Der besondere Ort … Schloss Hohenhaus

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Ein alter Park in Osthessen, darin auf einem kleinen, kaum wahrnehmbaren Hügel neben dem Parkteich, auf dem sich die Seerosen entfalten und das Schilf blüht, eine gewaltige Rotbuche.

Sie drängt sich meinem Blick magisch auf, ich fühle mich von ihr an- und zu ihr hingezogen.

Mit geschätzt 15 Meter Durchmesser ihrer dunkelroten Krone überdeckt sie eine große Rasenfläche und bietet dem Besucher ihren Schutz an. Die langen Äste neigen sich am Rand nach unten, lassen stellenweise lediglich noch einen Meter Platz bis zum Gras. An einer Seite, ein Zugang, wie zu einem Iglu, nur nicht weiss, sondern dunkelrot.

Eine weiße Bank, bei keinem meiner zahlreichen Besuche hier versäume ich es mich dort niederzulassen, mehr oder weniger lange, abhängig von meinem jeweiligen Gemütszustand.

So auch heute. Im Ausklang der Woche bin ich ausgelaugt, gehetzt, möchte ewig dort sitzen bleiben.

Unter der geschlossenen Glocke des alten Baumes habe ich das Gefühl einer anderen Welt, fühle mich wohl, beschützt, gut aufgehoben, angenommen, akzeptiert, ich bin ich. Zumindest kann ich es sein, wenn ich will, heute will ich es.

Ich möchte das Wörtchen „Danke“ irgendwo hinterlassen, meine preussische Seele verbietet mir es einfach in die Rinde zu schnitzen.

Dann eben so, Danke!

Vielleicht gibt es ja auch hier unter der Buche Internet, wer weiss das schon? Ich bin mir sicher, irgendwie kommt es an.

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