Was kann ich tun … ?

Junge Leute in Zeiten von Corona

Bisher wurde ja immer kolportiert, dass junge Leute Corona nicht fürchten müssten. In den letzten Tagen gab es Informationen zu einigen, zum Glück wenigen Todesfällen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Schon bekomme ich Anfragen, was man tun könne.

Mein Rat:

a) Achtet darauf, dass ihr nicht mit Viren überschwemmt werdet. Also, eine niedrige Viruslast am Anfang erscheint mir für den Verlauf unproblematischer, als eine von Anfang an hohe Belastung. Ist die Viruslast am Anfang niedrig, hat das Immunsystem wahrscheinlich mehr Zeit sich darauf einzustellen und erste Antikörper zu bilden. Antikörper entstehen nicht ad hoc, die brauchen etwas Zeit. Also, Distanz halten!

b) Andere, banale Infekte vermeiden. Ich kann mir theoretisch vorstellen, dass eine durch einen anderen, sonst banalen Infekt der Atemwege schon lädierte Schleimhaut durch den Virus effektiver anzugreifen ist. Also, Infekte vermeiden. Oma Anna selig pflegte früher zu sagen: „Kind, zieh ein Hemd an, sonst wirst du krank!“ Und welcher junge Mensch weiss denn heute aus eigener Erfahrung noch was „ein Hemd“ ist?

c) Sport kann der Erhaltung der Gesundheit dienen, keine Frage. Zu viel Sport allerdings kann bei einem x-beliebigen Infektgeschehen, selbst beim banalsten Infekt, tödlich sein. So auch bei Corona! Zumal wir ja gelernt haben, dass von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome mehrere Tage vergehen können. Wenn ich mich gerade in dieser Inkubationszeit starken Belastungen unterziehe, kann dies ggf. ein Organversagen provozieren. Wenn überhaupt Sport, dann moderater Ausdauersport, Frequenzen nicht über 130 Schläge pro Minute und Vermeidung von Übungen, die durch Bauchpresse den Druck im Brustkorb erhöhen, wie etwa beim Heben schwererer Lasten. Beim Fahrradfahren bei den aktuellen Temperaturen ist ein Mundschutz vernünftig, nicht wegen der Viren, sondern wegen der möglichen Schleimhautreizung.Also, Sport zum Wohlfühlen ist in Ordnung, Sport unter einem Leistungsaspekt für die Zeit deutlich reduzieren, besser ganz vermeiden! Denn tot zu sein ist letztendlich unangenehmer, als 1 cm mehr Bauchfett.

d) Vernünftig ist es alles zu vermeiden, was den Körper sonst noch belastet: Rauchen, Alkohol, Drogen aller Art, Koksen ruiniert die Nasenschleimhäute, Kiffen die Schleimhäute der oberen Atemwege. Medikamente, die nicht unbedingt notwendig sind. solltet ihr meiden. Ist der Körper infiziert, braucht er seine Energie zur Abwehr des Virus. Wenn ich ihn dann noch mit anderen Dingen belaste, kommt er an die Grenzen seiner Kompensationsmöglichkeiten und der Virus triumphiert.

e) Ansonsten müsste ich noch raten: Vermeidet allen längeren seelischen Belastungen, aber wie soll das in dieser Zeit gehen?

Mehr fällt mir „aus der Lameng“ nicht ein. Wer noch Ideen hat, kann gern ergänzen, ich würde mich freuen.

*

Aber letztendlich, ist – trotz unserer Vorsicht – alles irgendwie vergänglich.

Der Baumstamm hatte vor rund 8 Jahren einen Durchmesser von ungefähr 80 Zentimetern ….

15 Kommentare zu „Was kann ich tun … ?

  1. Vielleicht könnte man noch ergänzen, sich gut zu ernähren. Also ausgewogen, viel frisches Gemüse und auch Obst. Viel Wasser und Kräutertees trinken. Frische Luft, also ruhig einen Spaziergang machen.
    Eigentich die Dinge, die einem sowieso geraten werden, um das Immunsystem zu stärken.

    Ansonsten vielen Dank für die Erklärungen. Was den Sport angeht, da war ich mir nämlich selbst auch nicht so sicher.

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  2. Du: „Denn tot zu sein ist letztendlich unangenehmer, als 1 cm mehr Bauchfett. “ – Darf ich den 1 cm noch ein wenig erweitern bzw. vergrößern?
    Ich hatte schon an einem 4-Wochen-Kurs „Bauch weg“ teilgenommen und mir schon für ein richtiges Fitnessstudio einen Probetermin besorgt – aber nun ist erst mal alles auf Eis gelegt und ich kann die Summe der cm noch vergrößern.
    Schönen Tag für dich!

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    1. Alles „Geschmacksache“. Es gibt auf dieser Welt Kulturen, da „nudeln“ praktisch die Männer ihre Frauen, damit sie recht fett werden. Die willst Du doch nicht etwa rassistisch diskriminieren?😂

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      1. Nein, DIEEEEEEEEEEE nicht, aber gucke dich doch mal bei den schwergewichtigen jungen Mädchen um, die dann als erste immer bauchfrei rumlaufen. Oder mit Miniminiminirock, als wenn sie zu Haus keinen Spiegel hätten. So, ich darf auch mal bissig sein!!!!!!

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  3. Zitat:
    „Vernünftig ist es alles zu vermeiden, was den Körper sonst noch belastet: Rauchen, Alkohol, Drogen aller Art, Koksen ruiniert die Nasenschleimhäute, Kiffen die Schleimhäute der oberen Atemwege. Medikamente, die nicht unbedingt notwendig sind. solltet ihr meiden. “

    Ob Übergeben unter diesem Gesichtspunkt allzu schädlich ist für die Rachenschleimhäute etc.? … Mein Eindruck ist, dass es die Schleimhäute eigentlich kaum/nicht reizt und schädigt, solange man sich nicht gerade ständig oder täglich erbricht.

    Ob man cortisonhaltige Nasensprays verwenden sollte? Oder wäre es besser, die vorübergehend auszusetzen?

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    1. Cortisonhaltige Nasensprays im Dauergebrauch schädigen lokal ohne Zweifel die Schleimhäute.
      Erbrechen? Was ist der Hintergrund der Frage? Gehäuftes Erbrechen ist ja immer pathologisch oder reden wir von gewolltem Erbrechen?

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      1. Eigentlich hatte ich hierauf bereits geantwortet, aber die Antwort ist wohl verlorengegangen, daher ein 2. Versuch:

        Schädigen kortisonhaltige Nasensprays die Nasenschleimhäute auch, wenn sie nur temporär eingenommen werden?
        Meines Wissens nach ist das eigentlich nicht der Fall.

        Bzgl. des Erbrechens interessiert mich einfach, ob dadurch die Schleimhäute im Mund-Rachen-Bereich derart in Mitleidenschaft gezogen werden im Regelfall, dass man dadurch vorübergehend anfälliger für eine Infektion wird.

        An sich ist die Frage unabhängig davon, ob das Erbrechen nun absichtlich herbeigeführt wird oder infolge einer körperlichen Erkrankung ausgelöst wird.
        Deshalb verstehe ich die Nachfrage nicht ganz. Aber wir können es ja der Einfachheit halber auf absichtliches Erbrechen begrenzen.

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      2. Wir brauchen eigentlich gar nicht feilschen. Es ist ganz einfach auf den Punkt zu bringen: Es gibt aktuell keine Methode das Immunsystem gezielt zu „stärken“, unabhängig davon was so in den Medien behauptet und beworben wird. Also gilt es alles zu vermeiden, was es „nutzlos“ schwächen könnte. Einmalig cortisonhaltige Nasentropfen, meinetwegen bei überschießendem Heuschnupfen, mag in Ordnung sein, Deine Frage zielt aber unausgesprochen schon auf Dauergebrauch. Und selbstinduziertes Erbrechen gehört keinesfalls zu den physiologischen Funktionen des Körpers.

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      3. Wir reden glaube ich etwas aneinander vorbei und natürlich ist eine möglichst gesunde Lebensweise am besten, wenngleich auch das kein Schutz vor einer Infektion ist. Ich schlage vor, wir lassen das so stehen.

        Ihnen einen schönen Sonntag.

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