatte er immer eine Liste mit Inhalt und Preisen. Dort fand sich auch „1 Stück Alaunstein“, damit stillt man Blutungen nach der Nassrasur. Möglicherweise hatte er für seine Rasierklingen schon den gleichen Hersteller wie Dirk Rossmann auf dem Baum für seine Hausmarke?

Alles sozial oder was .. ?

Die Guten und die Verachtenswerten

Ich habe mich in den letzten Beiträgen schon mehrfach mit der rasant fortschreitenden Spaltung der Gesellschaft in ‚Gute und Böse‘, in ‚Progressive und Verachtenswerte‘, in ‚Linke und Rechte‘, in ‚Weltoffene und Abgehängte‘, in ‚Grüne und Umweltsäue‘ und was weiss ich noch alles sonst beschäftigt.

Versucht habe ich, aus der Historie und eigener Lebenserfahrung heraus, Mechanismen aufzuzeigen und auch selbst zu verstehen, warum Menschen in bestimmten Situation so reagieren, wie sie eben reagieren, ob mir das persönlich nun gefällt oder nicht.

Früher, in jüngeren Jahren, war ich sehr schnell dabei zu bewerten, hie die Guten, da die Bösen, die ‚ins Töpfchen, jene ins Kröpfchen‘, wobei ich oft versucht habe, mich – heute würde ich sagen opportunistisch – auf der Seite der aktuell gerade Guten einzuordnen.

Die Menschen um mich herum habe ich überwiegend nach dem bewertet, wie sie „mit mir auf einer Linie lagen“. Weil, ich war ja auf der Seite der Guten, und wer dann noch auf der Seite der Guten war musste automatisch mein zumindest virtueller Freund sein, wir waren ja beide für’s Gute.

Diesen Mechanismus, der letztendlich auch scheinbare Gemeinsamkeit schafft, macht sich fast jede Gesellschaft zu eigen, indem man ein „gemeinsames Ziel“ definiert, dem man sich vernünftigerweise erstmal nicht verschliessen kann.

Im Absolutismus waren es oft Personen, hinter denen man die Masse der Menschen scharte, später die Nationalfahne oder die abstrakte Nation.

Im Nationalsozialismus schuf man „Feindbilder“, die viele Menschen ausgehend von den Erfahrungen der Weimarer Republik willfährig kolportierten. Die negativen, vielfach existentiellen Erfahrungen der Menschen mit Banken und Inflation, Konzernen und Wirtschaftskrise, Spaltung der Gesellschaft in sich unversöhnlich gegenüber stehende Rechte und Linke, machten es den Nazis leicht als scheinbarer Ordnungsfaktor aufzutreten und die Menschen mit dem Versprechen von ‚law and order‘ zu ködern. Nahezu jeder Mensch sehnt sich nach einem gewissen Grad von Beständigkeit und Verlässlichkeit in seinem Leben. Die Nazis haben ihnen das versprochen, aus ihrer nach und nach verbrecherischer werdenden Weltsicht heraus sogar zumindest zeitweise gehalten. Das Sozialsystem der Nazis konnte für damalige Zeiten für die Mehrzahl der Menschen, nämlich alle die „im Joch“ mit marschierten, als vorbildlich gelten. Deshalb war es auch relativ leicht bestimmte Gruppen, die die angehimmelte Volksgemeinschaft scheinbar störten, zuerst auszugrenzen, später fast widerstandslos auszumerzen.

Die Beispiele sind bekannt, das „jüdische Finanzkapital“, später gleich alle Juden, wurden als ursächlich für den Niedergang der Weimarer Republik stigmatisiert, gesellschaftlich ausgegrenzt, der Weg zur „Ausmerzung“ war dann nur noch ein ganz kleiner. „Verachtenswert, weg damit, am besten gleich final, ein für allemal“. Fast niemand hat widersprochen.

Kommunisten, Sozialdemokraten hatten sich nach der Novemberrevolution 1918 und darüber hinaus eigentlich bis 1933 auf den Straßen, parlamentarisch, ja auch militärisch einen Kampf auf Biegen und Brechen geliefert und damit „den sozialen Frieden der Volksgemeinschaft zerstört“, „verachtenswert, entbehrlich, das brauchen WIR nicht, weg damit, am besten gleich final, ein für allemal“. Fast niemand hat widersprochen. Noch weniger haben sich gewehrt, sie standen sowieso auf verlorenem Posten.

Die Nazis waren ohne Zweifel Meister des Jonglierens mit dem WIR, die Menschen anzusprechen, sie auf ‚dem falschen Fuss‘ zu erwischen und damit in ihrem Sinn zu drehen, dass haben sie verstanden.

Im Rahmen meiner Recherche zur Euthanasie habe ich hunderte von Originalseiten der Briefwechsel zwischen „Ämtern“ und den Eltern der ermordeten behinderten Kinder gelesen. Dabei drohte ich „vom Glauben abzufallen“ und habe aus Selbstschutz aufgehört den Horror noch ausführlicher zu lesen.

Es war Usus die Eltern nach der Ermordung ihrer Kinder in den Anstalten brieflich über „das leider unumgängliche Ableben“ zu unterrichten. ‚WIR,‘ damit wurden nonverbal die Eltern mit eingeschlossen, ‚haben uns bemüht, leider hat es nicht gereicht. ‚

Obwohl, in 9 von 10 Fällen, selbst nur durchschnittlich gebildeten Eltern hätte auffallen müssen, dass dies nicht „mit rechten Dingen“ zugegangen sein konnte, bedankten sie sich für die „meinem armen Kind entgegengebrachte Fürsorge“ und viele Elternbriefe enden mit dem damals üblichen, aber außerhalb amtlichen Schriftverkehrs nicht obligaten „Heil Hitler“.

Auch bei der Euthanasie hat der Prozess der Ausgrenzung funktioniert. Behinderte wurden zur Belastung der „arbeitenden und kämpfenden Gesellschaft“ erklärt, das „brauchen WIR nicht, weg damit, am besten gleich final, ein für allemal“. Fast niemand hat widersprochen. Die wenigen Gegenstimmen wurden mit dem Hinweis auf „das große gemeinsame Ziel“ mundtot gemacht

Behinderte, die noch irgendwie zur Arbeit eingesetzt werden konnten, wurden ausgebeutet, bis es nicht mehr ging, die anderen sofort dem Hungertod, dem Tod durch körperliche Misshandlung, dem „Abspritzen“, dem „industriellen Vergasen“ zugeführt. Die Gaskammern in den „Heilanstalten“, waren die Blaupausen für die Massenvergasungen in den Konzentrationslagern. Fast niemand hat widersprochen.

Auf den Nationalsozialistischen Terror, der vor allem in seinem Niedergang mit menschlichen Worten und Werten nicht zu benennen ist, folgte im Osten Deutschlands die ‚Diktatur des Proletariats‘ unter dem gut klingenden Ziel des Sozialismus. Ich finde die Idee des Sozialismus bis heute gedanklich bestechend, auch wenn ich realiter inzwischen weiss, dass sie so aktuell nicht umsetzbar ist.

Die Ideologie war einfach gestrickt, aber wirkungsvoll:

‚Der Kapitalismus hat uns den Krieg gebracht‘, das war auf den Trümmern Deutschlands nicht schwer festzustellen. ‚Wir wollen jetzt den Sozialismus, also eine solidarische Gesellschaft für alle‘, dagegen kann man erstmal nichts haben. ‚Zum Aufbau des Sozialismus braucht es den Frieden‘. Dagegen kann man auch nichts haben. Dann gab es die Verknüpfung: ‚Wenn Du für den Frieden bist, dann musst du auch für die DDR sein, denn schließlich will die auch den Frieden.‘ Schon waren die Fronten geklärt, alle die irgendetwas im Staat in Frage stellten, wurden automatisch zu ‚Feinden des Sozialismus‘, zu ‚Unterstützern der Kriegstreiber im Westen‘, „die brauchen wir nicht, weg damit“. Die massenhafte physische „Ausmerzung“ stand gesellschaftlich nicht mehr auf der Tagesordnung, da waren die Menschen zum Glück schon ein Stück weiter.

Allerdings glaube ich mir sicher zu sein, dass im Falle der Eskalation des „Kalten Krieges“ zu einem heissen Krieg gerade die Deutschen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs am unerbittlichsten aufeinander eingeschlagen hätten. „Die brauchen WIR nicht, weg damit, am besten gleich final, ein für allemal.“

Jetzt habe ich wieder das Gefühl, dass sich die neuen Fronten im Land verhärten.

Es wird immer öfter nicht mehr differenziert, es wird gespalten, der ausgleichende Dialog wird nicht mehr gesucht. Es wird ausgegrenzt, es wird verbal aufgerüstet, ganze Menschengruppen werden undifferenziert als „verachtenswert“ erklärt. Von den „Rechten“ die „Linken“ und umgekehrt von den „Linken“ die „Rechten“.

Kein Mensch ist verachtenswert, solange er sich nicht vorsätzlich gegen Leib und Leben anderer vergeht, sei es aktiv oder auch „lenkend“ im Hintergrund bleibend. Menschen die lediglich zu diesem oder jenem Punkt einer anderen Meinung sind, sind schon gar nicht ‚verachtenswert‘. Dies zeigt nur die Schwäche der Bewertenden, die sich selbst nur noch sehen können, wenn sie von der eigenen Unfehlbarkeit überzeugt sind.

Der mit stolzer Brust herausgehängte eigene, angeblich moralische „Kompass“ ist oft der schwächste Teil des eigenen „Ich’s“.

Macht man sich die Mühe die Geschichte zu betrachten, sieht man, wie oft er die Menschen schon getrogen oder besser betrogen hat, der „moralische Kompass“.

Bei meiner Euthanasie-Recherche bin ich einigen „Nachgeborenen“ der Täter, sei es in persona oder in Form beteiligter Institutionen und auch einigen Familienangehörigen Ermordeter begegnet. Der fast einhellige Tenor: „Das hat man doch nicht gewusst“, „Ja, wenn man das damals gewusst hätte“, „Ja, heute kann man klug darüber reden“, und in den Nachfolgern früher beteiligter Institutionen „hat man leider, leider davon weder Kenntnis, schon gar nicht gibt s noch irgendwelche Unterlagen“.

Auch diese Menschen haben geglaubt ihrem „moralischen Kompass“ zu folgen, dass sie es in blindem Vertrauen getan haben, haben einige bis heute nicht begriffen.

Alles sozial oder was … ?

Schade …

Ein Jahr beschäftige ich mich jetzt, mit WordPress, nach und mit dem Google-Blog, ich habe die Zeit nicht bereut.

Einer der Gründe, warum ich mich bei Facebook und anderen sozialen Medien ausgeklinkt und mich hier zugewendet habe, ist die Hoffnung hier ein offeneres, toleranteres und dialogbereites Klima zu finden.

Zum Glück ist das in der überwiegenden Zahl der Kontakte so, auch wenn man naturgemäß nicht immer einer Meinung ist, ich sage, zum Glück ist das so.

Es könnte nicht ehrlich sein, wenn alle immer der gleichen Meinung wären und dies auch noch zur gleichen Zeit. Versucht das nur einmal mit den Partnern, es wird nicht funktionieren. Oder einer von beiden lügt oder auch beide.

Für die positive Erfahrung möchte ich Euch allen danken.

Ich hoffe, dass auffällt, dass eines „meiner Themen“ der gesellschaftliche Dialog ist, ich bin weder ein „Ja-Sager“, noch bedingungslos irgendwo „dagegen“ oder „dafür“, weder gegen Themen, noch gegen Personen, noch gegen Gruppen von Menschen.

Die Einzigen mit denen ich „nicht kann“, sind die, die sich vorsätzlich gegen Leib und Leben anderer versündigen. Mit allen Anderen versuche ich, so gewünscht, den Dialog, mal gelingt es, mal eben nicht.

Wenn ich meine Lebenserfahrung zusammenfasse, gibt es nicht ’schwarz‘ und nicht ‚weiss‘, fast jeder Mensch hat ‚gute‘ und ‚weniger gute‘ Eigenschaften, fast jeder Mensch hat soziale Seiten und auch egoistische Eigenschaften.

Ich kenne viele menschlich sympathische Linke und ich kenne menschlich sympathische – ich sage nicht Rechte – ich sage konservativ denkende Menschen.

Beruflich hatte ich Gelegenheit diesen und jenen Dresdner kennenzulernen, der jeden Montag wie ein Hammel zu PEGIDA latscht und von dem ich trotzdem „ein Pferd kaufen“ würde, zugegeben, es waren nicht viele. Und ich kenne Menschen, die jeden Tag die „Fanfare“ schwingen und sich progressiv – was ist das ? – geben, von denen ich keinen Gebrauchtwagen kaufen würde.

In allen Gruppen gibt es – neben den Ehrlichen – Menschen, die ausschließlich in Erwartung eigenen Vorteils hinter der vorangetragenen Fahne daher latschen und in allen Gruppen gibt es einen großen Anteil derer, die sich nicht einmal die Frage vorlegen, warum sie das tun. Das Schwierigste dabei ist, sich das selbst zuzugeben.

Und es gibt viele Menschen, die sich einfach aus Angst der aktuell dominierenden Gruppe anschließen. Die Angst besteht darin, eventuell auf der Seite der Verlierer angekommen zu sein. Diese geben sie sich oft besonders fanatisch.

Ich beschäftige mich seit Jahren mit der Frage, warum eigentlich in der Zeit des Nationalsozialismus, so viele „normale Menschen“ zu Massenmördern wurden. Ein Teil der Antwort ist: Nicht wenige waren Menschen, die von Angst getrieben wurden, von der Angst, sonst eventuell auf der Seite der Verlierer zu landen. „Sollen doch die Anderen die Verlierer sein.“

Auch aus Erfahrung sage ich, die jeweiligen „Anführenden“ wissen genau wie Menschen ticken, nun ja, alle nicht, viele unserer aktuellen Politiker scheinen es nicht zu wissen. Die, die wissen wie man Menschen führt, nutzen dies in der Regel auch bewusst aus.

Was ich allerdings nicht möchte, mich an „Diskussionen“ zu beteiligen, bei denen von vornherein klar ist, dass sie keine Früchte tragen werden.

Wenn ich bei meinem täglichen, inzwischen lieb gewonnenen Gang durch die Blogs beispielsweise solche Einträge lese, kann ich dies akzeptieren, es ist eine persönliche Meinung, wenn ich auch damit nichts anfangen kann.

„Das Schlimmste an AfDlern, Nazis und anderen Rechten ist, dass man sie unterschätzt, weil sie einem so viel Grund geben, sie zu verachten. Menschen ohne Fairness, ohne Menschenfreundlichkeit, ohne moralischen Kompass…man nimmt sie nicht für voll, bis man sie im Rücken hat. (Und ich weiß, dass mindestens zwei von denen hier mitlesen.)“

So sind Menschen nicht, oder nur sehr selten. Dieser Absolutheitsanspruch der eigenen Meinung allerdings kann nicht richtig sein, es schreibe dies genauso, wenn ich von der „Gegenseite“ diese Dinge lese. Man rüstet derzeit gegenseitig so verbal auf, dass es kaum noch zu ertragen ist.

Ich kann mich in diesen Fällen nicht anders schützen, als mich aus diesen Blogs zu verabschieden, auch wenn es mir leid tut.

Seht es bitte nicht als etwas Persönliches, es ist lediglich Eigenschutz eines Menschen, dessen Lebenszeit limitiert ist und der sich überlegen muss, wofür er sie einsetzt. Und wenn ein Dialog nicht möglich ist, dann ist es eben so.

Alles sozial oder was … ?

Seit Tagen erregen sich die Medien darüber, dass ein General des Iran im Irak durch Amerikaner – ganz sicher nicht „gesetzeskonform“ – getötet wurde. Glaubt man der internationalen Presse, handelte es sich dabei um einen „ganz schlimmen Finger“, was die Ungesetzlichkeit der öffentlichen Hinrichtung keinesfalls besser macht, aber immerhin.

In jeder Nachrichtensendung des ÖR wird über den General, seine Taten, seine Anhänger, sein Begräbnis, seine Tochter und was weiss ich nicht alles, berichtet. Mitgefühl macht sich allerorten breit.

Todesfälle hierzulande dagegen findet man, wenn überhaupt, im Regionalteil.

https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-aktuell/minden-mannstirbt-nach-tritt-an-silvestern-jugendlicher-in-u-haft-67150566.bild.html

Es klingt für meine Ohren so vorwurfsvoll, als müsse sich das Opfer noch dafür entschuldigen, dass er „seinen Löffel nicht gleich abgegeben hat“.

Alles sozial oder was … ?

Wäre es nicht Aufgabe der Medien solche Schweinereien aufzudecken?

Ich finde es bemerkenswert, dass die Frankfurter Presse sich offenbar über Jahre nicht um die wirklichen Probleme der Stadt gekümmert hat.

Diese Dinge hätten auffallen MÜSSEN!

https://www.hessenschau.de/gesellschaft/2000-euro-182000-euro-wundersame-honorarvermehrung-bei-der-awo,awo-anwaltshonorar-triantafillidis-100.html?fbclid=IwAR0UvSoni0T7R8_62MOq3nr0MgJFl4Po2WEbJl3TZYnvuvrjsZyAa_k-a84

Viel lieber kritisieren die Medien diejenigen, die solche Auswüchse ans Licht bringen.