Alles Politik oder was … ?

Politikertexte, ein Quell der Wahrheit

Meine kindliche Sozialisierung begann in den 50er Jahren, einer Zeit in der Autoritäten in der Gesellschaft noch einen gewissen Stellenwert hatten.

Jeder suchte sich irgendwie andere Autoritäten, der eine den Pfarrer, der andere den Trainer, manchmal mussten auch Eltern dazu herhalten, Lehrer, Politiker, je nach gusto waren viele tauglich oder es wurde ihnen zumindest der Status zugewiesen tauglich zu sein. .

Als Kind gab es für mich zwei Autoritäten: den Friseur und den Fellmann. Darüber werde ich später berichten.

Relativ früh begann ich mich für politische Texte zu interessieren, bis heute kann ich nicht sagen, wie ich auf diesen absurden Geschmack verfiel.

Im Osten sozialisiert gehörte schon eine gehörige Portion Anstrengung dazu, um überhaupt an gedruckte Texte zu kommen.

Welche Quellen gab es?

  1. Die Tageszeitungen, in denen durchgängig das Gleiche stand, der einzige Unterschied bestand in der Länge der Beiträge.
  2. Einige Periodika mit viel Bildern und wenig Inhalt.
  3. Das Radio, in typischer Weise gab es zu jeder vollen Stunde eine Nachrichtensendung. Sie begann mit der Floskel: „Hier ist der demokratische Rundfunk der Deutschen Demokratischen Republik mit all seinen Sendern.“ Das heisst, wenn man einen Sender gehört hatte, hatte man alle gehört. Das ist genauso wie heute.
  4. Später, in der zweiten Hälfte der 50er kam das Fernsehen auf. Zwei Sender – einmal „Ost“, einmal „West“ und das war’s. Der Unterschied konnte größer nicht sein.
  5. Die Bibliotheken, waren weit gestreut, dass dort vorgehaltene Buchgut war linientreu, Bücher, die nur den leisesten Hauch von Kritik anklingen liessen, waren „im Giftschrank“ gut aufgehoben und nur mit Mühe oder oft überhaupt nicht zugänglich.

Trotzdem haben mir politische Texte, wenn ich ihrer habhaft werden konnte, eine gewisse Hochachtung abgenötigt, dachte ich doch, dass sie ernst gemeint sein müssten, da es ja um große Sachen ging: die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung, Krieg und Frieden, Kalter Krieg und heisse Kriege, Ost und West und was weiss ich, was mir damals wichtig erschien.

Da viele Dinge, die in den ostdeutschen Zeitungen standen, nicht unbedingt logisch waren, fiel es mir schwer sie zu verstehen. Agitation und Propaganda kann man nicht verstehen, man kann sie glauben oder man lässt es sein. Damit Letzteres nicht passierte, wurden sie kurzerhand zur Wissenschaft erklärt und damit waren sie praktisch sakrosankt. Nachfragen oder gar Widerspruch waren nicht erwünscht, wer „zweifelte“ hatte von vornherein nicht recht und schon gar nicht das Recht, dass darüber diskutiert wurde. Er wurde zum Zweifler erklärt, zum ewig Gestrigen, wer „es gar zu tolle trieb“ wurde über Nacht zum Feind umfunktioniert und er musste mit dem Ausschluss aus dem Kreis der Rechtgläubigen rechnen.

Wer jetzt Parallelen zur aktuellen Klimaphilosophie sieht darf sie behalten.

Da scheinbar alle zu verstehen schienen, was von Staats wegen vorgegeben wurde, wollte ich als Jugendlicher nicht nachstehen und schon gar nicht meine Dummheit zugeben. Also begann ich mir zugängliche politische Texte schier ehrfurchtsvoll zu lesen, ja teilweise sogar zu studieren.

Mich interessierende Artikel habe ich ausgeschnitten, abgeheftet, Stellen unterstrichen, versucht das Geschriebene zu verstehen, manchmal sogar auswendig zu lernen, wenn es zu wenig logisch klang. Ich suchte die Fehler nicht in den Politikertexten, sondern in meinem mangelnden Verständnis.

Vereinfacht war ich der Meinung: Wenn die Mehrheit der Menschen um mich herum es so sagt, muss es doch richtig sein und ich muss dafür sorgen, dass ich auch so denken kann.

Schnell habe ich bemerkt, dass Politiker nicht immer die Wahrheit sagten, also ganz einfach logen. Wobei ich das Gefühl hatte, dass sie dazu zu Zeiten des Kalten Krieges berechtigt, ja sogar verpflichtet seien. Es war die Zeit, als die Politik sich zum Glück nicht wagte einen großen globalen Krieg gegeneinander zu führen, aber glaubte dem Gegner mit Worten und wirtschaftlich größtmöglichen Schaden zufügen zu müssen.

Politiker sagten die Unwahrheit, weil sie glaubten es zu müssen, um ihr eigenes politisches System zu stabilisieren.

Heute ist das alles ganz anders:

Laut Baerbock „hoppeln die Kobolde durch die Gegend“, das „Stromnetz funktioniert sie in der Talkshow der Einfachheit halber zum Speicher um“. AKK beschäftigt sich statt mit ihrer farblosen Partei oder den Problemen der Bundeswehr lieber mit dem Zölibat und der Prister-Ehe, Habeck will „uns Thüringern die Demokratie bringen“.

Stegner kämpft erfolglos mit der „Ortographie“ :

Und auch nicht zu verachten, ein früherer, sehr selbstbewusster Aussenminister weiss zu berichten:

Unser Sigmar weiss: Deutschland war nie Kolonialstaat!

Halt die Luft an, wenn es doch nur gelogen gewesen wäre, aber der Mann, ehemaliger deutscher Außenminister, hat es sogar so gemeint. Der Völkermord an den Herero und Nama von 1904 bis 1908 kann also nie stattgefunden haben, so bereinigt man Geschichte.

Zum Glück bin ich davon abgekommen Politikertexte als ernsthaft zu werten, zu studieren und gelegentlich auch einmal auswendig zu lernen.

Das Schmankerl zum Schluss: Frau KGE

Alles Gesundheit oder was … ?

Stadt und Land – „Hand in Hand“

Aus einem mir nicht verständlichen Grund hatte ich heute morgen beim Aufwachen den Slogan „Stadt und Land Hand in Hand“ im Sinn. Ums Verrecken könnte ich nicht erklären, wie und warum solche Trivialitäten in meinem Kopf ankommen. Manchmal geistern sie mir dann den ganzen Tag durch meine Gedanken, immer wieder einmal auftauchend und genauso schnell wieder veschwindend.

Ihr wisst, ich lebe auf dem Land, fühle mich dort wohl, vermisse nichts, weiss aber auch, dass ich nach Yuppie-Sprech zu den Abgehängten, Dummen, Benachteiligten gehöre.

Gelegentlich nehme ich meinen ganzen Mut zusammen und reise „in die Stadt“, wohl wissend, dass ich dort als Landei überhaupt nichts zu suchen habe.

Interessant finde ich öffentliche Plätze und Gebäude, das Beobachten und Belauschen fremder Menschen, einer meiner emotionalen ‚Jungbrunnen‘.

Leider nehme ich mir viel zu wenig Zeit für umfassende ‚Studien‘. Vielleicht ist das ganz gut so, würde ich doch sonst Gefahr laufen – ich kenne mich lange genug – von der betörenden Oberflächlichkeit mitgerissen zu werden.

In den Fußgängerzonen der großen Stadt bietet sich derzeit das Bild eines Maskenballes, nicht nur die Kleidung, die ist individuell und Männer in kurzen Hosen auf Kinderrollern bei Temperaturen um 0 Grad findet man auf unseren Dorfstraßen nicht. ‚Latte schlürfende‘ junge Menschen, die unter gasbetriebenen Heizpilzen auf der Straße sitzend, über die Klimakatastrophe reden, gibt’s bei uns auch nicht. Ein kleines Holzfeuerchen bei Kälte im Garten, um das man sich versammelt, das gibt es schon gelegentlich. M.W. hat bisher noch niemand die daraus resultierende Feinstaubbelastung nachgerechnet.

Und die vielen Menschen mit Gesichtsmasken in der Fußgängerzone, Menschen, die die Masken beim Betreten eines Geschäftes, eines Supermarkts, vor S- oder U-Bahn anlegen, das gab es bisher nicht und wird es auch bei uns auf dem abgehängten Land nicht geben, da bin ich mir sicher. Wir brauchen es typischerweise auch nicht.

Ich verstehe die Angst der Menschen in den städtischen Ballungsräumen vor Epidemien, ich denke, dass sie prinzipiell nicht unbegründet ist, auch wenn die aktuelle Corona-Welle aller Wahrscheinlichkeit nach keinen Anlass zu panischen Reaktionen geben müsste.

Sehen wir uns die Geschichte der Epidemien an, dann lagen der Ausgangs- und/oder Kulminationspunkt von Epidemien meist dort, wo überdurchschnittlich viele Menschen auf engem Raum leben, in den Städten.

Die Liste der Epidemien, die historisch überliefert sind, ist lang und reicht zurück bis in die Zeit vor der Zeitenwende. Während für viele frühere Epidemien naturgemäß die Erregerbestimmung nicht möglich war, ist gibt es doch Gemeinsamkeiten.

Eines der ersten dokumentierten Beispiele sind die Ausbrüche des „Englischen Schweisses“ zu Beginn des 16. Jahrhunderts, der vorrangig in den Großstädten Oxford, Cambridge, Calais und Antwerpen seine Opfer fand.

Epidemien mit sehr hohen Opferzahlen nahmen ihren Ausgang und wüteten immer dort ungebremst, wo viele Menschen auf engem Raum zusammengepfercht waren, also in städtischen Bereichen oder meinetwegen auch – wie die große Fleckfieberepidemie in Napoleons Grande Armée 1813 – dort wo durch historische Ereignisse viele Menschen auch nur temporär zusammen kommen. Typisches Beispiel für letztere Quelle ist auch die Spanische Grippe, die in den Wirren des Endes des I. Weltkrieges mit ihren großen Menschenbewegungen rund 50 Millionen Tote forderte, auch wieder überwiegend dort, wo viele auf engem Raum zusammen kamen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Menschen die eng zusammenleben, in Städten, in Wohnsilos, da vielleicht noch mit gemeinsamen Klimaanlagen, aber beispielsweise auch auf einem Kreuzfahrtschiff, ein ungleich höheres Risiko für Infektionserkrankungen haben, als wir „Abgehängten“ auf dem Land.

Ich bin mir sicher, es ist kein Zufall, dass die aktuelle Corona-Virus-Infektionswelle gerade in einer Megacity in China ausbrach. Millionen von Menschen auf kleinem Raum zusammengepresst. Ein idealer „Nährboden“ für Mikroorganismen einerseits, gleichzeitig wird der notwendigen Verbreitung von Mensch zu Mensch andererseits Tür und Tor geöffnet.

Schnell sind wir mit Schuldzuweisungen bei der Hand. Primär würde ich hier kein ‚Behördenversagen‘ unterstellen, es ist ganz einfach der städtische Lebensstil, der den Ausbruch von Infektionen geradezu provoziert.

Nun kann man durchaus sagen, das städtische Leben ist das non plus ultra, ich brauche das. Ich kann das verstehen, Arbeit, Kultur, Zusammenleben, was auch immer da eine Rolle spielt. Wer die Vorzüge für sich in Anspruch nehmen will, muss dann eben lernen mit dem höheren gesundheitlichen Risiko zu leben.

Dieses Risiko lässt sich – nach dem aktuellen Stand der Naturwissenschaft – nicht minimieren indem man noch mehr Desinfektionsmittel in die Gegend kippt, im Gegenteil erhöht dies nur den schon jetzt im städtischen Raum exzessiven Selektionsdruck hin zu immer virulenteren Mikrororganismen.

Wer sich vor Infektionen bei epidemischen Lagen effektiv schützen will, nehme seinen Jahresurlaub und gehe bis zum Abflauen der Infektionswelle aufs Land. Sicherer und nebenwirkungsärmer geht es nicht.

Also, Stadt und Land – Hand in Hand.

Alles sozial oder was … ?

„Das kann ICH mir leisten!“

Ein Gespräch unter Kollegen, 6 Personen, alle in unbefristeten Anstellungsverhältnissen, im – wie es so schön heisst – mittleren Einkommenssegment, alle in festen Partnerschaften.

Nach der ersten Tasse Kaffee wird über dies und jenes geredet, immer schön unverbindlich, die lieben Kinder und die noch lieberen Enkel, das Häuschen und der Garten, die Fehler der Chefs, die echten und die imaginierten werden seziert. Niemand gibt etwas über sich selbst preis, wenn es in die Nähe des Persönlichen kommt, verliert das Gespräch an Dynamik, bevor es ganz dem Stillstand erliegt.

Um der lastenden Stille zu entgehen und das Gespräch wieder in Gang zu bringen, dabei um Unverbindlichkeit bemüht, um nichts von sich selbst preisgeben zu müssen, kommt die Sprache – richtig – in Richtung auf’s Klima.

Das Thema wird hoch und runter diskutiert, dabei immer schön vorsichtig in der Wortwahl und darauf bedacht nichts Angreifbares zu sagen. Das Nicht-Angreifbare ist das, was uns täglich in der Zeitung suggeriert wird.

Das Gespräch dreht sich anfangs um die Umwelt an sich und den Umweltschutz, das ist unverbindlich und ich kenne niemand, der sich gegen Umweltschutz ausspricht, wie sie dann handeln ist eine ganz andere Frage.

Langsam gleitet das Gespräch, über die Feststellung, dass der Winter 2010 viel zu warm ist, hinüber ins Thema Klima.

Da ich jeden Tag per PKW zur Arbeit fahren muss, erlaube ich mir die Bemerkung, dass ich froh bin, wenn der Winter auf Schneewehen und vereiste Straßen verzichtet.

Es hätte gefehlt, dass alle aufspringen und vor Freude auf oder zumindest um den Tisch tanzen, der hat sich geoutet.

Belehrt werde ich, dass es im Winter doch auch winterlich sein müsse und das es nicht gehe, die Entwicklung einfach nur so hinzunehmen. Meine – zugegeben – unbedarfte Frage, warum es denn im kalendarischen Winter in niederen Lagen des mitteleuropäischen Thüringens vor Eis und Schnee strotzen müsse, wird nicht beantwortet, wahrscheinlich ist sie zu blöd. Ich verweise jetzt schon etwas verkrampft darauf, dass hier doch weder Permafrostboden auftaut, noch Gletscher verschwinden und ernte nur ein mitleidiges Lächeln, die meisten sehen wortlos nach unten.

Eine Kollegin wirft ein: „Oder stört es Dich etwa, dass uns der Klimaschutz ein paar Cent kostet?“

Ich bemerke zum Glück noch rechtzeitig, dass es vernünftig ist, jetzt nicht noch danach zu fragen, was genau „Klimaschutz ist, der nur ein paar Cent kostet“. Mir fällt die Trittin’sche Bemerkung zur „Energiewende ein, die den Menschen nur den Preis einer Eiskugel entlocken“ würde. Inzwischen ist die Kugel Eis wohl so groß geraten, dass sie zwanglos ein Zimmer meines Häuschens und nicht nur den Magen eines Kindes füllen würde.

Mein persönlicher Klimaschutz oder besser Umweltschutz ist leicht zu beschreiben: Ich lebe seit eh und je bescheiden, treibe keinerlei unbotmäßige Völlerei, fahre nur dann Auto, wenn ich es tatsächlich muss, die meisten Kilometer wegen des Wegs zur Arbeit. Ich unternehme keine Flugreisen. Die meisten Dinge gebrauche ich bis sie kaputt sind, die jeweilige Mode spielt dabei keine Rolle. Im Winter trage ich im Haus einen Pullover, wegen der Heizung, wenn ich ein Zimmer verlasse mache ich das Licht aus und pflege unsere Grundstücke, durchgängig grün bewachsen mit großen Bäumen besetzt.

Um nicht ganz widerstandslos vor der „Mehrheitsmeinung“ zu kapitulieren, werfe ich den Begriff CO2-Steuer auf den Tisch, Eine einfache Antwort: „Ja, die wird kommen.“

Und dann geht die Post ab, die Diskutierenden (gendergerecht?) überschlagen sich in der Versicherung, dass „Klimaschutz eben kostet“. Klar alles kostet etwas, selbst der Tod und der ist teuer.

„Es wird schon nicht so schlimm sein!“

Bevor ich antworten kann, wirft ein Anderer vorsichtig ein, er habe gelesen, dass die Kosten für die Lebenshaltung irgendwo zwischen 7 bis 10 % steigen werden. Eine Kollegin lacht laut auf, zuckt mit den Schultern, „Mehr nicht? Das kann ich mir leisten.“ Niemand wagt ihr zu widersprechen. Es verwundert mich nicht. Ich bin ganz kurz versucht, die Menschen der Gesellschaft ins Spiel zu bringen, für die der Monat schon jetzt zu lang ist. Ich lasse es, weil ich einerseits die zufriedenen Gesichter sehe, „ich kann mir das auch leisten“ und andererseits die zu erwartende Antwort schon kenne: „Dann können die eben nicht so viel fressen, für Schnaps und Zigaretten haben die auch Geld.“ Ich hätte mir eine Strichliste anfertigen sollen, wie oft mir dieses „Totschlag-Argument“ schon „vor den Latz geknallt worden“ ist.

„Klimaschutz“ als Statussymbol, das kann man sich als braver Bürger leisten, wer sich das nicht leisten kann, möge gefälligst zum Amt gehen und sich aufstocken lassen.

Da hat „jemand“ in der Tat ganze Arbeit geleistet, die Klimaindustrie wird’s freuen, die Rendite stimmt: „Das kann man SICH schließlich leisten!“

Alles sozial oder was … ?

„2021“

Na endlich, die ersten jungen Leute von „Fridays for Future“ fangen an ihre Zukunft zu ordnen.

Heute kann man lesen, das sich Greta aus Schweden die Markenrechte für Fridays for Future schützen lassen will. Ihr gutes Recht, sie hat es ja auch erfunden.

ZEIT berichtet, dass ein entsprechender Antrag schon im Dezember beim ‚Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum‘ eingegangen sei. Antragstellerin wäre eine „Greta Thunberg und and Beata Ernman Foundation“ deren Sitz mit Stockholm angegeben wird. Das Ziel der Stiftung sei „die Förderung ökologischer, klimatischer und sozialer Nachhaltigkeit, sowie psychischer  Gesundheit.“

Parallel zu Greta aus Schweden versucht eine Jüngerin namens Janine O’Keeffe sich die Markenrechte für Produkte unter dem Namen Fridays for Future zu sichern. Sie beantragt den Markenschutz für typische Merchandising-Produkte: Rucksäcke, Mützen u.a.

Ich empfehle auch noch Trinkflaschen, Basecaps, Stifte, Radiergummis, Regenschirme, Tassen, Kugelschreiber, USB-Sticks, Notizbücher, Kondome (mit mehrsprachigem Aufdruck), was auch noch immer. Ich bin sicher, das Geschäft wird brummen bis die Schwarte kracht.

Gespannt bin ich, ob und wann die Jünger aufgefordert werden ihr Hab und Gut, dazu das ihrer Eltern und Großeltern in die Stiftung oder irgendwelche noch zu gründende Fridays for Future – Strukturen einzubringen.

Die uneingeschränkte „Förderung ökologischer, klimatischer und sozialer Nachhaltigkeit, sowie psychischer Gesundheit“ braucht schließlich Kohle! Der Titel ist übrigens so geschickt „allumfassend“ gewählt, dass gar niemand dahinter Konkretes vermuten und schon garnicht Ergebnisse einfordern kann.

Ich vermute, es wird Zeit über den eigenen Besitz und Nachlass nachzudenken, sonst werde ich eines Morgens wach und alles ist – nein, nicht beim Teufel – sondern bei Greta aus Schweden.

Obwohl, was soll’s?

Was soll schon der schnöde Besitz? Da wir ja sowieso bald alle am Klima sterben werden, weg damit!

Übrigens, Millionen starben ja laut Tom Radtke (seines Zeichens 18 jähriger Kandidat für die Hamburger Bürgerschaft) schon gestern am Klima und auch heute wird es wieder so sein. Wer an der Aussage zweifelt liest bitte meinen Blog von gestern.

Wir sollten uns beeilen, damit wir unseren Besitz noch schnell in die „“Greta Thunberg und and Beata Ernman Foundation“ transformieren können, bevor das Klima auch uns ereilt, der Andrang wird wahrscheinlich sehr groß sein.

Möglicherweise reicht die Kohle dann aus, um für eine kleine Schar von „Auserwählten“ eine Klima-Arche heute noch ungeahnter Dimension zu bauen.

Historische Vorlagen gibt es für solche Prozesse genug, etwa hier bei „2012“.

Da „2012“, wie angeblich im Maya-Kalender vorausgesagt, doch nichts passiert war, kann es sich nur um einen Zahlendreher von historischer Dimension handeln, ich vermute richtig muss es heissen:

„2021“

Leute, 2021 wird es soweit sein, grabt Euch schon mal vorsorglich recht tief ein, aber bitte einen Schnorchel zum Luft holen nicht vergessen.

Ich sage es noch einmal: hinsichtlich der zyklischen Klimaveränderungen vertraue ich auf die Kraft, die Weisheit und die Solidarität der Menschen und zwar dann, wenn es tatsächlich dazu kommen sollte. Bis dahin lebe ich weiter wie bisher, nämlich bescheiden und umweltbewusst. Zum prophylaktischen Gruppenselbstmord aus Angst vor dem Leben und seinen natürlichen Risiken tauge ich dagegen nicht.

Alles sozial oder was … ?

Das Geld ist knapp

Von der Verwaltung unseres schönen Landes hören wir allenthalben, dass das Geld knapp sei und deshalb Schulen nicht renoviert werden könnten, Straßen sind mit Schlaglöchern gespickt, kommunale Wohnungen werden marode – das Geld ist eben knapp. Und der brave deutsche reichlich steuerzahlende Bürger schluckt es widerspruchslos.

Allerdings ist das Geld nicht überall gleich knapp, mancherorts ist es knapper als knapp.

So im bayrischen Erding.

Erding ist seit 2013 Große Kreisstadt und nennt rund 36 000 Einwohner ihr eigen. Die Stadt hat eine bewegte Historie, nirgendwo findet sich ein Hinweis, dass die Stadt das verschollene Schilda sein könnte.

In jedem Jahr kritisiert der Bund der Steuerzahler Verschwendungen, die zum Teil ein Lächeln auslösen, andererseits ob ihrer Unverfrorenheit sprachlos machen, aber alles kann man noch toppen.

Die Große Kreisstadt Erding baut in Kürze einen Tunnel.

Ein Tunnel kann ja durchaus etwas sehr Sinnvolles sein, wenn damit letztendlich Geld gespart oder die Umwelt geschont wird. Ein Tunnel kann auch sinnvoll sein, wenn damit Gefahren für Bürger abgewendet werden, etwa wenn in Großstädten belebte Straßen gefahrlos unterquert werden.

So denkt man auch in Erding, große Kreisstadt, mit rund 36 000 Einwohnern.

Erding hat ein altes ehrwürdiges Rathaus, welches über Jahrhunderte für die Regierung des Städtchens genügend war. Im Zuge der Reduzierung des Verwaltungsaufwandes für die Bürger war jetzt das alte Fachwerkgebäude plötzlich nicht mehr ausreichend. Auf Ratsbeschluss wurde ein Erweiterungsbau direkt gegenüber dem alten Gebäude errichtet, auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Auf der Straße selbst steppt der Bär, eine 20er-Zone in der Innenstadt ohne nennenswerten Verkehr.

Der Verwaltung gebührt nur das Beste. Mit einstimmigem Ratsbeschluss wurde festgelegt, dass die beiden Gebäude durch einen 28 Meter langen Tunnel unter der Straße zu verbinden sind. Schließlich könnte es ja einmal regnen, wenn ein Angestellter / eine Angestellte des Öffentlichen Dienstes von A nach B muss. Des weiteren vermeidet man damit den sonst unvermeintlichen Kontakt mit dem Straßenpöbel.

Die offizielle Begründung allerdings: Aus Gründen des korrekten Datenschutzes könnten beim fußläufigen Queren der Straße amtliche Papiere von unbefugten Blicken erhascht werden oder gar verlustig gehen.

Liebe Stadträte von Erding, das begründet natürlich ohne Zweifel hinreichend die zusätzliche Investition von 1,1 Millionen Euro, Geld ist knapp, der gewünschte Tunnel hätte ja schließlich auch noch teurer sein können.

Vielleicht lässt sich aber auch folgender Vorschlag prüfen:

Die Große Kreisstadt Erding schafft sich eine Sänfte an, meinetwegen zum Sichtschutz mit schönen, regional traditionellen Gardinen. Ausstatten kann man die Sänfte problemlos und mit kleinem Geld mit einem Laptop und eventuell sogar einer Kaffeemaschine. Die Spülmaschine ist entbehrlich, das können die Pförtner beider Gebäude problemlos händisch erledigen.

Aus dem Kreis der jeden Tag den normalen Verwaltungsablauf störenden Bürger werden jeweils 4 Mann rekrutiert, die bei Bedarf die Sänfte mit dem Angestellten oder Beamten des Öffentlichen Dienstes über die Straße tragen.

Und schon sind mindestens 1 Million Euro gespart.

Geld ist knapp, andernorts verfällt die Infrastruktur seit Jahren, aber in Erding gehen die Uhren glücklicherweise noch anders.

PS.: Wegen aufkeimenden Unverständnisses für den Erdinger Verwaltungstunnel hat man jetzt eine neue Begründung erfunden. Bisher seien bereits > 100 000 Euro für die Planung investiert worden, da könne man nicht mehr zurückrudern, das würde das Vertrauen in die Verwaltung erschüttern.

Aber hallo, wo hat man denn dieses Vertrauen noch gefunden? Wahrscheinlich ist es doch genauso selten wie der vom Aussterben bedrohte ‚Heugabelkäfer‘?

Leute, Geld ist knapp, gebt es aus solange es noch geht, mit vollen Händen. Wie sagte doch Saskia Esken vor einigen Tagen? „Jetzt von Steuersenkung zu reden ist gefährlich.“ Wie recht sie doch hat.

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Der ideale Bürger

Vor einigen Tagen habe ich kurz über die Davos-Rede unserer laut Medien-Ranking beliebtesten Kanzlerin aller Zeiten berichtet.

Es war das witzige Ding mit der „totalen Transformation der Gesellschaft“, über die sich alle Bürger freuen sollen, was aber bisher außer der „Klimaindustrie“, die sich daran dumm und dämlich verdienen will, kaum jemand tut.

Übrigens ist diese – von den Medien – kurzzeitig als wegweisend charakterisierte Rede erkennbar schon wieder auf dem Weg, auf den sie gehört – auf dem Weg in den Orcus.

In meinem Umfeld bemerke ich ein Bröckeln der Front.

Wurde ich bisher für meine kritische Einstellung selbst von kognitiv anspruchsvolleren Menschen beschimpft, gemieden, belächelt, geht langsam so Manchem / so Mancher der Seifensieder auf, sehen sie doch wie ihnen peu à peu das sprichwörtliche Fell über die Ohren gezogen wird. Und wenn es ans eigene Porte­mon­naie geht, wird selbst der Einfältigste wach.

Der Kanzlerin der Rat, damit „Sie es schaffen“, stricken Sie sich doch ein neues Volk, Vorlagen gibt es ja genug. Bei dem „Kameraden“ hilft ein linkischer Händedruck und ein Nicht-intellektuelles Grinsen und schon tut er genau das, was Sie wollen. Die Menschen unseres Landes dagegen sind nicht dauerhaft programmierbar.

Und das ist gut so.

Alles sozial oder was … ?

Das Hirn der „Klimaaktivisten“

Es wird immer obskurer, aber auch immer entlarvender.

Heute liest man bei WELTonline:

Ein 18 jähriger Kandidat für die Hamburger Bürgerschaft schwadroniert darüber und setzt den Holocaust mit dem Klimawandel gleich:

Selbst seiner Partei ist dies zu viel und sie versucht sich krampfhaft von Radtke abzusetzen.

Nun kann man sagen, ist ja nur die hingerotzte Meinung eines selbsternannten Jung-Klima-Aktivisten, dabei vom Inhalt her noch verlogen, wenn, ja wenn es nicht so wäre, dass hinter diesem Einen wahrscheinlich tausende, zehntausende Andere stehen, die genauso denken.

Schockierend ist, was in den Köpfen der jungen Menschen vor sich geht.

Bar jeder Empathie schwadronieren sie nur noch darüber, wie imaginiert schlecht es ihnen irgendwann gehen würde, so sich nicht die gesamte Gesellschaft ihnen unverzüglich zu Füßen wirft. Als Mensch, der dieses Land mit aufgebaut hat und jetzt in der letzten Phase seines Lebens steht, wird mir schlecht wenn ich das lese.

Es ist bezeichnend, aber auch gut, dass sich selbst Greta aus Schweden von den wildesten Katastrophenapologeten wie Frau Neubauer (Reemtsma) absetzt.

Leider ist diese imaginierte Katastrophenszenerie nicht nur ein paar unzureichend gebildeten Jugendlichen zuzuordnen.

Die Politik wirft sich ihnen zu Füßen, es gibt kaum noch einen Politiker der nicht mindestens in jeden zweiten, öffentlich geäußerten Satz das Wort „Klimawandel“ einflicht.

Die Medien scheinen nur noch ein Thema zu kennen: Klimawandel. Dagegen kommen selbst die deutschsprachigen Medien-Blitzableiter BILD, KRONE und BLICK nicht mehr an, weder provozierende Nackte, noch Skandälchen oder ein vom Himmel gefallener und tödlich verunglückter Sportstar können an der medialen Dominanz des „Klimas“ etwas ändern.

In meinen 70 Lebensjahren habe ich solch eine Form gesamtgesellschaftlicher Katastrophen-Psychose noch nie erlebt. Es mag an mir liegen.

Exzesse, wie hier bei Tom Radtke sind nur die Spitze des Eisbergs, der größte Teil lauert unter der Oberfläche, möglicherweise nur darauf wartend, auch selbst bald zum Zug kommen zu können.

Alles sozial oder was … ?

Der Fluch der üblen Tat

Jetzt prasselt der übliche tägliche Shitstorm auf eine der optisch markantesten Persönlichkeiten des Berliner Klüngels nieder. Philipp Amthor (CDU) hat den Stier bei den Hörnern gepackt und zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz auch den Antisemitismus unter muslimischen Migranten benannt.

Nun steht der arme Kerl da, wie „Max in der Sonne“ und von allen Seiten prügeln sie auf ihn ein.

Antimuslimischen Antisemitismus darf es schließlich nicht geben.

Diese ganze sinnlose Diskussion beruht auf einer einzigen falschen Grundannahme. Die falsche Grundannahme besteht in einer unzulässigen Verallgemeinerung:

Der Immigrant ist a priori gut, der schon länger hier Lebende dagegen muss prinzipiell mißtrauisch beäugt werden.

Wer einen halbwegs klaren Blick hat weiss, die Immigranten bilden einen Querschnitt ihrer Gesellschaft ab: Ehrliche und Kriminelle, Religiöse und Atheisten, Analphabeten und Hochschulabsolventen, Dicke und Dünne, Kranke und Gesunde, Weltoffene und Antisemiten.

Jede andere Annahme wäre doch völlig absurd. Ich kann mir rein logisch nicht vorstellen, woraus dieses immer noch verklärte Bild des „Immigranten an sich“ resultiert. Es kann doch nicht weibliche Empathie an sich sein?

Warum darf Herr Amthor die Realität in unserer Gesellschaft nicht benennen? Es stimmt doch!

https://www.welt.de/politik/article205380675/Philipp-Amthor-CDU-irritiert-mit-Aeusserung-ueber-Antisemitismus.html#_=_

Alles sozial oder was … ?

Die Hosen herunterlassen

Der stehende Begriff „die Hosen herunterzulassen“ hat sehr unterschiedliche Bedeutungen, er hat etwas mit dem Lebensalter zu tun, mit der stattgehabten Lebenserfahrung, mit dem jeweiligen Hormonstatus oder einfach mit der sozialen Situation.

Am Häufigsten hört man es wahrscheinlich beim Skat, obwohl, ich weiss nicht wie viele Menschen heuer noch Skat spielen? Es kann sein, ich müsste eher das Präteritum verwenden, also:

Wahrscheinlich hörte man es beim Skat.

Für die Jüngeren: Skat war ein Kartenspiel, man hatte dabei echte Karten aus Pappe in der Hand, welches man früher beim geselligen Zusammensein, zu Hause im Vierer-Kreis oder noch besser in einer verqualmten Gaststätte bei 1 – x Bieren spielte. In der Regel traf man sich nach einem 8-Stunden-Arbeitstag. Man sprach dabei miteinander, Alexa wurde nicht einmal zum Mischen der Karten gebraucht, Emotionen spielten eine Rolle, auf gendergerechte und politisch korrekte Sprache wurde kein Wert gelegt, ja, man kannte diese Ausdrücke nicht einmal. Also, ein Reihe von sozialen Unebenheiten, die viele heute gar nicht mehr kennen, und wenn doch, dann können sie nur mit Grauen daran denken.

Nun gibt es beim Skat Konstellationen bei denen ein Mitspieler seine Karten aufdecken muss. Dies wurde dann mit dem Ausruf: „Hosen runter“ eingeleitet. Ich stelle mir vor, wenn heute in einer „chicen angesagten Location“ beim Latte, mit abgespreiztem kleinen Finger getrunken, jemand laut rufen würde: „Hosen runter“… 😂 😂 😂

Im übrigen gingen die Spieler in der Regel zusammen auf die Latrine ‚um das Wasser abzuschlagen‘, wäre jeder einzeln gegangen, hätte das den Spielfluss unnötig verzögert. Um den Gleichklang der Blasen zu erreichen, brachte der Wirt das Bier nicht einzeln auf Bestellung, sondern unaufgefordert eine „Tischrunde“, sobald bei einem der Akteure das Glas geleert war. Kosmetika, multiple Desinfektionsmittel und das Handgelenktäschchen nahm niemand mit auf die Toilette. Der Einsatz von Seife war vor allem in fortgeschrittener Stunde Glückssache, meist hing ein einzelnes textiles Handtuch neben dem Waschbecken, es gab nur kaltes Wasser aus einem einzigen Hahn – und niemand kam zu Schaden. Im übrigen wurden auch dabei die Hosen heruntergelassen, je später, desto weniger vorsichtig.

Was ich sagen will, Skat war noch ein durch und durch soziales und lebensnahes Spiel. Man musste zusammen am Tisch sitzen, sich ansehen, miteinander sprechen und untereinander sozial kommunizieren und ggf. eben auch zusammen pinkeln gehen.

Beim Skat also bedeuten „heruntergelassene Hosen“ alles zu zeigen was man hat.

Über den hormonellen Aspekt des Begriffs mag ich jetzt nicht sprechen, es ist einerseits zu früh am Tag und andererseits möchte ich nicht mit schlüpfrigen Dingen in Zusammenhang gebracht werden. Man weiss ja heute nie …. plötzlich steht #metoo vor der Tür, nein, nein.

Bei WELTonline kann man heute morgen lesen:

https://www.welt.de/wirtschaft/article205061504/Industriekrise-erhoeht-Arbeitslosigkeit-in-West-Laendern.html

Unsere Regierung und die Parteien versprechen uns in ihrer Klimaekstase blühende Landschaften durch die vielen, vielen zu schaffenden produktiven Arbeitsplätze.

Ja, wo sind sie denn? Wo laufen sie denn? Ich frage mich, wieso mich das Ganze immer mehr an Loriot erinnert? Loriot war doch intellektuell….

Es wird Zeit, dass unsere Politik aufhört mit ihren verschwurbelten, volksverdummenden Reden und endlich die Hosen herunterlässt.

Was ist nun eigentlich Fakt „im Staate Dänemark“?

Wir haben ein Recht darauf zu erfahren, wie nackt die Kaiserin tatsächlich ist, also:

„Hosen runter“.