Alles Wachstum oder … ?

Tomaten, Tomaten und nochmals Tomaten …

Ich liebe es im Garten Wachstum zu erleben.

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Die Forderung nach permanentem Wachstum der Wirtschaft im Rahmen der Globalisierung dagegen, bereitet mir Unbehagen. Wie gefährlich Wachstum und Globalisierung sein können, zeigt uns die Corona-Krise.

Vor einiger Zeit wurde ich heftigst kritisiert, weil ich bei einer größeren Veranstaltung auf der Bühne in der Diskussion – zugegeben – etwas flapsig fragte: „Wohin soll es denn eigentlich noch wachsen?“

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Also, ich liebe es in der Natur und im Garten Wachstum zu erleben, gern wühle ich im Dreck und freue mich im Frühjahr über jede aufbrechende Knospe, über jede neue Blüte, über jeden aufgehenden Samen, jedes selbst gezogene Pflänzchen.

Eine meiner Spinnereien sind Tomaten.

Richtige Tomaten sind diese wunderbaren Geschöpfe der Natur, die außer der Form fast nichts gemein haben mit den Dingen, die im Supermarkt als solche verkauft werden.

Jedes Jahr besorge ich mir neue Samen, ziehe sie vor, pflege die Pflänzchen über Wochen, bevor ich sie dann Mitte Mai nach den ‚Eisheiligen‘ ins Freie, in ihre Freiheit entlasse.

Tomaten selbst zu ziehen ist in unseren Breiten nicht so einfach, wenn man ursprüngliche und nicht manipulierte Sorten haben will. Viele Sorten sind ausgesprochen anfällig gegen Krankheiten und Schädlinge.

Es macht etwas Mühe, aber es lohnt sich durchaus hier „global“ zu denken, denn Sorten ,die meinetwegen in Sibirien oder in Canada wachsen, sollten auch für unsere klimatischen Bedingungen taugen. Und das tun sie.

Meine ersten Keimlinge 2020 stehen schon „wie ein 1“ und damit beginnt die eigentliche Arbeit.

Also, pfeift auf Corona, lebt, frei nach Dragoslav Stepanović „Lebbe geht weider“. Schließlich will ich Euch meine „besonderen Tomaten“ in rot, weiss und schwarz im Sommer vorführen.

8 Kommentare zu „Alles Wachstum oder … ?

  1. Hallo Rainer, deine Tomatenleidenschaft ist ja fast ansteckend – auf jeden Fall eine bessere Infizierung als mit dem dämlichen „Dingsbums“. Schwarze habe ich ja schon gesehen, unreife grüne auch, saftige rote natürlich, ist ja klar – aber weiße??? Da bin ich aber gespannt. Aber versprochen: Nicht mit dem Fotoprogramm entfärbt!!!!
    Gruß von mir

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  2. Hallo lieber Rainer,

    schönes Hobby.

    Ich sauge auch alles auf, was sich jetzt in der Natur so tut. Entdecke jedes Pflänzchen, erfreue mich an frischem Grün und jeder noch so kleinen Blüte. Die Natur ist ein Wunder!

    Was man aus der Natur so macht, ist schon gruselig. Bananen müssen eine bestimmte Krümmung vorweisen, Gurken eine bestimmte Form, Obst darf kein Schorf aufweisen, Wurzeln / Karotten haben sich auch in diese Norm zu pressen und so ergeht es auch den Tomaten.

    Ich finde es immer wieder großartig, wenn Menschen sich diesem Thema widmen und die alten und ursprünglichen Sorten und Formen erhalten – auch so etwas ist doch vom Aussterben bedroht, oder?

    Es gibt so viele alte Tomatensorten! Vor ein paar Jahren stand mal jemand auf einem Hof und bot viele dieser alten Tomatensorten zum Verkauf an. Ob er das durfte, weiß ich nicht. Er tat es trotzdem und erzählte, dass er diese Sorten zu erhalten versucht.

    Viel Erfolg mit Deinen Tomaten, lieber Rainer – und sie schmecken dazu meisten auch noch viel besser, als das, was man im Supermarkt zu kaufen bekommt.

    Kennt eigentlich noch jemand die kanarischen Tomaten, die man früher auch noch bei uns kaufen konnte? Die gibt es hier übrigens nicht mehr. Die hatten auch noch einen richtigen Tomatengeschmack.

    Liebe Grüße,
    das Licht

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    1. Danke für Deine liebe Replik, allein der Duft richtiger Tomaten. Formidabel. Habe gerade nachgesehen, Samen Kanarischer Sorten gibt es scheinbar gerade nicht. Ich behalte es für das nächste Jahr im Auge. Lg. R-

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  3. Jetzt würde ich auch gerne einen Tomatenbaum direkt neben die Terrasse stellen. Aber momentan sind die Läden zu. Die holländischen Wasserdinger mag ich nicht und der Süden ist suspekt. Vielleicht kann ich bei Dir original TT (Thüringer Tomaten) bestellen und einfliegen lassen. Mit (Tomaten)markigen Grüßen (oh jeh, morgen klingelt in Bad Kleinen der Verfassungsschutz..)! J.

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  4. Das ist echt freundlich. Aber nicht gegenüber den armen Pflanzen.. Ich bin doch aus der Großstadt und habe keine Ahnung von Ackerbau und Viehzucht..☺️☺️

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