Von Lautsprechern und Leisetretern

„Ich bin optimistisch.“ – Aber wo ist er denn?

Die letzte Erklärung von MP Ramelow hier in Thüringen ist schon einige Tage alt. Sie endet damit, dass „er seine Haltung zu Corona geändert habe“ und trotzdem er sich in seiner Einschätzung der Situation geirrt hat, „sei er optimistisch“.

Jeder hat ja seine persönliche Präferenzen was den Umgang mit anderen betrifft. Ich zumindest mag keine typischen „Lautsprecher“, etwa so wie Markus Söder. Ich würde ihn wahrscheinlich ob seiner Art nicht zu meinem Geburtstag einladen, aber seinen Job als MP in Corona-Zeiten macht er gut. Chapeau!

Ich mag aber auch die ewigen Zauderer und Zögerer, die „Leisetreter“, nicht. Mein Motto: „Wenn eine Entscheidung ansteht, muss sie getroffen werden.“ Ob sie notfalls später korrigiert werden muss, steht auf einem ganz anderen Blatt. Aber auf jeden Fall, lieber einmal eine nicht optimale Entscheidung treffen, als gar keine.

In Thüringen macht sich allerorten Unmut breit, weil das Mosaik der Entscheidungen für niemand mehr zu verstehen ist. Für viele ähnelt die Situation eher einem Wimmelbild, als einer klaren Vorgabe.

Die Grünen bestimmen in dieser Woche wohlgemut ihren Fraktionsvorsitz im Landtag neu und schwadronieren von den Vorzügen der Energiewende. Herr Tiefensee (SPD) hat ‚alles in Arbeit‘, aber offenbar nichts fertig. Eine Eigenschaft, die ihm selbst von Parteifreunden seit seinen Zeiten als Bundesminister angelastet wird. Die LINKE findet derzeit medial in den Thüringer Medien, entgegen den Monaten bis zur MP-Wahl, nicht statt und in der CDU hat das öffentliche Hauen und Stechen zwischen Hirte und Walk um den vakanten Posten des CDU-Chefs für Thüringen begonnen.

Und der MP a.D. Kemmerich, FDP, lässt verkünden, dass er sich jetzt wieder mehr seiner Tätigkeit als Unternehmer widmen werde. Das ist vernünftig, DAS kann er.

Leute, reisst Euch zusammen. Ihr habt Euch jetzt monatelang nur um Euch gekümmert, wir bezahlen Euch allerdings für’s Regieren.

„Optimistisch zu sein“, reicht nicht aus, es muss gehandelt werden. Es bedarf klarer Entscheidungen, die auch morgen noch verbindlich sind und bitte, beruft nicht erst noch diese und jene Arbeitsgruppe ein. Lasst die Thüringer nicht hängen, damit sie es nicht bereuen, dieser Regierung ihre Stimme gegeben zu haben.

Und, dazu gehört in einer solch dramatischen Situation auch die klare mediale Präsenz der Landesregierung, v.a. des MP.

Ein Kommentar zu „Von Lautsprechern und Leisetretern

  1. Du: „Ich würde ihn wahrscheinlich ob seiner Art nicht zu meinem Geburtstag einladen, …“ – Ob er käme, wo du doch keine Rolex am Handgelenk hast, sondern nur eine ausgeleierte Citizen??? Dein Runder, der immer mit vielen Leuten gefeiert wird, ist doch schon vorbei.
    Vielleicht hat Herr Ramelow selbst Corona und kann deswegen nicht präsent sein?
    Gut’s Nächtle, Herr Hartwich

    Gefällt 1 Person

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