Alles Vorrat oder was … ?

Da simmer dabei …

Ich überlege, ob ich durch DDR-Erfahrung gestählt, ein Beratungsunternehmen für Hamsterkäufe gründen sollte? Es könnte sich lohnen.

In den 80ern gab es im Osten Deutschlands wenig bis sehr wenig zu kaufen. Das was es gab, brauchte man in der Regel gerade nicht, das was man brauchte, gab es in der Regel nicht.

Wie konnte man sich helfen?

Man kaufte das, was es gerade gab und da man es nicht brauchte, lagerte man es ein, um es zu nutzen, wenn man es denn irgendwann einmal brauchte oder man hatte damit Tauschware zur Hand, um das einzutauschen, was man gerade brauchte, aber nicht bekam.

Damals gab es den Ausdruck noch nicht, heute würde man es Prepper nennen.

Heute schlagen die Prepper wieder zu.

Wurden vor wenigen Wochen die Prepper durch die Medien noch in der Nähe der ‚Identitären‘ verortet, als ziemlich weit „rechts“, liest man heute allerorten Empfehlungen sich doch zu Hause Vorräte „für schlechte Zeiten“, etwa eine mögliche Quarantäne wegen Corona, anzulegen. So ändern sich die Zeiten.

Preisgünstige Kühlgeräte, sonst eher Ladenhüter, haben Hochkonjuktur. Schwerlasteregale für den Keller sollten auch gut gehen.

Supermärkte melden Rekordumsätze. Sonst kauft keine Sau Konservendosen, heute im EDEKA gab es so gut wie keinen Einkaufswagen ohne selbige. Große Gebinde mit billigstem Wasser in Einwegflaschen verstopfen die Bänder. Die Suppendosen werden nicht mehr in die Regale geräumt sondern gleich auf der Palette direkt im Gang aufgestellt. Kaum ein Wagen kommt ohne große Packungen mit Nudeln und Reis aus.

Eine ältere Dame vor mir hat allein zwei 6er Gebinde Wasser die Flasche à 1,5 Liter, die sie schwerfällig bugsiert. Über meine Frage, ob sie eine größere Wäsche plane, kann sie seltsamerweise nicht lachen. Ihren Blick möchte ich nicht übersetzen, zum Glück sagt sie nichts.

Was wir daraus lernen können? Nichts ist so schlimm, als dass nicht doch jemand daraus Kapital schlagen könnte.

Deutschland schlägt eben zu!

8 Kommentare zu „Alles Vorrat oder was … ?

  1. Ich bin schon viel länger prepper. Und ich brauche keine dummen Sprüche regierungsseits. Die promoten ja geradezu Hamsterkäufe. Spahn & Co lade ich mit Sicherheit nicht dazu ein, meine sorgsam gehüteten (Wein) Vorräte zu besichtigen. Und zum Verkosten schon ‚mal gar nicht☺️☺️☺️

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      1. Trier und Lößnitz sind noch kennenzulernen. Aus fem Rheingauer Rieslingland bin ich weggezogen und selbst mein Lebenselixier, der Ebbelwoi, ist jetzt Vergangenheit.. Nur noch Restbestände..☺️

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  2. ich erinnere mich an eine andere Panik, hier in Griechenland, weiß nicht mehr, worum es ging. Ich glaub, Chernobil. Jedenfalls kauften damals auch alte Mütterchen Nounou in Massen, so dass es bald keines mehr gab – ich fragte eine, ob sie die nicht lieber den Müttern mit Kleinkindern überlassen wolle. Der Blick war in etwa der beschriebene.

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  3. Und was, wenn die Vorräte aufgebraucht sind? In einer heutigen Wohnung ist wenig Raum für Vorräte.. Und gerade deshalb hilft Panikmache nicht viel weiter. Momentan aber auch Verniedlichung nichts. Einfach sachgerecht aufklären um was es geht und wie man sich vielleicht schützen kann. Wäre doch auch nicht schlecht..

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  4. Ein Wort habe ich bei meiner Mutter gehasst wie die Pest. Sie kam aus der Stadt und sagte: „Das oder das habe ich ERWISCHT!“ Anfangs habe ich versucht, sie zu beeinflussen, dass sie das doch „GEKAUFT“ hat, aber da ich schon ewig in Berlin gewohnt habe, konnte ich vielleicht nicht mehr richtig einschätzen, dass man auch Klopapier hamstern musste. 🙂 😉

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