Alles Wechsel oder was … ?

Von der Kunst des Anstellens

Nach der SPD sucht jetzt die CDU neues Führungspersonal, es ist lustig zu sehen, wie devot und handzahm sich die interessierten Herren aus der Latte- und Kamillentee-Generation dabei geben und sich brav an der täglich länger werdenden Schlange anstellen.

Gern gebe ich aus meiner Lebenserfahrung heraus einige kleine Hinweise, da sich die Herren sichtlich vor einem richtigen offenen Machtkampf – wie es sich gehören würde – scheuen.

Der Einfachheit halber könnte ich natürlich auf ‚Gift und Dolch‘ verweisen, Caesar und Brutus sind dafür gute Beispiele, wobei, der historische Vergleich ist interessant.

Caesar wurde, nachdem er sich im Februar 44 v.Chr. vom Senat zum ‚lebenslangen Diktator‘ hatte ausrufen lassen, zur Zielscheibe der Neidvollen. Die ‚Freunde der Republik‘, eine Gruppe von Senatoren, die danach trachteten auch endlich ungehindert an die in Rom besonders prall gefüllten Fleischtöpfe zu kommen, verabredeten sich ihn zu meucheln, was sie am 15. März 44 v.Chr. blutig und gründlich in den Räumen des Senats taten.

Interessant ist, dass die Mehrheit der ‚Caesar-treuen‘ Senatoren, die vorher in seinem breiten Windschatten ihr Schäflein bereits gründlich geschoren hatten, sich nicht gegen die Attentäter stellten, sondern postwendend ihr Fähnchen in den nun neuen Wind hängten und den Caesar-Mördern innert zweier Tage Amnestie gewährten. Dass das Ganze im Nachhinein zur „frechen Widerstandshandlung“ umgedeutet wurde, geschenkt, das kennen wir aus der Zeit nach dem Sturz von Diktaturen bis heute zur Genüge.

Sicher ist es politisch nicht korrekt, wenn mir dabei die Erinnerung des Machtwechsels in der CDU von Helmut Kohl zu Angela Merkel durch mein umnebeltes Hirn wabert, deshalb sage ich es auch nicht und lasse es bei den Gedanken.

In meiner Jugend in der Großstadt lebend, studierte ich das Dilemma des ÖPNV. Die Busse, O-Busse und Straßenbahnen verkehrten spärlich, meist dann, wenn man sie nicht so unbedingt brauchte und wenn man sie brauchte, waren sie proppenvoll. In den Wagen zu gelangen war ein Kunststück, weil die Bahn bereits maximal gefüllt ankam und wenn man nicht einen Platz unmittelbar an der mit Hand zu öffnenden Tür ergattert hatte, war man schlichtweg angeschissen, man kam nicht mehr hinein.

Einen klaren Vorteil hatten die Profis, wussten sie doch zumindest so ungefähr wo die Tür an der entsprechenden Haltestelle hielt. sodass sie sich rechtzeitig und günstig positionieren konnten.

Und dann gab es natürlich kleine Tricks, die das Hineinkommen gut sichern konnten.

Ein schierer Segen war eine Frau mit Kinderwagen. Es war ungeschriebenes Gesetz, eine Frau mit Kinderwagen blieb an der Haltestelle nicht stehen. Selbst wenn sie ganz hinten stand reichte ein leises: „Darf ich bitte…?“ und die Menschenmenge, sonst wie eine zum Schlag fest geballte Faust, teilte sich wie von Geisterhand geleitet und liess die Frau durch. Ich gehörte – fast – immer zu denen, die schon ganz hinten prophylaktisch mit Hand an den Kinderwagen anlegten: „Ich helfe Ihnen natürlich …“, und schwupps war ich mit drin. Cave: „Tue Gutes, dann bleibst Du nicht stehen.“ In der Politik nennt man das, so glaube ich zumindest, Lobbyarbeit.

Ansonsten hub, kaum wurde die Tür geöffnet, ein Hauen und Stechen um die sichersten Plätze an, die noch halbwegs das Mitkommen sicherten. Blöd war es genau in Türmitte zu stehen, dann wurde man von den Aussteigenden gnadenlos nach hinten gedrängt. Die Aussteigenden hatten den Vorteil, sie konnten sich von oben in die unten wartende Menge fallen lassen, unten hatte man gegen den fallenden Schwung keine Chance. Unmittelbar hinter den letzten Aussteigern drängten sofort die unmittelbar rechts und links neben der Tür Harrenden hinein. Es war wie eine Mauer und in der „Mitte hinten“ hatte man keine Chance mehr, konnte seine Energie sparen und sich auf die nächste Bahn mit dem gleichen Ritual vorbereiten. In der Hoffnung, es käme diesmal rechtzeitig eine Frau mit Kinderwagen…

Die heisse Schlacht an der Straßenbahn war ein lieb gewonnenes tägliches Ritual und oft bin ich gelaufen, weil mir das Schieben, Schubsen und Drängeln einfach zu doof war.

Das gleiche unangenehme Drama gab es in der Regel beim Aussteigen. Hatte man Glück und kam als einer der Ersten in die bereits überfüllte Bahn, wurde man gnadenlos von den Nachdrückenden in Richtung Mitte des Wagens geschoben. An sich nicht schlimm, war es doch dort im Winter warm, machmal kam es notgedrungen zu Körperkontakt, der konnte angenehm oder auch mal nicht so ganz genussvoll sein und umfallen konnte man während der oft holprigen Fahrt auch nicht, dazu war einfach kein Platz. Das Problem bestand allerdings darin, wie komme ich zum Aussteigen wieder in die Nähe der Tür? Die zuletzt Eingestiegenen hatten ihren Platz noch nicht gefunden und die Aussteigewilligen drängten bereits wieder in die Gegenrichtung. Nicht selten erreichte die Menschenwand aufeinanderprallend die Festigkeit von Beton, was zur Folge hatte, dass ich nicht selten eine Station zurücklaufen musste.

Lag mein Ziel auf der Strecke zwischen zwei Haltestellen, gab es in der Regel zwei Möglichkeiten dorthin zu gelangen. Entweder ich entstieg der Bahn vor dem Ziel und lief noch ein Stück ‚vorwärts‘, das taten die Meisten. Oder ich fuhr gleich eine Station weiter und lief ein Stück zurück, das wiederum taten die Wenigsten und der Weg war, weil wenig Leute, angenehmer und ich gelangte weniger gestresst an mein Ziel. Was ich sagen will, manchmal führt ein kleiner Umweg außerhalb ‚des Normalen‘ effektiver zum gleichen Ziel.

Mein Hinweis an die wie Harlekine um die Parteiführung tänzelnden Herren der CDU:

Die einzig finale Möglichkeit: Ihr wählt „Gift und Dolch“, allerdings braucht es dazu „einen Arsch in der Hose“. Aber da ist schon MP Günther aus dem Norden, das willfährige Sprachrohr der Kanzlerin, auf der Hut, der uns heute in der Welt erklärt: „Mit Merkel können wir ein sehr gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl holen“. Also, auf zur nächsten Runde mit der ewigen Kanzlerin.

Oder ihr arbeitet mit Tricks. Allein brav hinten anstellen hat keinen Sinn, dann bleibt ihr schlicht und einfach stehen, wenn die Tür wieder geschlossen wird. Und wer weiss schon, wann sie dann wieder einmal aufgeht und ob ihr dann an der richtigen Stelle oder erneut ganz hinten steht.

Auf jeden Fall hoffe ich, dass das Procedere, analog zu Erfurt, spannender wird, als die langweiligen, politisch korrekten „Tatorte“ der ARD.

Alles Transformation oder was … ?

„Man wird es ja doch mal sagen dürfen, ….“.

Unsere ewige Kanzlerin hat ein neues Hobby, die große Transformation.

Gestern Abend habe ich, eher zufällig, einen Blick in die ARD, zu „Anne Will“ geworfen. Zugegeben, lange habe ich den Dummsinn nicht ertragen und lieber gelesen.

Dort debattierten – wie meist – sechs Wessi’s die meiste Zeit über die „unmöglichen“ Verhältnisse im Osten, speziell in Thüringen und es wurde wieder einmal der Untergang des Abendlandes, der EU, der Welt und des Universums an die ansonsten makellos weißen Wände des Westens skizziert.

Ein Blick zurück …

Als 1989 in Berlin die Mauer fiel, die Grenzbefestigungen Stück für Stück geöffnet wurden und Millionen von Menschen mit ‚Trabi‘ und ‚Wartburg‘ von Ost nach West und tausende Glücksritter mit dem geleasten ‚Benz‘ von West nach Ost fuhren, hatten viele Menschen das Gefühl, dass plötzlich die Luft freier, das Gras grüner, der Himmel blauer sei.

Über Nacht schien alles möglich, für viele Ostdeutsche waren die D-Mark und das freie Reisen die Attribute eines besseren Lebens. Nicht so euphorische Stimmen, die auf die zu erwartenden negativen Seiten des Systemwechsels hinwiesen, wurden verlacht, als „ewig Gestrige“ klassifiziert, auf der Straße niedergeschrien und in der Presse – unisono Ost wie West – herunter geschrieben. Der Begriff des „alten weissen Mannes“ spielte vor 30 Jahren noch keine Rolle, es gab genug andere Buhmänner.

Für die unter Euch, die Zeit nicht aktiv miterlebt haben: Die Akteure der friedlichen Revolution im Osten hatten nicht den bedingungslosen Anschluss im Auge, sondern die langsame Annäherung einer zuvor zu verbessernden / stabilisierten DDR in Richtung Europa.

Das wir damit einer Fiktion erlegen waren, weil wir a) nicht mit der schnellen und rücksichtslosen Aktivität des Westens in Richtung einer Einverleibung und b) nicht mit der – mit Verlaub – Dummheit der Menschen im Osten gerechnet hatten, zeigte sich sehr schnell.

Es kam wie es kam und mit der letztendlich trotz aller Beteuerungen (feindlichen) Übernahme waren Millionen von Menschen im Osten zwar sozial grenzwertig abgesichert, aber ihres eigentlichen Lebensinhaltes einer Arbeit, die ihnen soziale Selbstbestimmung garantierte, im wahrsten Sinne des Wortes beraubt.

Ich behaupte für mehr als die Hälfte der Ostdeutschen war mit dem Systemwechsel das ‚alte‘ Leben über Nacht in toto weggebrochen und das ’neue‘ Leben im Wesentlichen auf die „Gnade“ der neuen politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger gegründet.

Während in den gebrauchten Bundesländern das Leben weiter ging, wie eh und je, gab es im Osten eine totale Transformation der Gesellschaft, einen absoluten Bruch der Biographien, der nicht wenige Menschen mangels Erfahrung und vielleicht auch mangels Ressourcen nicht gewachsen waren.

Für die, die den Prozess aus eigener Kraft schafften, ging und geht bis heute die Belastung nicht selten über die individuellen Belastungsgrenzen hinaus. Jammern höre ich aus diesem Teil der Gesellschaft kaum jemand, im Gegenteil.

Die, die davon reden „am System einmal richtig rütteln zu wollen“, die auf „Staat und Regierung“ schimpfen, die „die Bullenschweine auf der Straße klatschen“, die sich darüber erregen, wie sie beim Bezug der Transferleistungen „vom Amt gegängelt und schikaniert“ werden, sind in der Regel nicht die, die gleichzeitig die Leistungsträger der Ost-Gesellschaft verkörpern.

Aus dem Teil der Ostdeutschen, denen die Transformation aus eigener Kraft gelang, die sich nach der zerfallenen „sozialistischen“ nun eine „bürgerliche“ Existenz aufbauen konnten, sehen wir nicht wenige, die diese Kraftanstrengung über Jahre und inzwischen Jahrzehnte mit ihrer Gesundheit bezahlt haben. Wobei nach wie vor die gewachsene „bürgerliche Existenz“ im Westen, in ihrer Stabilität nicht mit der mühsam im Osten erworbenen zu vergleichen ist.

Ich verstehe und halte es persönlich genauso, dass im Osten die Menschen, die 1989 vielleicht als 40 oder 50 Jährige de facto wieder bei Null begannen, an dem, was sie sich selbst erarbeitet haben, festhalten. Und ich verstehe, dass wahrscheinlich keiner aus diesen Generationen analog westdeutschen und Berliner Hipstern nach dem „von erhabenem Gefühl getragenen Erlebnis“ der von der Kanzlerin neuerdings ausgerufenen „großen Transformation“ giert.

Wir im Osten haben eine „große Transformation“ schon hinter uns. Das reicht uns für ein ganzes Leben, nochmals brauchen wir diesen Scheiss – dazu diesmal ohne jede Not – nicht.

Und wenn ich damit ein „alter weisser Mann“ bin, dann ist es eben so. Ich nehme es als positives Attribut, hat es mir doch erlaubt, mein ganzes Leben ohne einen einzigen Tag Transferleistungen immer selbstbestimmt zu gestalten. Auch wenn ich oft, die Grenzen meiner individuellen Belastbarkeit erreicht und überschritten habe.

Das wird man ja nochmal sagen dürfen.

Alles Seele oder was … ?

Die robusten Bundesminister

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus205906169/Muenchner-Sicherheitskonferenz-Deutschland-gibt-die-lahme-Ent.html

Selbst nach mehrmaligen Betrachten des Bildes bin ich mir nicht sicher, ob Herr Maas nun noch be- oder schon entseelt daher schaut?

Im übrigen lehne ich jede Form „robuster Mandate“ der Bundeswehr mit Ausnahme des Verteidigungsfalles kategorisch ab.

Ich habe keine Interesse daran dass Ego körperlich kleiner Menschen zu stärken, schon der Stöpsel Bonaparte war so ein schlimmer Finger. Und was hatte er davon? Immerhin starb er friedlich im Longwood House auf St. Helena, nachdem er Hunderttausende in Tod und Elend getrieben hatte.

Alles Angst oder was … ?

Selbstmord aus Angst vor nassen Füßen

Die Welt soll nasser werden, die Angaben der Klimaapologeten zum erhofften Anstieg des Meeresspiegels schwanken für die nächsten 80 Jahre zwischen einem halben und mehreren Metern, je nach Bedarf.

Also ich denke, festlegen sollten sie sich schon, ist es doch wichtig zu wissen, ob ich 2099 in Övelgönne noch trockenen Fusses zum Silvesteressen ins „Alte Lotsenhaus“ komme.

Im Gegensatz zu mir altem Lästermaul, der auf die Kraft der Menschheit vertraut, wenn es tatsächlich einmal so weit kommen sollte, gibt es zum Glück auch Menschen, die sich ernsthafte Sorgen machen. Etwa junge Frauen, die vorgeben „aus Angst ums Klima“, sogar auf Kinder zu verzichten, wobei sie sich natürlich nichts seliger wünschen. https://m.focus.de/familie/eltern/leidet-unter-klima-angst-kinder-zu-bekommen-finde-ich-unmoralisch-studentin-will-keinen-nachwuchs-wegen-klima_id_11653372.html

Ich hoffe, dass daraus eine kraftvolle, möglichst weltweite Bewegung von Aktivistinnen wird, denen letztendlich nur das laufende Nörgeln der zu vermeidenden Plagen auf den Geist geht. Das ist doch eine prima Lösung, die Angst vor der Übernahme eigener Verantwortung wird hinter imaginierter Moral für das Klima versteckt.

Sozusagen prophylaktischer Selbstmord aus Angst vor nassen Füssen.

Alles Wenden oder was … ?

Ein Bundesamt voll Prepper

Erst vor wenigen Monaten habe ich gelernt, dass es neben Politikern noch andere seltsame Spezies in unseren schönen Landen gibt, die der Beachtung durch die Staatsmacht bedürfen.

Interessant fand ich die „Prepper“, erkannte ich doch bestimmte Verhaltensweisen unter denen ich im Osten sozialisiert worden war.

Da im Osten zu DDR-Zeiten außer Schnaps schlichtweg alles „Mangelware“ war, bekamen wir schon mit der Muttermilch vermittelt: „Du musst kaufen, wenn es etwas gibt und nicht dann, wenn Du etwas brauchst.“ Denn wenn ich etwas brauchte, dann gab es das nicht. Und nicht alles liess sich tauschen.

Also hatte fast jeder OstBürger in der Regel sein eigenes Vorratslager, für die Dinge, die er brauchte, aber die es dann vielleicht gerade nicht gab.

Genauso machen es die Prepper, sie betreiben Lagerwirtschaft für die irgendwann zu erwartende gesellschaftliche Apokalypse. Die Prepper werden als mindestens genauso gefährlich erachtet, wie Reichsbürger, Radikale von links und rechts, AfD-Wähler, CDU-Mannen der „Werteunion“, wie Thüringer und Sachsen, Klimaleugner, Coronavirusträger oder gar Menschen mit eigener Meinung.

Die Prepper wurden inzwischen auch unter staatliche Beobachtung gestellt.

https://www.stern.de/panorama/gesellschaft/deutsche-prepper-werden-kuenftig-vom-innenministerium-beobachtet-7778632.html

Persönlich kenne ich keinen Prepper, nur Menschen, die dem Messie-Syndrom nachhängen.

Nun lese ich heute im Bonner Generalanzeiger: https://www.general-anzeiger-bonn.de/ratgeber/essen-und-trinken/nahrhaft-kochen-ohne-strom-bundesamt-plant-notfallkochbuch_aid-48972449?output=amp

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) will uns Bürger mit einem Notfall-Kochbuch im Falle eines – zu erwartenden – generalisierten Stromausfalls unmittelbare Hilfen an die Hand geben“

BKK-Präsident Christoph Unger sprach von der „Fähigkeit zur Selbsthilfe und zum Selbstschutz, verbunden mit der Übernahme an Verantwortung für sich und andere“, die man fördern wolle. „Insofern raten wir nicht nur zur Bevorratung von Lebensmitteln, sondern wollen mit diesem organisationsübergreifenden Projekt den Bürgerinnen und Bürgern auch praktische Hilfe anbieten!“ 

Also ein ganzes Bundesamt voller Prepper, da hat der frisch gewendete Horst mit seinen Leuten im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat ja alle Hände voll zu tun, wenn er die alle überwachen will.

Und, was sind das eigentlich für defätistische Vorstellungen, natürlich gelingt die Energiewende unserer Kanzlerin, keine Angst. Und wenn nicht, dann stehen allein die Populisten aller Couleur in der Verantwortung, sie haben dann durch ihren puren Unglauben alles zerstört..

Nur, was machen die Fahrer von E-Autos? Die hat es dann schlichtweg angeschissen. Ich überlege, ob ich „für den Fall der Fälle“ eine kleine Herde von Eseln als Zugtiere zum Verleihen vorhalte? Die könnte ich dann gut vermieten. Auf eine Eselei mehr oder weniger kommt es ja auch nicht mehr an.

Übrigens, wenn ihr morgen beginnt Eure Vorräte aufzufüllen, bitte Kerzen nicht vergessen und eine Solarbank für’s Smartphone, alles Andere hat Zeit. Ich habe mir übrigens für den Fall der Fälle bereits ein Notstromaggregat in den Keller gestellt, aus „Klimaschutz“-Gründen selbstverständlich rein elektrisch betrieben.

Alles Wende oder was … ?

Landwirtschaft, ick hör‘ dir ändern

Die letzten Jahre unter Merkel werden dereinst in die Geschichtsbücher eingehen, als die Jahre der unvorbereiteten und überflüssigen ‚Wenden‘.

Wenn Oma Anna selig früher in den Jahren nach dem Krieg beispielsweise ein Kleidungsstück „wendete“, bedeutete das: Sie sah sich ein altes, nicht unbedingt notwendiges Kleidungsstück an, etwa einen grünen Lodenmantel meines Großvaters. Dann überlegte sie, was man damit noch anfangen könnte. Im zweiten Schritt wurde das Stück an den Nähten ganz vorsichtig aufgetrennt, damit sie den kostbaren Stoff nicht beschädigte. Zusammen mit meiner Mutter wurde dann jedes einzelne Teilstück vermessen und überlegt, was damit noch anzufangen wäre.

In diesem Fall wurde der Stoff gewendet, d.h. was vorher drin war wurde die neue Aussenseite, sorgfältig wurden die neuen Teile mit Kreide aufgezeichnet und ausgeschnitten, dabei wurde kein Zentimeter Stoff verschenkt, denn der Stoff war kostbar und Oma Anna pflegte zu sagen, „Alles was Arbeit gemacht hat, muss man achten.“ Die Stoffreste übrigens, und waren sie noch so klein, wurden nicht entsorgt, sondern zusammengerollt, es wurde wieder mit einem Reststreifen Stoff zusammen gebunden und dann das als Paket eingelagert. Vielleicht könnte man es ja noch einmal brauchen?

Meine Mutter nähte dann daraus einen Wintermantel für mich, und da der noch brauchbare Stoff nicht reichte, wurden schlichtweg Teile aus anderem Stoff eingesetzt. Das Ergebnis war grasgrün mit Flecken, sah durch das zusammengewürfelte Material etwas putzig aus, was mir den Spott meiner Mitschüler einbrachte, aber ich steckte durch den dicken Stoff sehr warm.

Was ich sagen will: Bevor etwas „gewendet“ wurde, wurde in Ruhe überlegt, nichts ‚übers Knie gebrochen‘, eine Analyse wurde vorgenommen, dann ein Projekt erstellt und erst dann ging es an die Umsetzung. Ohne Überlegung weggeworfen wurde praktisch nichts, was in irgendeiner Form noch von Nutzen sein konnte.

Ganz anders geht Frau Merkel vor, nehmen wir die Energiewende. Sie entscheidet nach Lust und Laune. Sie verlängert zuerst die Laufzeit der Atomkraftwerke, um sie wenig später – ohne nachvollziehbaren Grund – befehlsmäßig und ohne dass sie verschlissen oder technisch überholt waren, vom Netz nehmen zu lassen. Die sichere und stabile Energiequelle – die Basis unserer Wirtschaft – wird durch das sehr vulnerable System der „erneuerbaren“ Energien“ teilweise kompensiert. Die Hersteller von Windradeln und Solarenergiesystemen jubeln, zu Recht.

Oder die Verkehrswende: Ohne dass die technischen Möglichkeiten der „Verbrenner“ auch nur halbwegs ausgereizt sind, werden sie befehlsmäßig zum Gottseibeiuns erklärt und durch Technologien „ersetzt“, die weit davon entfernt sind alltagstauglich in einem hochentwickelten und feingliedrigem Staatsgebilde zu sein. Die klassische Autoindustrie als wirtschaftliches Hauptstandbein unseres Industrielandes und der Gesellschaft wird, ohne Not und ohne eine alltagstaugliche Alternative bereit zu haben, amputiert. Vielleicht wäre es ein analoges Beispiel gesunde Füße zu amputieren, weil dem Träger gute Schuhe zu teuer sind?

Das aktuellste Hobby ist die Agrarwende.

Neuerdings wird wieder verstärkt von „guter“ und „konventioneller“ Landwirtschaft schwadroniert, ‚Bio‘ wird automatisch für „gut“ erklärt ,konventionelle“ Landwirtschaft als schiere Ausgeburt der Hölle deklariert.

Ich bin sehr dafür, und so lebe ich vor allem auch, die Umwelt wo es nur geht zu schonen, wobei ich im Inneren immer wieder davon fasziniert bin, welch unerhörtes Regenerationspotential die Natur hat.

Ich bin dafür unsere Landwirtschaft nicht weiter auf Teufel komm raus zu optimieren, sondern bei der Produktion Flora und Fauna stärker zu berücksichtigen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es in unserer Gesellschaft nicht wenige täglich Schaffende gibt, die jeden Monat mit jedem Pfennig rechnen müssen und die nicht die ganzen „grünen Regulierungsideen“ mit Preissteigerungen, Abgaben für Fleisch oder Bienen usw. usw. locker-flockig „aus der Portokasse“ bedienen können. Diese Menschen und vor allem ihre Kinder haben genauso ein Recht auf adäquate Ernährung, wie der alleinstehende, kinderlose Hipster bar jeder persönlichen Verantwortung in Berlin-Mitte.

Ich bin dafür, etwa Glyphosat vom Markt zu nehmen, ich habe bei dem Zeugs kein gutes Empfindenl. Gefühlsmäßig gehe ich davon aus, dass es für die Natur, wie ich jedes Jahr jenseits meines Grundstückszaunes sehe, nicht gut sein kann, wenn alles tot gespritzt wird. Wenn ich diese Abneigung allerdings mit einem nachweisbaren gesundheitlichen Schaden für Mensch und Tier begründen sollte, ich könnte es nicht. Die verfügbaren Daten zumindest geben eine solche Interpretation – ehrlicherweise – nicht her.

Und, ein weiterer Aspekt: Es wird geschwärmt von ‚bio‘, ‚regional‘ und ’saisonal‘. Ich bin generell dafür regionale und saisonale Produkte zu nutzen. Ich kenne es aus meiner Kindheit, es hat uns nicht geschadet und es gibt dutzende gute Gründe dafür. Für ‚Bio‘ allerdings steht außer dem „täglichen Wohlfühleffekt“ des edlen Bioessers der fassbaren Nachweis hinsichtlich eines gesundheitlichen Nutzens aus. Etwa, wie gestern im Supermarkt gesehen, im Februar die Verfügbarkeit von „Bio-Erdbeeren“ aus Marokko, sprich Westsahara, praktisch als „Menschenrecht“ zu betrachten, ist eine Perversion des Gedankens.

Aber rationale Argumente gelten nicht, also wird alles daran gesetzt, durch eine in meinen Augen falsche Subventionierungspolitik die Konventionelle Landwirtschaft zu schleifen und die Grünen, speziell Anton Hofreiter, schwingen dazu in einer wilden „bio-romantischen Orgie“ den alles plattmachenden Taktstock.

Landwirtschaft , ick hör‘ Dir verändern. Eigentlich höre ich, wie Du ohne Not verändert wirst.

Wenn man sich immerzu dreht und wendet, kommt im positiven Fall ein Tanz heraus. Hoffen wir, dass es kein Totentanz für unsere Wirtschaft wird.

Alles Programm oder was … ?

Die CDU und das Fernsehen

Nach der letzten Bundestagswahl 2017, der darauf folgenden Burleske der Regierungsbildung, der seltsamen Krönung der Merkel-Nachfolgerin AKK, der lächerlichen Casting-Show der neuen SPD-„Führung“, hat jetzt AKK den Bettel wieder hingeschmissen und der Tanz der Vampie beginnt von vorn.

Mehr oder weniger bewusst kann ich auf gut 70 Lebensjahre zurückblicken. Vieles hat sich verändert, vor und zurück, viele Dinge scheinen auch statisch zu verharren.

Verändert hat sich z.B. das Fernsehprogramm.

In meiner Kindheit und Jugend war es Usus, dass sich die Familie, auch gern mit Nachbarschaft am Samstag gegen 20.00 Uhr vor dem Fernseher versammelte. Es war die Zeit der Familiensendungen.

„Jede Sekunde einen Schilling“ konnten die Kandidaten bei Lou van Burg verdienen. Danach konnte bei Hans-Joachim Kulenkampff „Einer gewinnen“, bevor Rudi Carrell „das Band laufen“ liess. Späer blockierte gefühlte Jahrzehnte „Wetten, dass…?“ mit Gottschalk am Samstag Abend den Bildschirm.

Über die Jahre wurde das typische Samstagspublikum immer älter, heute dürfte der Altersdurchschnitt bei Mross und Silbereisen knapp jenseits der Grenze zum Jenseits liegen.

Die Zusammensetzung der Fernsehkonsumenten hat sich sehr verändert. Ich kenne in meinem familiären und sozialen Umkreis niemanden, der den alten Fernsehzeiten hinterher trauert. Die Gesellschaft und damit die Interessen sind einfach viel zu kleinteilig geworden, als dass sich alle vor einem oder zwei Fernsehern zum „gemeinsamen Erlebnis“ versammeln könnten.

Mein bewusstes politisches Leben begann im Osten, in unserer de facto Ein-Partei-Republik. Ein Problem der SED bestand darin, dass sie sich aus eigenem Gusto zur „führenden Kraft“ erklärt hatte und in einer sich verändernden Welt permanent dem Versuch hinterher lief sich eine wirkliche gesellschaftliche Legitimation zusammen zu basteln. Man nannte das entstehende Flickwerk eine „wissenschaftliche Weltanschauung“ und da eine logische Herleitung nicht möglich war, wurde das Volk angehalten die „wissenschaftlichen Erkenntnisse“ auswendig zu lernen. Dazu wurden Institutionen geschaffen, die sich „Schule der sozialistischen Arbeit“ und „Parteilehrjahr“ nannten.

Wer die Dinge in Frage stellte, verordete sich per definitionem außerhalb der Gesellschaft, verschwand zwar nicht mehr wie unter Stalin im Gulag, hatte aber – wie Oma Anna selig zu sagen pflegte – „voll neben den Eimer geschissen“. Wenn er / sie nicht ein sehr heller Kopf war, konnte man sich damit eine persönliche Karriere ans Knie nageln.

Seltsamerweise erinnert mich das Ganze in der Rückschau sehr stark an die gegenwärtige Klimafrage. ‚Wer nicht glaubt, ist selbst dran schuld.‘

Über das Westfernsehen erlebten wir im Westen Deutschlands ein nach außen halbwegs funktionierendes Parteien-System.

Es gab die CDU mit ihrer klar vermögens-bürgerlichen Ausrichtung, die SPD verstand sich als politische Vertretung der Arbeitnehmer, dazwischen irrlichterte die FDP mit seinem unternehmerisch-intellektuellen Klientel. Die Fronten waren – halbwegs – klar.

Der Rhythmus war vorhersehbar. Die CDU zog die wirtschaftlichen Zügel an, die Menschen liefen etwas schneller und erwirtschafteten einen Überschuss, eine Umverteilung von unten nach oben. Wurde der Überschuss in Form von steigenden Staatseinnahmen greifbar, bekam die SPD ihre Chance, um wieder einen Teil von oben nach unten zu verteilen. Die FDP versuchte sich als Regulativ zwischen den beiden Polen. Irgendwie funktionierte das System über Jahrzehnte, auch und vor allem weil die politischen Fronten klar waren.

Das Wort von den ‚Volksparteien‘ mag damals partiell gestimmt haben, heute wirkt es anachronistisch.

Wie will eine Partei die Interessen einer sehr kleinteiligen Gesellschaft vertreten, den Spagat zwischen allen gesellschaftlichen Gruppen schaffen? Schlichtweg unmöglich.

Leider wollen das die Protagonisten von CDU und SPD nicht sehen.

Jetzt nach AKK’s Rücktritt schwadronieren sie wieder davon, als „Volkspartei zu alter Stärke zurückkehren zu wollen“, sie gaukeln dem Wähler vor, dass es nur darauf ankomme „den Kampf gegen Rechts“ konsequenter zu führen, dann würde sich von allein alles richten. Ich nenne das Demagogie.

Nein Leute, „Rechts“ ist nur so stark geworden, weil die Parteien, die den Staat seit Jahrzehnten politisch praktisch usurpiert haben, also SPD und CDU, sogar gemeinsam (GroKo) programmatisch zu schwach sind, um einen Großteil der kleinteiligen Gesellschaft noch zu erreichen. Und dieses Dilemma ist auch nicht zu beheben, indem man nun wieder einmal Köpfe austauscht, AKK gegen Merz, Laschet oder „sonst wen“.

Um möglichst viele Gruppen der Gesellschaft mit ihren sehr unterschiedlichen Interessen zu erreichen, muss die Politik dem Volk folgen und nicht umgekehrt. Die Interessenvertretung muss kleinteiliger und damit spezifischer werden. Das damit auch die Plätze an den prall gefüllten politischen Fleischtöpfen begehrter und umkämpfter werden, das ist nun einmal so. Ich bin überzeugt davon, um perspektivisch als Politiker erfolgreich zu sein, zählt nur noch Leistung, gepaart mit Wissen. Die Zeit der inhaltlosen und ungebildeten ‚Schwadronierer‘ und ‚Vermuter‘ wird – hoffentlich bald – zu Ende sein.

Es würde ja auch niemand auf die hirnrissige Idee kommen, Lou van Burg als neue Serie bei Netflix ins Programm zu nehmen? Oder doch? Ich habe kein Netflix.

Euch einen spannenden Dienstag.

Alles Verantwortung oder was … ?

Es fehlt Angela Trapattoni …

Als Arbeitnehmer geht man einen Vertrag mit einem Arbeitgeber ein, verkauft seine Arbeitskraft und bekommt dafür ein Entgelt, welches typischerweise sein Überleben und die täglichen Bedürfnisse abdecken sollte.

Nimmt der Arbeitnehmer seine Tätigkeit nicht wahr, gibt es keine Kohle, es sei denn er ist ärztlich bescheinigt arbeitsunfähig oder er geniesst seinen rechtlich festgelegten Urlaub.

Das gilt für die Servicekraft, genauso wie für den Bandarbeiter, den angestellten Geschäftsführer oder meinetwegen auch den Chefarzt einer Klinik.

In der Demokratie sind die Politiker beim Bürger angestellt. Der Bürger wählt den Politiker, stellt ihn damit von produktiver Arbeit frei und entlohnt ihn dafür, dass die Stadt, der Kreis, das Land, der Bund regiert oder zumindest verwaltet wird.

Vereinfacht dargestellt wird unser Land auf Bundesebene seit der Bundestagswahl 2017 zwar rudimentär verwaltet, ansonsten beschäftigen sich die beiden Koalitionsparteien meist abwechselnd mit sich selbst.

Jüngstes Beispiel ist der Rückzug von Frau AKK vom Großteil ihrer politischen Ämter noch in diesem Jahr.

Und damit geht in der CDU der ganze Schmarrn der Kandidatensuche und -inthronisierung von vorn los. Nichts ist passiert, außer dem Erwerb von Pensionsansprüchen.

Die Meisten von Euch werden sich wahrscheinlich an die Wutrede des Fußball-Trainers Giovanni Trapattoni gegen die Spieler von Bayern München, die er de facto der Arbeitsverweigerung bezichtigte, erinnern.

Der Arbeitnehmer (Politiker) verweigert gegenüber seinem Arbeitgeber (Bürger) das Erbringen einer adäquaten Leistung. In der freien Wirtschaft gäbe es dafür keine Kohle.

Für Politiker gibt es nicht einmal eine Wutrede à la Giovanni Trapattoni, sie fallen IMMER weich.

Politik, die sich meist mit sich selbst beschäftigt ist entbehrlich. Dem Zitat von Trapattoni ist nichts hinzuzufügen.

Alles Kultur oder was … ?

Die 3., aber zum Glück nicht letzte Staffel

Vor nicht langer Zeit hat die CDU die erste politische Casting-Show in Deutschland durchgezogen. Ihr erinnert Euch, drei Kandidaten hatten sich beworben, nur ‚einer kam durch‘, wie weiland Franz von Werra.

Das Ergebnis war – wenig überraschend – nicht der großsprecherische Herr Merz, das hätte die Kanzlerin nicht ertragen, deshalb konnte man es ihr nicht zumuten. Es war nicht der körperlich große Herr Spahn mit der sonoren Stimme, der immer noch üben muss staatstragend daherzukommen. Es war die kleine, unscheinbare Frau AKK aus dem noch kleineren Saarland, eine der letzten Getreuen der ewigen Kanzlerin und schon von Natur aus keinesfalls dazu vorgesehen ihr zur Konkurrenz zu erwachsen.

Wer halbwegs analytisch denken kann, dem musste schaudern, dass die kleine Frau sich selbst im Stande sah, den Vorsitz der herunter gewirtschafteten CDU und das von vdL und Guttenberg ebenso herunter gewirtschaftete Verteidigungsressort gleichzeitig zu sanieren.

Jeder, dem nach 10 Jahren wieder einmal auffällt, dass die Wohnung eine Renovierung vertragen könnte, würde an einer Ecke anfangen und sich langsam durcharbeiten. Nicht so AKK, sie sprang quasi mit dem Holzbein fehlender politischer Erfahrung aus dem Stand 2 Meter hoch. Dabei kann man nur auf die Nase fallen. Und sie erfüllte brav die Erwartungen – sie fiel auf die Nase, wie man in Thüringen sagt, ‚bratschebreit‘ liegt sie jetzt da. Dieser kleine Seitenhieb aus Thüringen musste sein, ich kann es nicht anders machen!

Erwartungsgemäß hat die Kanzlerin sie fallengelassen, wieder einmal um sich vor allem selbst zu retten. Wer der Kanzlerin im politischen Ränkespiel noch vertraut, muss echt mit dem Klammersack gepudert sein. Aber wahrscheinlich will jeder die Erfahrung selbst machen und sich die Hörner abstoßen, so soll es sein. Ich bin sicher, die nächsten Kandidaten scharren schon sabbernd mit den Hufen, genau wie vor wenigen Tagen Thomas Kemmerich im Thüringer Landtag.

Nach der CDU hatte im vorigen Jahr auch die alte Dame SPD ihre lustige Casting-Show. Es sollte ein großer, bahnbrechender Auftritt werden, dazu reichte es nicht. So altbacken wie die SPD selbst, kam auch ihre Show daher, wie eine Mischung aus Kulenkampf und Rudi Carrell.

Es trat eine längere Reihe von SPD-Mitgliedern an, immer hübsch im Duett, die – bis auf Herrn Scholz – keine Sau kannte. Ach so, Entschuldigung, der ‚unterhaltsame‘ Herr Lauterbach, nein, nicht der Heiner, es war der Karl, war auch dabei, mit Hemd und Fliege hatte er in der hemdsärmeligen Partei keine Chance, vielleicht wäre er besser als Chippendale angetreten?

Die SPD-Casting- Show verdiente nur ein einziges Prädikat: gähnend-langweilig und so war auch das Ergebnis: Saskia Esken und Nowabo. Beide wären vielleicht in der Lage eine aufgewühlte, durcheinander schreiende Kindergartengruppe zu beruhigen, aber eine in Lethargie erstarrte Partei zu motivieren – keine Chance.

Die SPD dümpelt weiter vor sich hin, kaum jemand außer Kevin Kühnert nimmt sie noch ernst, sie hält sich an ihren Posten in der GroKo krampfhaft fest und wenn doch einmal ein etwas klügerer Satz aus dem früher ehrwürdigen Willi-Brandt-Haus nach draußen dringt, dann kommt er von Lars Klingbeil und der ist auch ohne Casting Generalsekretär geworden.

Jetzt kommt es also zur 3. Staffel des Polit-Castings in diesem unseren Land. Es wird nicht die letzte sein.

Schön wäre es, wenn es etwas unterhaltsamer würde, ich würde versuchen Heidi Klum und Dieter Bohlen, aber nur zusammen für die Moderation zu gewinnen. Dann kommt wenigstens etwas Pfeffer rein!

Ich vermute, dass sich ab heute morgen die potentiellen Kandidaten bereits warm laufen. Herr Merz wird sich schon in Stellung bringen, salbungsvoll eine ganz, ganz große und bahnbrechende Rede ankündigen, Anlauf und Absprung üben, um mit einem satten ‚Plumps‘ neben Brinkhaus auf dem Schoss der Kanzlerin zu landen. Platz genug sollte dort allemal sein. Er läuft Gefahr, dass sie ihn einfach mit der flachen Hand von dort wegwischt, wie sonst nur die Krümel ihrer Frühstückssemmel(n). Man wird sehen, unterhaltsam zumindest verspricht es auf jeden Fall zu werden.

Und, AKK sollte gelernt haben, dass ‚learning by doing‘ für eine Staatsführung zu wenig ist.

Ich wünsche Euch einen spannenden Montag.