Alles Nachhilfe oder was … ?

Und sie drehen weiter frei

Corona auf allen Kanälen und in allen Medien, es ist irre.

Zehntausende sind in diesem Jahr schon an der „normalen“ saisonalen Grippe erkrankt, mehrere tausend an den Folgen gestorben. Es interessiert keine Sau.

Aber, wir drehen frei wegen Corona:

Heute in BILD, ich hätte jedes andere Printmedium auch nehmen können:

Es ist doch schlimm, hunderttausende deutsche Beamte und Angestellte im ÖD kommen schon mit dem puren Zählen der imaginierten „Corona-Opfer“ nicht mehr nach.

Immerhin halten wir schon bei einer Zahl > 400 (Vierhundert) Virusträgern, der kleinste Teil davon ist wirklich echt erkrankt, kaum jemand schwer.

Aber gern gebe ich den Behörden kostenfrei Nachhilfe beim Zählen von 1 bis 500 und sogar noch beim „Kleinen 1 x 1“, denn mehr braucht es ja nicht dazu. Addieren und Subtrahieren, das schickt. Kostenfrei wird meine Nachhilfe selbstverständlich sein, weil man muss doch in solch schweren Stunden uneigennützig zusammen stehen. Zusammen stehen, nicht nur zum Qualmen vor der Kneipe oder dem Personaleingang der Klinik, sondern auch in der schieren Not. Corona ante portas!

*

In meiner Nachbarschaft ist gerade ein Ehepaar einkaufen gefahren, in normalen Zeiten nette Leute, Rentner, 2 Personen: „Wir wollen einkaufen.“ – es klingt wie Donnerhall mit entschiedener Stimme, „trotz Corona und so.“ Eine Gänsehaut läuft mir über den Rücken, „tapfere, unerschrockene Menschen das“, denke ich. Ich Weichei beschäftige mich stattdessen mit Gartenarbeit.

Frage: „Was wollt ihr denn kaufen?“

Antwort: “ Das was jetzt knapp wird, Mehl, Zucker, Klopapier und Küchenrolle, vielleicht können wir auch noch ein Desinfektionsmittel ergattern.“ Ihre Augen leuchten.

„Wozu braucht ihr denn Desinfektionsmittel?“

„Man muss sich doch die Hände desinfizieren!“

„Warum müsst Ihr Euch die Hände desinfizieren?“

„Na das muss man doch, eigentlich haben wir noch genug im Haus, aber man muss ja einen Vorrat haben!“

Dann fällt mir nichts mehr ein und ich trolle mich, mit meiner profanen Gartenschere in der Hand. Nicht sicher bin ich, ob ich nicht besser eine WLAN-fähige „Corona-Viren-Zählmaschine“, natürlich mit APP für Android und iOS, mit mir tragen sollte?

Deutschland dreht frei, wenn es schon blöderweise aktuell keine richtige Katastrophe zu beweinen gibt, dann reden wir uns eben eine herbei.

Überall Satire pur, dagegen kommt nicht einmal der Altmeister der Comedy Emil Steinberger an und der tut schon so schön blöd…

In wenigen Jahren werden unsere Nachkommen genauso über uns und unsere Corona-Spässe lachen.

Alles Hopfen oder was … ?

Hopfen und Malz, uns Robbert erhalt’s ….

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus206253987/Kommunalwahl-Wie-die-Gruenen-Bayern-umdrehen-wollen.html?source=k240_plusdichte.capping.news.3.206253987

Aber zumindest aus biologischem Anbau, 100% vegan, dabei umwelt- und klimafreundlich muss er sein, der Hopfen.

Der derangierte Gesichtsausdruck von ‚uns Robbert‘ mag wohl ausschließlich durch die schlechte Güte des Objektivs des Photographen verursacht worden sein, ….?

Prost Robbert, weiter so! Noch einen Schnaps dazu, der „ist nicht nur gut gegen Colera“, auch gegen Corona!

Alles Schweigen oder was … ?

Das selektive Schweigen der Medien

Täglich werden wir überschwemmt von Nachrichten, Neuigkeiten, Ereignissen, die uns – theoretisch – in die Lage versetzen sollen, uns umfassend zu informieren und darauf aufbauend unsere individuellen Entscheidungen zu treffen. Die Informationsquellen sind vielfältig, die ÖR, laut Rundfunkstaatsvertrag, jetzt die Neufassung als Medien-Staatsvertrag in der Pipeline, pro forma zur Neutralität verpflichtet, private Rundfunk- und Fernsehsender, Printmedien und nicht zu vergessen der ganze Komplex, neudeutsch als „Social media“ bezeichnet.

Ich erinnere mich an Anfang der 90er, für uns Ostdeutsche hatte sich der „westliche“ Medienmarkt gerade geöffnet. Es gab noch eine gewisse Meinungsvielfalt. Bei den ÖR dominierte in der ARD die SPD, damals die „Roten“, im ZDF hatten die „Schwarzen“ das Sagen.

Der „Spiegel“ mischte zuweilen Politik und Medienwelt auf und die großen Tageszeitungen hatten ihr unterschiedliches Portfolio und man wusste so ziemlich genau ‚wer wohin gehörte‘.

Für uns Ostdeutsche war das neu, hatten wir doch – wie im Schlaraffenland – im süßen Einheitsbrei der Medien gebadet. Alle Zeitungen brachten bis auf den Lokalteil und die Todesanzeigen das Gleiche, die Bezirkszeitungen verkürzten zu den „zentralen oder zumindest überregionalen Fragen“ die Vorgaben des „Neuen Deutschland“, wenn man so will „betreutes Zeitungslesen für nicht so fleißige und weniger interessierte Menschen“.

Zugegeben, es war nicht einfach sich an den westlichen „Medienmarkt“ oder auch Meinungsmarkt zu gewöhnen, ertappte ich mich doch immer wieder dabei, dass ich die Informationsquellen präferierte, die meinen persönlichen Erwartungen und subjektiven Interpretationen am nächsten kamen. Es war schlichtweg mühsamer als zu Ostzeiten.

Zum Glück habe ich mir damit nicht so ganz viel Mühe abverlangt, hat sich das Bild doch inzwischen wieder grundlegend „zum Guten“ gedreht. Die deutschen Medien wandeln in 2020 unisono im süßen Einheitsbrei, der einzige Unterschied besteht darin, ob sie den Kopf noch oberhalb oder schon unterhalb des Brei’s halten. Es gibt Medien, die nach außen noch darauf achten, dass der Brei noch unterhalb der Oberkante Unterlippe bleibt, andere geniessen die süße Versuchung bereits in großen Schlucken.

Als DDR-Bürger haben wir darüber gelacht, wenn „die Partei“ angesichts leerer Geschäfte davon konfabulierte, dass sie den gesellschaftlichen Fortschritt vertreten würde. Ich gestehe, auch ich gehörte zu den gedanklich Abtrünnigen. Es ist an der Zeit den alten Genossen Abbitte zu leisten, zumindest in der Medienwelt hat sich diese – gewagte und belachte – Voraussage bereits unverkennbar materialisiert.

Was war eigentlich mein Aufhänger? Laut Überschrift das „selektive Schweigen“ der Medien.

Heute findet in Hanau erneut eine große Trauerfeier für die Opfer des psychotischen Attentäters vom 19. Februar statt, wieder wird die gesamten Politprominenz anwesend sein. Das mag richtig sein.

Über die Opfer des Attentäters von Volkmarsen am Rosenmontag dagegen wird nicht mehr oder nur beiläufig berichtet. Das Verhalten von Politik und Medien ähnelt frappierend dem „Eisernen Schweigen“ nach dem Weihnachtsmarkt-Massaker von Anis Amri, welches bis heute nicht endgültig aufgeklärt ist.

Was ist der Grund? Selektive Information?

Nehmen wir die Politik. Wenn die AfD in ihrer unübersehbaren Dummheit wieder einmal einen „großen politischen Korken“ im Sinne einer gesellschaftlichen Provokation steigen lässt, stürzt sich die gesamte Medienwelt darauf. Klaus Kleber versucht sich mit sorgenvoll gefurchter Stirn im staatstragenden Ductus, eine Sondersendung jagt die nächste, alle Printmedien bringen fast deckungsgleiche Texte, letztendlich verrichten sie, „wild mit dem Stilett der Wahrheit fuchtelnd“, den Job der AfD.

Wenn dagegen den Kumpels von der LINKE die Pferde im Galopp durchgehen und sie Dinge aussprechen, die sie sonst ausschließlich denken, wird nur darüber berichtet, wenn der „Social-media-Druck“ zu groß wird. Was ja an sich schon ein gutes Ergebnis ist. Siehe mein Beitrag von gestern: „Der Strategiekongress der LINKEN in Kassel“. Und wenn sie getrieben, Stunden später doch noch „ihre Stimme erheben“, dann mit einem schelmischen Gesichtsausdruck und unter dem Motto: „War doch alles nicht so gemeint, die Jungs und Mädels wollten doch nur spielen …,“.

Nein, selbst als ‚gedanklich Linker‘, der seinen Lebensunterhalt trotzdem lebenslang aus eigener Arbeit bestritten hat, will ich nicht – auch nicht virtuell – mit dem Gulag bedroht werden.

Was ist der Grund des klirrenden Schweigens der Medien? Selektive Information? Und mit welchem Ziel?

Und wenn ich es für mich auf den Punkt bringen will:

Ich finde mich in dieser selektiven, erzieherischen und sich hemmungslos der „Mehrheitsmeinung“ andienenden Medienwelt nicht mehr wieder. Eine der Realität nachhinkende Medienwelt brauche ich nicht.

Alles Irre oder was … ?

Der Strategiekongreß der LINKEN in Kassel

Die LINKE hat am vergangenen Wochenende in Kassel einen Strategiekongress abgehalten. Ich muss gestehen ich weiss zu diesem Format nichts, ganz unbedeutend kann es aber nicht sein, nahm doch der Parteichef Bernd Riexinger daran teil.

Wer mich kennt weiss, dass ich ein sozial denkender Mensch bin und man mich deshalb „links“ verorten würde. Obwohl „so richtig ideologisch“ passe ich wohl nirgendwo mehr so richtig dazu.

Zurück zum Kongress:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article206296277/Linke-Konferenz-Erschiessungen-von-Reichen-Skandal-in-Kassel.html

Eine, zugegeben etwas wirr anmutende Diskutantin trifft folgende Aussage:

Nach einer Revolution, wenn wir ein Prozent der Reichen erschossen haben, brauchen wir eine Energiewende für Heizung und Mobilität ….“

So weit so gut, ginge es nur um die Diskutantin allein, wäre es nicht der Erwähnung wert. Diesen oder jenen Trottel gibt es in jeder Partei, das muss eine Demokratie aushalten

Wäre da nicht Bernd Riexinger, der vom Podium herab feixend feststellt:

„Ich wollt‘ noch sagen, wir erschießen sie nicht, wir setzen sie schon für nützliche Arbeit ein.“

Mit Verlaub, eine so dämliche Aussage hätte ich schlimmstenfalls von Herrn Höcke 
erwartet. Aber selbst der wäre nicht so selbstentlarvend gewesen.
Vor wenigen Tagen habe ich mir bei ARTE die Dokumentation zu den sowjetischen 
Gulags angetan, unvorstellbar was dort unter dem Deckmantel des gesellschaftlichen 
Fortschritts Hunderttausenden oder Millionen Menschen angetan wurde. 
Und dann schwadroniert der Vorsitzende der Deutschen LINKEN in 2020:

„Wir erschießen sie nicht, wir setzen sie schon für nützliche Arbeit ein.“

Irre, nur noch Irre!

Dschughaschwili hat seinerzeit die Menschen „auch nur zu nützlicher Arbeit“ in die Gulags geschickt. Hunderttausende kamen versehrt, gebrochen oder gar nicht mehr zurück.

Aus meiner Biographie heraus habe ich lange mit Der LINKEN als Partei sympathisiert, auch wenn ich einige Entwicklungen der letzten Jahre nicht vorbehaltlos unterstützen konnte.

Selbst wenn es nur ein „Witzchen“ von Riexinger gewesen sein sollte, bleibt es unentschuldbar, mit Gulags macht man genauso wenig Witzchen, wie mit KZ’s.

Die Gulags „kenne“ ich nur aus Büchern und Dokumentationen. Allerdings kenne ich die Praxis der vergleichbaren „sowjetischen Speziallager“ nach Ende des letzten Krieges aus den für mich schlüssigen Berichten meines Großvaters Edmund, der als kleiner Ortsgruppenführer eines thüringischen Dorfes von 1945 bis 1948 im „Sonderlager 2 Buchenwald“ zu „Gast“ war. So geht man, ohne jegliche Rechtsstaatlichkeit nicht mit Menschen um, ohne wenn und aber.

Mit Herrn Riexinger an der Spitze ist die Partei für mich nicht mehr der Unterstützung wert.

Alles übertrieben oder was … ?

Die Leipziger Buchmesse

Es ist zum Mäusemelken, je weniger dramatisch sich Corona bisher hierzulande präsentiert, desto hektischer sind die Reaktionen.

Gerade wurde mein jährliches Jour fixe, die Leipziger Buchmesse, für 2020 abgesagt.

Allerorten nur noch Corona, gestern Abend zwei Stunden bis 22.15 Uhr in der ARD, heute Morgen schon wieder im Morgenmagazin ab 5.30 Uhr. Das geht auf die Psyche, da muss der Normalbürger doch meschugge werden.

Ein Nachbar dreht auch schon am Rad. Vorhin kam er mit seinen Passat, zum Glück ein Kombi und lud mehrere große Kisten aus. Meinen fragenden Blick konterte er mit der Bemerkung: „War auf Hamsterfahrt, meine Frau hat mich geschickt“ Ich kenne seine Frau, da fragt man lieber nicht nach, ähnelt ihre befehlsgewohnte Stimme doch sehr stark dem Klang eines noch scharfen Reibeisens, ihr Charme übrigens auch.

Nun ja, Hamsterfahrten kenne ich noch aus meiner Kindheit. Da tauschte man „Dinge“ gegen Lebensmittel, später kaufte man sie, etwa auf Dienstreisen nach Berlin.

„Was hast Du denn gekauft, gab es überhaupt noch etwas im Supermarkt? Konserven, Nudeln, Reis?“

„Wieso Supermarkt, ich war in der Tierhandlung, 50 Stück habe ich noch bekommen. Bloss…. , was mache ich jetzt mit den ganzen Hamstern?“

Ich sage ja, die Menschen werden von Corona noch ganz meschugge.

Alles Verantwortung oder was … ?

Arzneimittel und die Gier

Ich habe keinen Bock mehr auf Corona! Deshalb heute ein anderes Thema.

Klaus Müller, (Name fiktiv), bekommt sein monatliches Gehalt, braucht nicht alles sofort auf und überlegt sich: Wohin damit? Früher kam das Geld aufs Sparbuch, dort vermehrte es sich selbst bei bescheidenem Zinssatz langsam aber sicher. Diese Möglichkeit hat uns die Politik inzwischen bewusst genommen. Wir sollen das Geld nicht ruhen lassen, wir sollen es gefälligst anlegen. Besonders heftig werden den Menschen ‚Fonds‘ – sprich Heuschrecken – ans Herz gelegt. Begründet wird dies mit der Sicherheit der Geldanlage, „breite Anlage“ soll Sicherheit garantieren.

Deutschland und Europa gelangen in eine Versorgungskrise mit Medikamenten, fast jeder, der eine dauerhafte Medikation hat, merkt dies wahrscheinlich beim Gang in seine Apotheke seit geraumer Zeit. Inzwischen werden nicht wenige Medikamente in den Apotheken gehandelt, wie in der DDR die Bananen, als „Bück-Dich-Ware“.

Es verwundert nicht, wird doch der überwiegende Teil unserer Arzneimittel allein aus Gründen der absoluten Gewinnmaximierung in Fernost produziert. Wie kam es dazu?

In den 80ern war ich verantwortlich im großen ostdeutschen Pharmakonzern tätig, kenne als Insider das Metier noch „aus besseren Zeiten“.

Nach dem Krieg bis in die 90er war Deutschland neben der Schweiz zumindest in Europa die führende Kraft auf dem Pharmasektor, und dies qualitativ und quantitativ.

Die winzig kleine DDR etwa versorgte zum überwiegenden Teil den gesamten Ostblock, von Eisenach im Westen bis Wladiwostok im fernsten Osten, von Murmansk im Norden bis Baku im Süden. Fast alle Wirkstoffe wurden in Deutschland synthetisiert, diese wurden dann vor Ort konfektioniert, d.h. abgepackt, und kamen zentral zum Verbraucher. Natürlich gab es auch einmal „Engpässe“, die aber meist temporär und marginal waren.

Mit den 90ern entdeckten die Fonds, sprich ‚Heuschrecken‘, den Pharmamarkt und seine enormen Gewinnmargen für sich. Postwendend kauften sie sich in die bis dahin oftmals relativ „geschlossenen“ Pharmaunternehmen ein und trimmten sie auf absolute Gewinnmaximierung.

Unmittelbare Folge war die Auslagerung der Produktion, sowohl der Wirkstoffe, als auch der Konfektionierung in Länder mit einem geringen Lohnniveau und mit geringen Umwelt- und Qualitätsstandards, also nach Fernost. Dort werden imzwischen große Teile der gängigen Pharmaka produziert, auf Schiffe gepackt und um die halbe Welt nach Europa gekarrt.

Während früher die Qualitätsstandards für Arzneimittel „Made in Germany“ am oberen Rand der internationalen Skala waren, achtet man heute darauf die Mindeststandards einzuhalten und trotzdem müssen immer wieder Chargen wegen zu offensichtlicher Mängel eingestampft werden.

Es gibt genügend Berichte, unter welchen unsäglichen Bedingungen die Menschen in der fernöstlichen Pharmaindustrie teilweise arbeiten müssen, es gibt genügend Berichte, dass Umweltstandards in der Herstellung so gut wie keine Rolle spielen.

Hauptsache die Rendite stimmt, die Rendite der Aktionäre, die zum großen Teil bei den namhaften Pharmaunternehmen inzwischen die „Fonds“ sind.

Also, Leute, legt nach dem Willen der Regierungen Euer sauer Erspartes in Fonds an, damit ihr wenigsten noch einen kleinen finanziellen Benefit habt. Freut Euch über einen kleinen Prozentsatz an Anlagegewinn.

Aber beklagt Euch nicht, wenn Ihr nachher beim Gang in die Apotheke Eure Medikamente gar nicht oder zumindest in fraglicher Qualität bekommt. Vielleicht stecken ja gerade „Eure 5 €“ in einem Fond, der sich im Pharmasektor ohne eigenes Zutun ansonsten dumm und dämlich verdient.

Arzneimittel und Gier, dass passt genauso wenig zusammen, wie die Spitze der GRÜNEN mit wirtschaftlichem und naturwissenschaftlichem Verstand.

Ein Sack Reis oder was … ?

Die Kraft der Natur

Häufig lese ich in Foren von besonders cool wirken wollenden, aber meist von Fakten kaum beleckten jungen Menschen die – mit Verlaub – blöde Formulierung: „Wen kümmert es, wenn in China ein Sack Reis umfällt?“

Nun ist in China ein Sack Reis umgefallen.

In der Millionenstadt Wuhan nahm eine Infektionswelle mit einem bis dato – zumindest öffentlich – nicht bekannten Virus seinen Ausgang. Innerhalb weniger Wochen erkrankten Zehntausende an einer Atemwegserkrankung, mehrere tausend Betroffene sind bisher weltweit verstorben.

Das ist tragisch, ganz sicher auch in dieser Form ungewöhnlich, aber grundsätzlich abgedeckt vom „normalen“ Lebensrisiko, welches heisst:

Es wird geboren und es wird gestorben.

Und trotzdem drehen gerade die sonst besonders „coolen“ jungen Leute „frei am Rad“.

Der Altmeister des Grauens, Edgar Allan Poe, wusste bereits in seiner „Maske des roten Todes“ darüber zu berichten:

„Lange schon wütete der rote Tod im Lande; nie war eine Pest verheerender, nie eine Krankheit gräßlicher gewesen. Blut war der Anfang, Blut das Ende – überall das Rote und der Schrecken des Blutes. Mit stechenden Schmerzen und Schwindelanfällen setzte es ein, dann quoll Blut aus allen Poren, und das war der Beginn der Auflösung. Die scharlachroten Tupfen am ganzen Körper der unglücklichen Opfer – und besonders im Gesicht – waren des roten Todes Bannsiegel, das die Gezeichneten von der Hilfe und der Teilnahme ihrer Mitmenschen ausschloß; und alles, vom ersten Anfall bis zum tödlichen Ende, war das Werk einer halben Stunde. Prinz Prospero aber war fröhlich und unerschrocken und weise. Als sein Land schon zur Hälfte entvölkert war, erwählte er sich unter den Rittern und Damen des Hofes eine Gesellschaft von tausend heiteren und leichtlebigen Kameraden und zog sich mit ihnen in die stille Abgeschiedenheit einer befestigten Abtei zurück. Das war ein ausgedehnter prächtiger Bau, eine Schöpfung nach des Prinzen eigenem exzentrischen, aber vornehmen Geschmack. Eine hohe mächtige Mauer, die eiserne Tore hatte, umschlossen das Ganze.

Nachdem die Höflingsschar dort eingezogen war, brachten die Ritter Schmelzöfen und schwere Hämmer herbei und schmiedeten die Riegel der Tore fest. Es sollte weder für die draußen wütende Verzweiflung noch für ein etwaiges törichtes Verlangen der Eingeschlossenen eine Türe offen sein. Da die Abtei mit Proviant reichlich versehen war und alle erdenklichen Vorsichtsmaßregeln getroffen worden waren, glaubte die Gesellschaft der Pestgefahr Trotz bieten zu können. Die Welt da draußen mochte für sich selbst sorgen! Jedenfalls schien es unsinnig, sich vorläufig bangen Gedanken hinzugeben.

Auch hatte der Prinz für allerlei Zerstreuung Sorge getragen. Da waren Gaukler und Komödianten, Musikanten und Tänzer – da war Schönheit und Wein. All dies und dazu das Gefühl der Sicherheit war drinnen in der Burg – draußen war der rote Tod.“

Nun führen wir heute keine Schmelzöfen, keine schweren Hämmer zum Festschmieden der Tore mit uns, trotzdem suchen wir nach martialischen Mitteln, um gegen winzige, geruchlose, geschmacklose, unsichtbare Mikroorganismen, hier Viren, zu bestehen.

Nur hilft das wirklich? Schon Poe kannte die Antwort:

Und nun erkannte man die Gegenwart des roten Todes. Er war gekommen wie ein Dieb in der Nacht. Und die Festgenossen sanken einer nach dem andern in den blutbetauten Hallen ihrer Lust zu Boden und starben – ein jeder in der verzerrten Lage, in der er verzweifelnd niedergefallen war. Und das Leben in der Ebenholzuhr erlosch mit dem Leben des letzten Fröhlichen. Und die Gluten in den Kupferpfannen verglommen. Und unbeschränkt herrschte über alles mit Finsternis und Verwesung der rote Tod.

Nun trifft uns nicht der „Rote Tod“, die Pest, wohl aber eine in den allermeisten Fällen harmlose transitorische Atemwegserkrankung, die ohne dauerhafte Schäden ausheilt und nach Überstehen eine längere, vielleicht sogar dauerhafte Immunität hinterlässt. Letzteres wissen wir noch nicht genau.

Die moderne Welt bringt alle zur Verfügung stehenden Mittel gegen den Corona-Virus in Stellung, der zeigt sich undankbar, unbeeindruckt und breitet sich weiter, inzwischen fast weltweit, aus. Aufhalten kann man den Virus nicht, wohl aber mit einem wahnsinnigen Aufwand seine „natürliche Ausbreitungsgeschwindigkeit“ bremsen.

Ich erinnere mich an meine Kindheit. Hatte ein anderes Kind eine Infektion: Masern, Röteln, Mumps, Windpocken achteten besorgte Eltern darauf, dass ihr Kind möglichst gleich mit infiziert wurde. Man steckte die Kinder zusammen, die Infektion war fast zwangsläufig und damit war „es“ durch. Es entwickelte sich eine Immunität und „gut war’s“.

Für Corona vermute ich einen ähnlichen Verlauf:

Sobald genügend Menschen mit dem Virus Kontakt hatten, wird die Infektionswelle von selbst ‚einschlafen‘. Sobald ein genügend hoher Durchseuchungsgrad der Bevölkerung erreicht ist, wird sie sich perspektivisch wie eine normale saisonale Grippe verhalten.

Wir müssen lernen damit zu leben, was uns auch gelingen kann. Jede Form von Panik und Aktionismus ist unangebracht.

Aktuell geht es vorrangig darum die Wirtschaft zu schützen. Das größte Risiko ist derzeit wohl ein wirtschaftliches. Sollte ein großer Teil der Bevölkerung gleichzeitig erkranken, würde dies zu einer kaum zu steuernden Belastung der Systeme führen. Offenbar will man genau dies mit der Überreaktion vermeiden. Ob es gelingt? Ich weiss es nicht.

Wir reden über ein normales Lebensrisiko, die Natur hat das Sagen und nicht wir.

In China ist ein Sack Reis umgefallen.

Ach so Leute, spart euer Geld, kauft keine Masken, keine Desinfektionsmittel – der Kram hilft sowieso nicht oder nur dem Apotheker.

Alles Crux oder was … ?

Die Crux im Osten zu leben

Es ist schon eine Crux im Osten zu leben.

Beginnen wir mit 1989, vertrauensselig und erwartungsfroh öffneten die meisten Ostdeutschen ihre Herzen und die Grundbücher der „Neuen Zeit“, sowie den Menschen, die ihnen die individuelle ‚Goldene Zukunft‘ versprachen.

Nicht ahnend, was der Begriff Bauerwartungsland bedeutete, verscherbelte man Oma’s alte Wiese meist an den Erstbesten, der aus D-West kommend, wenige DM auf den mit der klassischen Wachstuchdecke verschönerten Küchentisch legte. Der dafür gekaufte abgelederte Gebrauchtwagen, auch hier wurden die dummen Ossis wieder über den Tisch gezogen, landete regelhaft nach kurzer Zeit in der Schrottpresse, auf Oma’s alter Wiese entstanden blühende Landschaften, natürlich für die neuen Besitzer.

Was wurde uns nicht alles versprochen, das Meiste habe ich schon wieder vergessen, weil es war nur redundant.

In den letzten Jahren nun wurde uns der menschliche, wirtschaftliche und soziale Untergang vorausgesagt, die zaghaften Industriepflänzchen würden verdorren, Touristen würden in Scharen Ostdeutschland meiden oder zumindest laut schreiend davonlaufen und wir würden im eigenen Saft schlicht und einfach degenerieren.

Alles nur, weil wir einen eigenen Kopf und eine eigene Meinung behielten und dies auch noch laut sagten.

Nichts von den mit buntesten Farben an die Wand gemalten Horrorszenarien ist eingetreten. Die Tourismusindustrie in Sachsen, Thüringen und MV scheint zufrieden, Elon Musk baut in Brandenburg seine Gigafactory und es ist eine Crux, das richtige Leben hält sich einfach nicht an die volkserzieherischen Konstrukte der Politik und der Medien.

Obwohl, ein Problem gibt es schon. Gerade habe ich mich über die stündliche Corona-Hysterie informiert.

Bild zeigt uns die Verteilung der Corona-Fälle in diesem unseren Land.

https://www.bild.de/news/inland/news-inland/coronavirus-im-live-ticker-neue-faelle-in-berlin-essen-bayern-69089326.bild.html#la69149788

Und siehe da, selbst ein so popliger Virus, der nicht einmal die Spur eines Gehirns hat, weiss inzwischen punktgenau: in den Osten geht man nicht.

Es ist schon eine Crux im Osten zu leben.