Das ist doch prima, alle Länder dieser Welt eifern unserem Land nach!

Wer sagte doch letztens erst: „Wer, wenn nicht wir?“
Genau, unsere Kanzlerin, „wer, wenn nicht wir macht sich zum Gespött der meisten Staaten der Welt“.
Das ist doch prima, alle Länder dieser Welt eifern unserem Land nach!

Wer sagte doch letztens erst: „Wer, wenn nicht wir?“
Genau, unsere Kanzlerin, „wer, wenn nicht wir macht sich zum Gespött der meisten Staaten der Welt“.
Es ist peinlich, schade, unangenehm, wenn man intellektuell nicht mehr mit den Aktivisten der Gesellschaft mithalten kann. Dieses Gefühl quält mich, lässt mich nicht mehr ruhig schlafen oder ist es doch eher mein arthrotisches Knie?
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Meine Meinung, dass wir den Klimawandel von der falschen Seite angehen, kennt ihr. Ich bleibe dabei, dass es wesentlich vernünftiger wäre, sich rechtzeitig auf die Auswirkungen des zyklischen Klimawandels vorzubereiten, wozu auch gehören kann, dass für Menschen ein neuer Lebensmittelpunkt geschaffen werden muss. Und zwar dann, wenn es tatsächlich soweit sein sollte. Niemand weiss, wie unsere Welt in hundert Jahren aussehen wird.
Es bleibt aber auch dabei, dass Geschäfte heute gemacht werden. Und mit der „Klimapolitik“ lassen sich gar gute Geschäfte machen. Nicht für die Mehrheit von uns kleinen Leuten, aber das verspricht ja auch niemand. Die Zahl der Profiteure ist gering, man möchte fast sagen überschaubar. Das reicht ja wohl auch.
Und wenn man heute gute Geschäfte machen kann, warum sollte man hundert Jahre warten, nicht wissend, ob der Klimawandel das vielleicht tatsächlich einfordert? Keine heute tätigen Unternehmen locken imaginäre Geschäfte in hundert Jahren, nicht in fünfzig, nicht in 10 Jahren.
Es fällt den Protagonisten nicht schwer einen großen Teil unserer Menschen unter der Klimafahne zum Kampf gegen das Klima, wie Don Quijote gegen Windmühlenflügel, zu motivieren.
Und, wer sich dem allgemeinen Aktionismus verweigert, wird gefeuert.
Erfahren hat dies Fritz Vahrenholt, ein hochangesehener Wissenschaftler, dessen Intellekt wahrscheinlich ebensolche Lücken aufweist, wie mir das neuerdings widerfährt.
Nachdem sich die Heilige Inquisition mehrere Jahrhunderte zurückgehalten hat, wahrscheinlich aus taktischen Gründen, ist sie nun wieder da. Der Fritz kann froh sein, dass er nur gefeuert und nicht der hochnotpeinlichen Befragung unterzogen wurde. Möglicherweise hat man ihm die Instrumente zumindest schon einmal gezeigt? Seit Galileos Zeiten sollten sie doch noch irgendwo zu finden sein.
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Die Medien melden, dass im islamischen Pakistan ein muslimischer Professor, wegen ‚Blasphemie‘ zum Tode verurteilt wurde. Der Mann sitzt bereits seit 6 (sechs) Jahren in Untersuchungshaft, davon fast immer in Einzelhaft, da die Behörden fürchten, dass er sonst von Mithäftlingen ermordet würde. Ihm wird zu Last gelegt, dass er „antiislamische Inhalte“ vertreten haben soll.
Ich habe keine empörte Stellungnahme etwa von Aiman Mazyek, der sich sonst wegen jedes Pupses beschwert, gehört. Kein Zucken der Grünen, die arbeiten sich lieber an den geschundenen und schlecht entlohnten Paketboten hierzulande ab.
Unsere Regierung, die sonst jede internationale Nichtigkeit wichtig zu kommentieren pflegt, hüllt sich in Schweigen, alles in Ordnung, nichts passiert, Hauptsache Boris Johnson kämmt sich endlich einmal seine Strubbelfrisur.
Ich verstehe diese Dinge nicht mehr, es liegt wohl an meinem Intellekt.
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Selbst Joanne K. Rowlings ist von gestern auf heute in Ungnade gefallen.
Nein, sie hat keinen neuen Roman vorgelegt, der bei empörten Fans durchfiel. Sie hat niemand bestohlen, geschlagen oder gar getötet, sie hat nicht gedealt und auch kein Koks gestreckt, welches sie dann in den Gängen des Bundestags oder im Cotti im markierten Bereich vertickt hat. Das wären Peanuts und man hätte erstmal die „unbekannten Hintergründe der Tat“ zur Relativierung heranziehen müssen.
Nein, Joanne Rowlings hat sich nahezu blasphemisch benommen, indem sie vorsichtige Unterstützung für die britische Wissenschaftlerin Maya Forstater bekundete, die sich zum Thema ‚Transgender‘ geäußert hatte und dafür ihrerseits gefeuert wurde.
Unter anderem schrieb Maya Forstater:
„Ich glaube, dass männliche Menschen keine Frauen sind. Ich glaube nicht, dass ,Frausein‘ eine Frage der Identität oder weiblicher Gefühle ist. Es geht um Biologie. Menschen beiderlei Geschlechts sollten nicht diskriminiert werden, weil sie nicht den traditionellen geschlechtsspezifischen Erwartungen entsprechen.“
Diese Meinung entspricht sicher nicht der heute allgemein akzeptierten Lehrmeinung oder vielleicht besser gesellschaftlichen Haltung, aber es ist eine Meinung, über die auch laut nachzudenken im Rahmen wissenschaftlicher Diskussion erlaubt sein sollte. Ist es nicht, dafür wird man heute kurzerhand gefeuert.
Kein empörtes Wort in unseren Medien gegen die Ausgrenzung Andersdenkender, kein einziges.
Ich kann mich noch gut an den Rosa Luxemburg zugesprochenen Satz erinnern:
„Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.“
Als Ende der 80er Teile der damaligen DDR-Bevölkerung gegen den Staat rebellierten, ich war nach einem schmerzlichen Erkenntnisprozess auch dabei, wurde von westdeutschen Medien immer genau dies vom Osten eingefordert. Heute ist er wohl in Vergessenheit geraten.
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In einem Land, in dem ein drittklassiger Comedian den gewählten Präsidenten eines großen NATO-Partners unwidersprochen „Ziegenficker“ nennen darf, wird – so scheint es – der Rahmen „zugelassenen“ gesellschaftlichen Diskurses immer enger gezogen.
Es kann nur daran liegen, dass ich das falsch sehe, da mein Intellekt mit dem der Aktivisten nicht mehr mithalten kann. Alles andere mag man in einem demokratischen Land gar nicht einmal denken.
Selbst wenn es so wäre, als im Osten sozialisierter Mensch ist mir das alles nicht neu.
Aber zum Glück ist es ja nicht so, nur mein defizitärer Intellekt eben…
Ratzfatz, schon wieder ein „Meinungsopfer“:

Solche Dinge beleben eindeutig die wissenschaftliche Debatte, Wissenschaftler werden bei abweichender Meinung „zur Sache“ einfach gefeuert. Das erspart die Diskussion.
Unter https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2019/12/20/das-richtige-mass-eines-christbaums/comment-page-1/#comment-30797 gibt es Gedanken über das richtige Maß eines Christbaums.
Ich weiss natürlich nicht, was für Euch das richtige Maß eines Weihnachtsbaums ist, aber dazu eine Erinnerung.
In meiner Kindheit in den 50ern gab es nicht wie heute an jeder Straßenecke Weihnachtsbäume zu kaufen, schon gar nicht die, für die die Zapfenpflücker in Georgien regelmäßig ihr Leben riskieren.
Ich glaube, einmal kam im Dezember ein Lastwagen und brachte eine Ladung Fichten, auf die die Menschen schon warteten und die vom Wagen herab verkauft wurden. Man hatte dann die Wahl, entweder man kaufte den, der einem hingehalten wurde oder man liess es sein. Da die Meisten keine Alternative hatten, nahmen sie den Hingehaltenen, gleich wie er aussah.
Wir hatten eine Wahl, wir wohnten am Stadtrand, der Wald war fussläufig zu erreichen und volkseigen, also holten viele Erfurter ihr „Bäumchen“ dort eigenverantwortlich. Die einzige theoretische Hürde war der Förster, es wurde gemunkelt, dass es bis 500 Mark kosten könne erwischt zu werden. Ich bin nie jemand begegnet der tatsächlich erwischt wurde. Wahrscheinlich war es nur eine Fama.
Ich mag so gegen 10 Jahre gewesen sein, mein Vater nahm mich zum ersten Mal mit auf „Baumtour“, früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.
20 Minuten zu Fuss, der Waldrand, je näher wir der kleinen Fichtenschonung kamen, desto mehr Menschen mit Sägen über der Schulter, unter dem Arm, zuweilen im Rucksack versteckt, kreuzten unseren Weg, einige schon mit „ihrem“ Bäumchen, die meisten noch auf Suche, dabei kein unnötiger Krach, konspirativ eben. Eine Kasse gab es nicht.
Wären die Menschen nicht so leise gewesen, hätte man wahrscheinlich das Knattern eines Motorrads nicht gehört und die „stille Post“ – „der Förster kommt“.
Im Nu lichteten sich die Reihen der Suchenden, mein Vater griff zur erstbesten Fichte, zwei drei Hübe mit der für den Gang extra frisch geschränkten Säge und ab ging die Post.
Zu Hause wurde das gute Stück begutachtet, er war schief gewachsen, einseitig beastet und eine Etage fehlte völlig, er hatte alle Attribute eines schönen Weihnachtsbaumes.
Mein Mutter nörgelte, was sie meist tat, mein Vater polterte zurück, was er auch oft und gern tat. Die Beschreibung des sich daraus entwickelnden Ehekrachs am 23.12. erspare ich mir, die unter euch, die fest gebunden sind, kennen das sowieso und wahrscheinlich in jeder nur denkbaren Variation.
Am Ende, nach Abflauen des ‚Weihnachtssturmes‘, holten wir noch etwas Reisig im Wald, mit dem Handbohrer erhielt der krumme Stamm Löcher in die das Reisig zur Komplettierung gesteckt wurde.
Viel Lametta überdeckte die Unebenheiten und niemand störte sich mehr an dem schönen Bäumchen.
Im übrigen ist es der einzige Weihnachtsbaum, an den ich mich aus meiner Kindheit erinnere.
Wahrscheinlich war es das richtige Maß eines Weihnachtsbaumes.
Unsere Grünen hegen und pflegen die Wölfe, die inzwischen wieder eingewandert sind und dort, wo sie relativ standorttreu sind, vor allem zum Schrecken der Schäfer und der Bauern wurden.
Hier in Thüringen wütet z.B. seit längerer Zeit eine Wölfin, die mit einem Hund wahrscheinlich schon mehr als einmal Nachwuchs gezeugt hat.
Ich kann mir noch so viel Mühe geben, aber mir fällt nicht ein einziges sachliches Argument ein, warum Raubtiere, und darum handelt es sich, in unserer dichtbesiedelten Gegend unter Artenschutz gestellt werden müssen.

Aber natürlich hat nicht nur Thüringen seine Wolfsprobleme:
Vielleicht kommt ja nun doch dieser und jener Grüne zur Besinnung?
… die im Gleichklang mit den Grünen vor wenigen Tagen darauf gedrungen hat, dass die Belastungen durch das imaginierte Klimapaket noch einmal für die kleinen Leute drastisch erhöht worden sind.

Pharisäer, die sich eigentlich schämen sollten wie die „Bettseecher“, statt noch in die Kameras zu lachen. Das Schlimme ist, er muss zumindest gewusst haben, dass es viel zu viel war, was seine Frau so eingesackt hat, denn wenn er als OB die richtige Gehaltsstruktur im öffentlichen Dienst nicht kennt, wer dann?
Meine Heimat- und jetzige Landeshauptstadt ist getragen von provinzieller Beschaulichkeit, eine gemütliche Großstadt, oder besser größere Stadt, in der der jüngere Mensch praktisch noch alle wichtigen Punkte erlaufen kann.
Erfurt hat sogar ein Theater, der Blick auf den Spielplan und die Besucherzahlen sagt, dass man dort zwar nichts falsch macht, aber auch niemanden vom Hocker reisst, vor allem dann wenn der Hocker nicht direkt im Umfeld, sondern irgendwo in der thüringischen Provinz steht. So viel ich weiss, hat es dort bisher auch nicht eine einzige Skandalaufführung gegeben, schade eigentlich. Ich zumindest würde beim aktuellen Spielplan nicht bis Erfurt fahren, um dort etwa Alexander Puschkins „Märchen vom Zaren Saltan“ zu sehen. Aber das ist sehr subjektiv, seht es mir bitte nach.
In meiner Kindheit wurden wir durch die Schule quasi genötigt ein „Theater Abo“ zu ordern. Damals gab es ein Opernhaus und ein Schauspielhaus, getrennte kleinere Spielstätten.
Für 2 Mark pro Aufführung wurden wir als Kinder durchgeschleust, immer im Wechsel, einmal Oper, einmal Schauspiel, ob wir wollten oder auch nicht. Meistens wollten wir nicht und verschwanden regelhaft zur Pause. Noch heute ist mir ein Rätsel, was wir als rund 10 Jährige mit Lessings „Ringparabel“ im „Nathan dem Weisen“ anfangen sollten?
Wollte ich als Kind zum Opernhaus, hatte ich ca. 25 Minuten Fussweg, zum Theater 5 Minuten länger. Wenn es regnete nahm ich den O-Bus (Oberleitungsbus – elektrisch) und zahlte 8 Pfennige pro Fahrt, später halberwachsen 12 Pfennige.
Heute bezahle ich, angelockt von dem Schild „P+R“ an der Thüringenhalle, für die einfache Fahrt – Straßenbahn oder Dieselbus deutlich > 2 Euro. Nun gut, dafür spare ich mir die nervtötende Parkplatzsuche.
Will man heute in Erfurt „Kultur mit Pfiff“ lohnt sich ein Blick ins Programm der „Alten Oper“. Das ist das Opernhaus meiner Kindheit und wenn ich es betrete, habe ich das Gefühl, dass alles noch so ist wie vor rund 60 Jahren. Irgendwie tut mir das im Vergleich zu vielen hochmodernen heutigen Musiktempeln gut, ich fühle mich hier „zu Hause“. Selbst die Toiletten atmen noch den Charme vergangener Jahrzehnte und die ausgetretenen Steintreppen mit unmöglichen Abmessungen tun ihr Übriges.
So auch vor wenigen Tage, als Martin Kohlstedt und der Gewandhauschor Leipzig unter Gregor Meyer dort gastierten.

Anlass war das gemeinsame – Martin Kohlstedt nennt es selbst – ‚irrwitzige Projekt‘, dass einen jungen intuitiven Musiker (*1988, im thüringischen Eichsfeld), mit einem traditionell klassischen Chor kombiniert.
Heraus kam ein faszinierender Abend, welcher selbst die betagteren Teile des Publikums gnadenlos zu stehendem Applaus nötigte, dabei vergessend, dass nach 2 Stunden in den engen Sesselreihen erbarmungslos die ‚gichtigen‘ Knie um Hilfe schrieen.


Wer Lust hat einmal etwas ganz Besonderes zu hören und zu sehen, es gibt wohl noch zwei Termine, am 8. Februar 20 im Kuppelsaal in Hannover und am 9. Februar 20 im Leipziger Gewandhaus.
Und, selbst eine längere Anfahrt lohnt sich, versprochen! Karten sind knapp, also besser beeilen!
Die Fotos stellt mir unser Sohn Peter Runkewitz zur Verfügung.
Noch vor 2 – 3 Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ein an sich hochentwickeltes Land freiwillig und ohne Widerstand so frei am Rad dreht.
Eigentlich hätte ich gern den Begriff vom endemischen kollektiven Irresein gewählt, aber der Begriff des Irreseins ist so negativ konnotiert, dass das nicht geht.
Es ist mir nicht verständlich, wie man die weiteren Belastungen der Arbeitenden durch das „Klimapaket“ der Bundesregierung bejubeln kann, welches ja nichts anderes beinhaltet, als weitere verkappte Steuererhöhungen. Noch dazu die ungeschminkten und dreisten Lügen der Politiker, dass „der Bürger alles 1:1 zurückbekommen wird“.
In einer Art gemeinsamen Orgasmus hauen die Grünen Tag für Tag neue wahnwitzige Ideen ins Land, was mich nicht wundert, weht ihnen doch bisher kein nass-kalter Gegenwind ins Gesicht.
Heute kann man nachlesen:
Die Damen und Herren in ihren Wohlstandsblasen haben den letzten Schuss noch nicht gehört. Ich frage mich, wie und vor allem warum man so ignorant sein kann? An der rudimentären oder gänzlich fehlenden beruflichen Qualifikation eines nicht unbeträchtlichen Teils des grünen Spitzenpersonals allein kann es nicht liegen, tappen doch ansonsten auch nicht wenige akademisch Gebildete dort herum.
Da die Menschen in diesem unseren Land es so wollen, will ich jetzt auch mein Scherflein zum imaginierten Klimaschutz beitragen.
Und zwar sofort.
Begründung:
Der Gebrauch eines WC’s ist also umwelttechnisch nicht zu verantworten!
Hier die seit Jahrhunderten, ach was sage ich, seit Jahrtausenden millionenfach bewährte Alternative.

Genau, das Plumpsklo.
Keine teure Keramik, ein Brett mit Loch tut es genauso gut, ein Balken wäre die noch kostengünstigere Alternative. Kein Wasser, außer dem eigenen, kein Papier, letztendlich kann man alles an der Luft trocknen – einfach perfekt.
Und wenn die darunter liegende Grube voll ist, kann der Inhalt wie früher im Hausgarten als Dünger verwendet werden – 100 % Bio.
Das Paket schickt!
Ich empfehle eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2019, ab dann hat ein Jeder/eine Jede „auf den Balken“ zu gehen!
In meiner Kindheit lebte ich am Rande der Grossstadt.
Der Vater ging arbeiten, er hatte das Pech im Krieg als Flugzeugbauer Militärflugzeuge gebaut zu haben, die entsprechenden Betriebe in und um Erfurt hatten zwar ein sehr hohes Know how, waren zum Kriegsende allerdings größtenteils zerstört, die Reste wurden von den Alliierten abtransportiert, das Wissen in Form von Papier bzw. Ingenieuren mitgenommen.
Was macht in diesen Fällen ein junger Facharbeiter, dessen Wissen niemand mehr braucht und der daran denkt eine Familie zu gründen, nein, er meldet sich nicht arbeitslos oder geht jammernd auf H-IV, er sucht sich einen Job. Egal welchen Job, Hauptsache Arbeit und Einkommen.
Die einzige Arbeit, die er fand, war als Transportarbeiter, heute nennt man das wohl Logistikfachkraft, damals hatte es den Status eines Hilfsarbeiters.
Der Verdienst war niedrig, das größere Problem bestand darin, dass die für diese Arbeit zugeteilte Lebensmittelkarte wenig hergab, ‚Schmalhans war bei uns Küchenchef‘.
Eine Familie war damit praktisch nicht über die Runden zu bringen.
Schon deshalb musste meine Mutter auch arbeiten gehen, aus Mangel an Kita, in sogenannter Heimarbeit.
Heimarbeit bedeutete in ihrem Fall einmal pro Woche mit dem Bus in die Stadt zu fahren, dort bekam sie Stoffe und Materialien, schleppte das schwere Paket wieder via Bus nach Hause, um es dort zusammen zu nähen und nach einer Woche mit dem Bus zurück zu ihrem Arbeitgeber „zu liefern“. Dafür gab es noch weniger Geld, aber eine bessere Lebensmittelkarte.
Mir fiel schon als kleinem Knirps die Aufgabe zu, sie bei diesen Fahrten zu begleiten, Kita war nicht.
Bei einer dieser Fahrten ging mir eine Fingerspitze verlustig, sie war in der Bustür eingeklemmt. Damals fuhren unsere Busse noch mit einem Anhänger, der auch im strengsten Winter unbeheizt war.
Ich erzähle dies nur, um auf das Thema zu kommen.
Auf diesen Fahrten als kleiner Pimpf lernte ich „Anstandsregeln“, u.a. das ich als Kind widerstandslos aufzustehen hatte, wenn ein ältere Erwachsener keinen Sitzplatz fand.
Diese Regel hat man seit Jahren abgeschafft, im Gegenteil sind heute naturgemäß die Kinder und Jugendlich viel fixer als ich, wenn es gilt sich einen der meist wenigen freien Sitzplätze zu sichern. Seit Jahrzehnten habe ich nicht mehr erlebt, dass Kinder und Jugendliche vor Älteren aufstehen. Bei Großfamilien im Zug zum Beispiel, hat man als Älterer keine Chance, dass großvolumiges Gepäck beiseite gestellt wird, um Sitzplätze freizumachen. Die Zugbegleiter zucken die Schultern und geben zu verstehen, dass sie sich in diesen Fällen mit den ehrenwerten Reisenden nicht anlegen (sollen/wollen).
Gestern waren unsere staatlichen Gazetten voll von einer tragischen Nachricht:

Greta aus Schweden reist mit der Bahn in überfüllten Zügen durch unser Land, hat angeblich keinen Sitzplatz und muss auf dem Boden hocken.
Offenbar ist unseren werten Journalisten so Einiges entgangen.
Im „überfüllten“ Zug sitzt seine Hoheit allein auf dem Boden, der Gang ist ein ganzes Stück einsehbar, kein anderer Mensch als Greta ist zu sehen. Aber Greta postet dieses Foto aus dem „überfüllten“ Zug.
Die Bahn knickt sofort ein und entschuldigt sich. Wieso eigentlich, täglich reisen wahrscheinlich Zehntausende stehend in wirklich überfüllten Zügen durch die Lande. Noch nie hat sich ein Bahnmitarbeiter bei mir dafür entschuldigt.
Mit zeitlicher Verzögerung wird dann klar, dass dies alles nur ein Fake ist und selbst Greta aus Schweden rudert zurück. Sie reiste tatsächlich 1. Klasse, „verwöhnt vom Bahnpersonal“.
Selbst wenn es so gewesen wäre, wie von Greta behauptet, ich habe als Kind gelernt, dass ich als Jüngerer gegenüber wesentlich Älteren meinen bequemen Sitzplatz aufzugeben hätte.
Obwohl dieses Greta-Foto ein Fake ist, ein Stück ist sie jetzt hoffentlich auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Ich wünsche es ihr von Herzen bevor ihre Persönlichkeit völlig verbogen ist.
An der Klimakonferenz in Madrid soll eine mittlere 5 stellige Zahl an Interessenten teilgenommen haben.
Die Folgerungen sind überschaubar und die Aktivisten sprechen davon, dass man praktisch hinter den „Ergebnissen“ von Paris 2015 zurückgeblieben sei.
Zuerst habe ich überlegt – ich habe Urlaub und damit Zeit – ob ich mich näher in die Materie eindenken sollte? Ich hätte dazu internationale Quellen nutzen müssen, den „nationalen“ Medien mag ich nicht mehr so recht trauen.
Allerdings fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren, als die Frage nach dem „warum“ in meinem Kopf auftauchte.
Warum sollte ich mich damit beschäftigen?
Ende der 40er geboren, bin ich aus der Not heraus zur Sparsamkeit erzogen, meine Familie nennt es Geiz, sei es wie es sei.
In meiner Kindheit lebten wir sehr beengt, geheizt wurde im Winter ein Zimmer, das war die Küche, in den anderen nur dann, wenn Besuch kam. Geheizt wurde mit Holz und Braunkohle, dies auch nur, wenn wir zu Hause waren.
Die Toilette war eine Latrine über dem Hof, im Winter eiskalt, als Papier diente die Zeitung, kleingeschnitten und auf einen Strick gefädelt.
Wurde warmes Wasser gebraucht, musste es auf dem Ofen, oder sofern keine Stromsperre war, mit dem Tauchsieder warmgemacht werden. Verliess man das Zimmer, wurde das Licht gelöscht und kein Mensch wäre etwa in der Weihnachtszeit auf die hirnrissige Idee gekommen die Häuser mit tausenden Lichtern zu illuminieren.
Die Ernährung war sehr spartanisch und niemand schwatzte von vegan und vegetarisch, wir waren froh, wenn es überhaupt etwas auf den Tisch gab. Alles wurde aufgebraucht, nichts wurde weggeworfen.
Kleidung wurde über die Generationen aufgetragen und erst entsorgt wenn sie verschlissen und physisch nicht mehr tragbar war.
Einmal in 2 Wochen gab es „große Wäsche“, von Hand, eine elektrische Waschmaschine gab es nicht. Lebensmittel wurden im Eisschrank gekühlt, einmal pro Woche kam ein Pferdewagen und brachte einen großen Eisblock für die Kühlung.
Zugegeben lebe ich heute nicht mehr so genügsam, aber Sparsamkeit und Achtung vor den Dingen, die auf der Arbeit Anderer beruhen, prägen meinen „Konsum“ auch heute.
Ich werde für den Rest meines Lebens genauso weiterleben, ich wüßte nicht, was ich warum anders machen sollte.
Deshalb geht mir diese ganze Klimadiskussion einer wohlstandsverwöhnten Jugend schlichtweg am Arsch vorbei, es ist nicht mein Thema.
Eine gut fünfstellige Zahl von Interessenten hat sich über viele Tage in Madrid unterhalten, ich würde wetten, genügsam war von denen so gut wie niemand.