Klimakonferenz Madrid 2019 … der Auftrieb ist vorbei.

An der Klimakonferenz in Madrid soll eine mittlere 5 stellige Zahl an Interessenten teilgenommen haben.

Die Folgerungen sind überschaubar und die Aktivisten sprechen davon, dass man praktisch hinter den „Ergebnissen“ von Paris 2015 zurückgeblieben sei.

Zuerst habe ich überlegt – ich habe Urlaub und damit Zeit – ob ich mich näher in die Materie eindenken sollte? Ich hätte dazu internationale Quellen nutzen müssen, den „nationalen“ Medien mag ich nicht mehr so recht trauen.

Allerdings fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren, als die Frage nach dem „warum“ in meinem Kopf auftauchte.

Warum sollte ich mich damit beschäftigen?

Ende der 40er geboren, bin ich aus der Not heraus zur Sparsamkeit erzogen, meine Familie nennt es Geiz, sei es wie es sei.

In meiner Kindheit lebten wir sehr beengt, geheizt wurde im Winter ein Zimmer, das war die Küche, in den anderen nur dann, wenn Besuch kam. Geheizt wurde mit Holz und Braunkohle, dies auch nur, wenn wir zu Hause waren.

Die Toilette war eine Latrine über dem Hof, im Winter eiskalt, als Papier diente die Zeitung, kleingeschnitten und auf einen Strick gefädelt.

Wurde warmes Wasser gebraucht, musste es auf dem Ofen, oder sofern keine Stromsperre war, mit dem Tauchsieder warmgemacht werden. Verliess man das Zimmer, wurde das Licht gelöscht und kein Mensch wäre etwa in der Weihnachtszeit auf die hirnrissige Idee gekommen die Häuser mit tausenden Lichtern zu illuminieren.

Die Ernährung war sehr spartanisch und niemand schwatzte von vegan und vegetarisch, wir waren froh, wenn es überhaupt etwas auf den Tisch gab. Alles wurde aufgebraucht, nichts wurde weggeworfen.

Kleidung wurde über die Generationen aufgetragen und erst entsorgt wenn sie verschlissen und physisch nicht mehr tragbar war.

Einmal in 2 Wochen gab es „große Wäsche“, von Hand, eine elektrische Waschmaschine gab es nicht. Lebensmittel wurden im Eisschrank gekühlt, einmal pro Woche kam ein Pferdewagen und brachte einen großen Eisblock für die Kühlung.

Zugegeben lebe ich heute nicht mehr so genügsam, aber Sparsamkeit und Achtung vor den Dingen, die auf der Arbeit Anderer beruhen, prägen meinen „Konsum“ auch heute.

Ich werde für den Rest meines Lebens genauso weiterleben, ich wüßte nicht, was ich warum anders machen sollte.

Deshalb geht mir diese ganze Klimadiskussion einer wohlstandsverwöhnten Jugend schlichtweg am Arsch vorbei, es ist nicht mein Thema.

Eine gut fünfstellige Zahl von Interessenten hat sich über viele Tage in Madrid unterhalten, ich würde wetten, genügsam war von denen so gut wie niemand.

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