„Und es hat Bumms gemacht …“

… und der als Tiger angekündigte Friedrich Merz landete bäuchlings als Bettvorleger vor AKK.

Unsere Parteien sind Spitzenklasse, statt sich pflichtgemäß mit dem Land zu beschäftigen, liefern sie lieber freihändige Küren, die inzwischen bestes RTL II – Format, schlichtweg Trash, erreicht haben.

Im Vorfeld des aktuellen CDU-Parteitags hatte sich die Parteivorsitzende AKK taumelnd, wie Arthur Abraham nach dem ersten Niederschlag, durch den politischen Ring bewegt. Selbst ihre politischen Gegner heuchelten, ob ihrer scheinbaren Unbeholfenheit, pures Mitleid, für ihre Lieblingsfeinde Friedrich Merz und Tilman Kuban der Startschuss um wenigstens einmal ganz, ganz vorsichtig wider den Stachel zu löcken. Ganz frech hatten sie unter dem Tisch hervorgeschaut.

Tilman Kuban hatte das Bild der CDU lautstark kritisiert, Friedrich Merz das Erscheinungsbild der GroKo und damit der CDU mit sorgenvoll gewellter Stirn als „grottenschlecht“ bezeichnet. Merz hatte für heute eine „grundlegende Rede“ angekündigt, die, die ihn nicht mehr so gut kannten, hatten daraus sogar abgeleitet, dass er es mit seinem angekündigten Widerstand ernst meinen würde.

Oma Anna selig hatte mir früher immer wieder versichert, „Hunde, die bellen, beissen nicht“, als Kind hatte ich ihr das nicht so recht geglaubt. Ich musste selbst erst Großvater werden, um die Bestätigung dafür zu bekommen. Sie hatte recht, Hunde, die bellen, beissen nicht.

Kuban, Merz, die „Werteunion“, von Röttgen ist nichts überliefert, aber auch er ist nicht für Rückgrat bekannt, alle standen sie nach der Rede von AKK auf und spendeten ihr 7 (sieben) Minuten Beifall.

In der DDR selig hätte an dieser Stelle im „Neuen Deutschland“ gestanden:

„Die Delegierten erheben sich von ihren Plätzen, langanhaltender, stürmischer Beifall“ oder meinetwegen auch umgekehrt. Aber selbst das „ND“ hätte sich geniert, mit der Stoppuhr die Zeit zu nehmen und dies auch noch zu kommunizieren.

Friedrich Merz verkündete anschließend – ungeniert und mit bewegter Stimme – seine unbedingte Loyalität zur Parteivorsitzenden.

Und es hat Bumms gemacht, der Fliegenfänger Friedrich Merz ist auch, wie an Merkel, an AKK schlicht und einfach abgetropft. Die, die seine politische Karriere über die Jahre verfolgt haben, hatten nichts anderes erwartet. Schaden hat er nicht angerichtet.

Hunde, die bellen, beissen eben nicht!

Man ist, wie man ist …

Immer wieder begegnen mir, beruflich und privat Menschen, die es als Unglück empfinden, dass sie mit ihren Kräften am Ende oder mit ihrer Lebenssituation schlichtweg überfordert sind.

Dies betrifft alle Schichten der Gesellschaft: den Mittvierziger, der im Management tätig ist und sein Leben nur noch gehetzt wahrnimmt, genauso, wie die junge Hausfrau mit einem Kind, der es unmöglich erscheint den Belastungen durch das Kind standzuhalten und die sich bitterlich beklagt, daß der Mann nur seine Arbeit sieht und sie nicht ausreichend bei der Hausarbeit unterstützt.

Dies betrifft den Menschen im Ruhestand, der sich damit überfordert fühlt alle “notwendigen” Arzttermine wahrzunehmen und genauso die Mutter, der es unmöglich ist, den Transport der Kinder zu allen schulischen und außerschulischen Aktivitäten ab zu sichern.

Es betrifft den Arbeitslosen, dem der obligatorische Gang zur Agentur oder die geforderte Bewerbung um einen neuen Job zu viel ist und die voll arbeitende Mutter mit zwei Kindern, die neben ihrer Berufstätigkeit noch begonnen hat mit dem Mann ein Haus zu bauen.

In letzter Zeit begegnen mir aber auch immer häufiger Kinder, die mir signalisieren, dass sie überfordert sind, mir begegnen Jugendliche, Abiturienten, die nach ihrem mehr oder weniger erfolgreichen Abitur zuerst eine Auszeit von mindestens einem Jahr nehmen müssen, sie nennen es Sabbatjahr, bevor sie sich in der Lage sehen sich den Widrigkeiten, des normalen Lebens zu stellen und ich begegne Studenten, die glauben die notwendigen Leistungen nur noch mit Hilfe von stimulierenden Mitteln und Psychopharmaka, etwa Ritalin, schaffen zu können.

Und all dies in einem der reichsten Länder der Welt mit einem vergleichsweise dichten und leistungsfähigen Sozialsystem.

Was ist eigentlich los in diesem unseren Vaterland?   

Was können wir daraus machen?

Beim Aufräumen sind mir jetzt alte Unterlagen in die Hand gefallen, aus der Zeit, als ich einen Bereich in einem großen ostdeutschen Pharmakonzern zu verantworten hatte, das war so in den 80ern.

Blätter aus dünnem, gelben Durchschlagpapier, mit Schreibmaschine beschrieben, die Schrift fast verblichen, von einem Aktendulli aus Pappe zusammen gehalten.

Auf dem Deckblatt: „KG-Produktion“.

Für die nicht so sehr Bewanderten.

Im Osten war in den 80ern so ziemlich alles knapp. Die Produktion von industriellen Gütern hatte ebenso wie die Produktion für den Export Vorrang vor dem, was die Menschen tagtäglich brauchten. Der terminus technicus dafür war „Konsumgüter“. Es haperte dabei an allen Ecken und Enden. Da die Leute schon anfingen zu murren, wurden kurzerhand alle Betriebe beauflagt zusätzlich „Konsumgüter“ für die Bevölkerung herzustellen.

Da es dafür keine Ressourcen gab, blieb nur ein pragmatischer Weg die Auflagen zu erfüllen.

Man stellte sich nicht die Frage: „Was brauchen die Menschen?“, sondern man sah sich das an, was man gerade hatte und formulierte die Frage um: „Was kann ich daraus mit möglichst wenig Aufwand machen?“.

Die Ergebnisse waren naturgemäß nicht selten genauso hirn- und sinnlos, wie die Fragestellung. Das war allerdings wiederum kein Problem, es reichte die Kennzahlen zu erfüllen.

Ich überlege, wie ich gerade auf dieses Thema kam – die Energiewende.

Ein Erdbeben mit anschließendem Tsunami veranlasste unsere Kanzlerin zu der einsamen Entscheidung: Wir stellen die Kernkraftwerke in Deutschland ab. Was deutsche Kernkraftwerke mit asiatischem Tsunami zu tun haben, blieb ihr Geheimnis, kaum jemand hat es hinterfragt.

Da man aber Strom braucht, damit abends die Hütte nicht kalt bleibt, mussten alternative Ideen her. So erfand unsere kreative Kanzlerin den Begriff der „erneuerbaren Energien“, wobei schon bei dieser Begriffsbildung hätte sich bei der studierten Physikerin der Magen umdrehen müssen, er tat es seltsamerweise nicht.

Windrädeln wurden alldieweil in die Gegend gesetzt, gar viele verdienten prächtig daran, die Zeche zahlte wie immer der kleine Mann. Jede auch nur halbwegs freie Stelle wurde mit Photovoltaik-Platten zugepflastert, auch daran verdiente man wieder formidabel.

Trotz heftigstem Einsatz der GRÜNEN, wollte die blöde Naturwissenschaft nicht auf Baerbock und Habeck hören. Im Netz fanden sich nicht genug „Kobolde“ und es war auch nicht per se tauglich „den Strom zu speichern“.

Guter Rat war teuer, wohin mit dem überschüssigen Strom, wenn er nicht gebraucht wird? Die Lösung war schnell gefunden, aber eben teuer. Die „Elektromobilität“ wurde ins Leben gerufen.

Warum nur erinnert mich das so an die DDR selig?

Die Dinge ähneln sich gar sehr. Es war etwas da, nämlich Strom, oft zu Zeiten, in denen er nicht gebraucht wird und man stand ratlos davor und fragte sich: „Was machen wir damit?“

Richtig, man baut Elektroautos, zwar technisch nicht ausgereift und keineswegs alltagstauglich, aber das lässt sich übertünchen indem man ein glaubensmäßiges Mäntelchen darum hängt – das wiederum nennt man schlicht und einfach Klimaschutz.

So schließt sich der Kreis. Das eine muss man den Leuten lassen, Phantasie haben sie.

Resterampe …

Ich bin am Aufräumen meines Berufslebens.

Über Jahrzehnte habe ich eine Unmenge an Dingen zusammengetragen, aus Stolz über Erreichtes, in der Erwartung sie noch einmal zu brauchen, vielleicht war es aber auch die Hoffnung, dass Dinge, die ich getan und als fruchtbar wichtig erachtet hatte, irgendwann einmal die ihnen „zustehende Wertigkeit“ außerhalb meines persönlichen Horizonts erlangen würden.

Es hat lange, sehr lange gedauert, bis ich begriffen habe, dass die Zeit dafür „durch“ ist. Kein Mensch interessiert sich noch für Dinge, die evebtuell vor 30 oder 40 Jahren wichtig gewesen wären, die sich aber nie realisiert haben.

Also, warum sollte ich die Berge von – inzwischen vergilbtem – Papier und die Eimer voll Daten, z.T. in Formaten, die man kaum noch geöffnet bekommt, aufheben? Meine ersten wissenschaftlichen Daten liegen auf 5.25″ Floppy-Disketten. Das dazu notwendige Laufwerk hat schon lange das Zeitliche gesegnet, unklar ist, ob der iMac überhaupt noch weiss, was das ist.

Die wichtigen Dinge habe ich im Kopf und die unwichtigen Dinge sind sowieso unwichtig, also können sie weg.

Unter anderem ist mir ein Stapel prachtvoller, meist roter Mappen mit farbigen Bändchen in die Hände gefallen, sie lagen ganz unten im Schrank. Darin Urkunden, zu ‚irgendwelchen‘ Auszeichnungen, die sich so im Laufe meines langen Berufslebens angesammelt haben. Als junger Mensch war ich fruchtbar stolz über jede Urkunde, aber wen interessiert es heute noch, ob ich vor Jahrzehnten diese oder jene höhere oder hohe wissenschaftliche Auszeichnung bekommen habe? Niemanden. Die dazu gehörigen Orden und Plaketten liegen irgendwo, ich habe sie noch nicht gefunden, glaube mich aber zu erinnern, dass ich sie – wenig standesgemäß – in einer wattierten Tüte gesammelt hatte. Wahrscheinlich wollte ich Kratzer auf dem glänzenden Lack oder Email vermeiden, heute weiss ich nicht einmal mehr, wie sie aussehen?

Ich bin mir sicher, ich werde sie, falls ich sie finde, nicht wegwerfen, einen kleinen Rest von Eitelkeit habe ich mir noch erhalten, auch wenn die Dinge nur noch für mich einen ideellen Wert haben. Resterampe eben …

„Der Grund für die brutale Attacke ist noch völlig unklar – offenbar schlug der Täter ohne jeden Grund zu…“

Ich frage mich, welchen Grund kann es – außer in Notwehr – überhaupt geben, um auf einen anderen Menschen einzuschlagen, mir fällt keiner ein.

Diesen Hinweis, neuerdings nach jeder Gewaltattacke in den Medien zu lesen, betrachte ich als eine völlig unzulässige Relativierung der Taten. Warum werden solche Taten gegen „Leib und Leben“ nicht genauso öffentlich geahndet und die Täter stigmatisiert, wie etwa „Hassrede im Netz“? Ich habe jedenfalls bei Berichten über angenommene oder tatsächliche Hassrede noch nie die Formulierung gehört:

„Der Grund für die verbale Attacke ist noch völlig unklar – offenbar schlug der Täter ohne jeden Grund verbal zu.“

Empathielos …

Und wieder trampeln schwer bewaffnete Polizisten empathielos durch die kulturelle Besonderheit einer seit langer Zeit amtsbekannten Clanfamilie. Möglicherweise hat man die Menschen sogar noch aus ihrer wohlverdienten Nachtruhe gerissen?

Dafür zahlen wir doch gern unsere Steuern und Beiträge und lassen uns bis zum letzten Cent ausflöhen.

Ich frage mich, wieso solche Leute überhaupt so lange ihr Unwesen zu Lasten der Allgemeinheit treiben können? Wer drückt da beide Auge zu bis es gar nicht mehr geht? Jeder normal jeden Tag Arbeitende wäre längst aufgeflogen. Ich behaupte, das kann nur solange gut gehen, wenn die Behörden nicht so genau hinsehen.

Auffällig, dass es immer wieder NRW ist, dessen „Zufallslandesvater“ Laschet inzwischen von unseren unabhängigen Medien unisono als Kanzlerkandidat hochgeschrieben wird.

Also Leute, zeigt Empathie gegenüber solchen Leuten wie den Goman’s, wählt CDU-Laschet und freut Euch auf NRW-Verhältnisse in ganz Deutschland

Es läuft mir eiskalt den Rücken herunter …

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes den ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik hat eine Dokumentation zusammengestellt, die nun auch unter dem bezeichnenden Titel von 11.2019 bis 11.2020 für die Thüringer und Hessen als Wanderausstellung in Treffurt zu besuchen sein wird.

Die Ausstellung ist im Bürgerhaus Treffurt, Puschkinstraße 3, Montag bis Freitag ab 10.00 Uhr zu besuchen.

Der Titel der Ausstellung:

„Feind ist, wer anders denkt“

Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen die Ausstellung sehen und verstehen.

Als bekennender Klima-„Skeptiker“ – ich nenne es selbst Realist- habe ich so langsam das Gefühl in bestimmten Kreisen schon wieder als „Feind“ gesehen zu werden, Feind ist eben, wer anders denkt.