Das Jahr geht zu Ende …

Silvester ist für mich ein seltsamer Tag, nicht Fisch und nicht Fleisch.

Die Welt übertrifft sich gegenseitig in guten, vulgo meist vergifteten Wünschen, am ehrlichsten sind die Meisten wohl noch zu denen, die ihnen nicht zu nahe stehen.

Also, ich wünsche Euch allen, die ihr das lest, dass Ihr in 2020 das erreichen mögt, was Ihr euch wünscht – und gut is‘.

Ich habe überlegt, was kann ich mir für 20202 vornehmen?

Materiell? Ich brauche nichts (mehr), außer hier und da etwas „Verbrauchsmaterial“.

Ich nehme mir vor, mich gedanklich „hie und da“ von den Problemen dieser Welt zu verabschieden!

Warum soll ich mir weiter Gedanken machen und meine Lebenszeit verschwenden zu Dingen, die ich weder beeinflussen kann, noch erleben werde? Es ist Zeit auch ideell die Verantwortung an die folgenden Generationen abzugeben.

Viele kleinere und größere intellektuelle Gefechte habe ich ausgefochten, bewirkt habe ich damit wohl nichts, auch wenn es lediglich mein Anspruch war, dass die „Gegenseiten“ nur noch einmal nachdenken sollten.

Leonard Cohen, der leider den Löffel auch abgegeben hat, brachte es so auf den Punkt:

„There is a war between the ones who say there is a war/And the ones who say there isn’t“.

Also muss alles seinen Weg gehen, wir werden sehen, oder auch nicht mehr, wohin es führt?

Im zu Ende gehenden Jahr habe ich noch voll gearbeitet, die Gesellschaft hat es mir nicht gedankt, so dass es legitim ist mich hier und dort zurück zu ziehen, aus dem bezahlten und dem unbezahlten Teil.

Zufällig sind mir jetzt einige Dinge von Gotthold Ephraim Lessing untergekommen, ich konnte bisher nie viel mit ihm anfangen, aber weise war er wohl:

Der Geist des Salomo

Ein ehrlicher Greis trug des Tages Last und Hitze, sein Feld mit eigner Hand zu pflügen, und mit eigner Hand den reinen Samen in den lockern Schoß der willigen Erde zu streuen.
Auf einmal stand unter dem breiten Schatten einer Linde, eine göttliche Erscheinung vor ihm da! Der Greis stutzte.
„Ich bin Salomo“, sagte mit vertraulicher Stimme das Phantom. „Was machst du hier, Alter?“
„Wenn du Salomo bist“, versetzte der Alte, „wie kannst du fragen? Du schicktest mich in meiner Jugend zu der Ameise; ich sah ihren Wandel, und lernte von ihr fleißig sein, und sammeln. Was ich da lernte, das tue ich noch.“
„Du hast deine Lektion nur halb gelernt“, versetzte der Geist. „Geh noch einmal hin zur Ameise, und lerne nun auch von ihr in dem Winter deiner Jahre ruhen, und des Gesammelten genießen.“

Also Leute, Euch allen einen Guten Rutsch und denkt daran, selbst der teuerste Champus ist auch nur mit Wasser verdünnter Alkohol!

2 Kommentare zu „Das Jahr geht zu Ende …

  1. Bis 20202 dürfen wir die Früchte unserer Arbeit genießen. Und das ist gut so. Lass den Vertipper bloss stehen, der war ein Wink von Oben oder irgendwoher.. Geniesse den Jahreswechsel! Und ernstgemeint: Alles Gute, und falls doch noch irgendwas fehlen sollte: Hol es Dir!

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