Was können wir daraus machen?

Beim Aufräumen sind mir jetzt alte Unterlagen in die Hand gefallen, aus der Zeit, als ich einen Bereich in einem großen ostdeutschen Pharmakonzern zu verantworten hatte, das war so in den 80ern.

Blätter aus dünnem, gelben Durchschlagpapier, mit Schreibmaschine beschrieben, die Schrift fast verblichen, von einem Aktendulli aus Pappe zusammen gehalten.

Auf dem Deckblatt: „KG-Produktion“.

Für die nicht so sehr Bewanderten.

Im Osten war in den 80ern so ziemlich alles knapp. Die Produktion von industriellen Gütern hatte ebenso wie die Produktion für den Export Vorrang vor dem, was die Menschen tagtäglich brauchten. Der terminus technicus dafür war „Konsumgüter“. Es haperte dabei an allen Ecken und Enden. Da die Leute schon anfingen zu murren, wurden kurzerhand alle Betriebe beauflagt zusätzlich „Konsumgüter“ für die Bevölkerung herzustellen.

Da es dafür keine Ressourcen gab, blieb nur ein pragmatischer Weg die Auflagen zu erfüllen.

Man stellte sich nicht die Frage: „Was brauchen die Menschen?“, sondern man sah sich das an, was man gerade hatte und formulierte die Frage um: „Was kann ich daraus mit möglichst wenig Aufwand machen?“.

Die Ergebnisse waren naturgemäß nicht selten genauso hirn- und sinnlos, wie die Fragestellung. Das war allerdings wiederum kein Problem, es reichte die Kennzahlen zu erfüllen.

Ich überlege, wie ich gerade auf dieses Thema kam – die Energiewende.

Ein Erdbeben mit anschließendem Tsunami veranlasste unsere Kanzlerin zu der einsamen Entscheidung: Wir stellen die Kernkraftwerke in Deutschland ab. Was deutsche Kernkraftwerke mit asiatischem Tsunami zu tun haben, blieb ihr Geheimnis, kaum jemand hat es hinterfragt.

Da man aber Strom braucht, damit abends die Hütte nicht kalt bleibt, mussten alternative Ideen her. So erfand unsere kreative Kanzlerin den Begriff der „erneuerbaren Energien“, wobei schon bei dieser Begriffsbildung hätte sich bei der studierten Physikerin der Magen umdrehen müssen, er tat es seltsamerweise nicht.

Windrädeln wurden alldieweil in die Gegend gesetzt, gar viele verdienten prächtig daran, die Zeche zahlte wie immer der kleine Mann. Jede auch nur halbwegs freie Stelle wurde mit Photovoltaik-Platten zugepflastert, auch daran verdiente man wieder formidabel.

Trotz heftigstem Einsatz der GRÜNEN, wollte die blöde Naturwissenschaft nicht auf Baerbock und Habeck hören. Im Netz fanden sich nicht genug „Kobolde“ und es war auch nicht per se tauglich „den Strom zu speichern“.

Guter Rat war teuer, wohin mit dem überschüssigen Strom, wenn er nicht gebraucht wird? Die Lösung war schnell gefunden, aber eben teuer. Die „Elektromobilität“ wurde ins Leben gerufen.

Warum nur erinnert mich das so an die DDR selig?

Die Dinge ähneln sich gar sehr. Es war etwas da, nämlich Strom, oft zu Zeiten, in denen er nicht gebraucht wird und man stand ratlos davor und fragte sich: „Was machen wir damit?“

Richtig, man baut Elektroautos, zwar technisch nicht ausgereift und keineswegs alltagstauglich, aber das lässt sich übertünchen indem man ein glaubensmäßiges Mäntelchen darum hängt – das wiederum nennt man schlicht und einfach Klimaschutz.

So schließt sich der Kreis. Das eine muss man den Leuten lassen, Phantasie haben sie.

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