In eigener Sache …

Es fällt mir ehrlich schwer …

… ob der allgemeinen Corona-Panik die Contenance zu wahren.

Wenn der heutige Tag, 12. März 2020, vorüber sein wird, werden weltweit wieder rund 15 000 Kinder an Unterernährung verstorben sein. Über die Ursachen will ich hier nicht diskutieren, die sind vielgestaltig und keinesfalls – wie oft dargestellt – so schön eindimensional. Fakt ist: es werden rund 15 000 Kinder weniger sein, da sie keine Chance hatten sich wenigstens lebenserhaltend zu ernähren.

Gestern hatte ich eine Vielzahl von Gesprächen, Patienten, Bekannte und Verwandte aber auch Kollegen und -innen. Ich habe das Gefühl, viele drehen, „angefixt“ durch die Panikmache der Medien, völlig frei …. wegen Corona. Darunter selbst ärztliche Kollegen und gestandene Pflegefachkräfte.

Es ist „zum Mäusemelken“, wie die Angst selbst bei Erfahrenen alle Sicherungen durchbrennen lässt und wie rasch die Irrationalität Oberhand gewinnt.

Nochmals einige wenige Sätze:

Ja, Corona ist ein Virus, relativ neu und in seinem Verhalten nicht unbedingt typisch, so jedenfalls unsere bisherigen Erfahrunge.

Ja, Corona wird sich weltweit ausbreiten, unabhängig davon, was wir tun und weil er nach menschlicher Denke ein relativ „schlauer“ Virus ist.

Jeder Virus braucht zum Überleben einen Wirt, in dem Fall einen Menschen, ohne einen Wirt ist der Virus nicht lebensfähig. „Schlau“ ist Corona deshalb, weil er seinen Wirt nicht „bewusst“ umbringt und damit selbst zu Grunde geht. Das trotzdem Menschen an Corona sterben und weiter sterben werden, liegt nicht vorrangig am Virus, sondern daran, dass es fast immer Menschen mit gesundheitlichen Vorschädigungen sind. Meist sind es betagte Menschen mit chronischen Lungen- oder Herzerkrankungen. Besonders scheint er chronische Raucher mit COPD „zu mögen“. An dem Punkt muss man auf die Eigenverantwortung hinweisen. Wer sich mit Rauchen bewusst selbst so schädigt, dass er dem „respiratorischen“ Virus nichts mehr entgegen setzen kann, ist letztendlich selbst schuld und braucht sich nicht über die vielleicht tödlichen Folgen zu beklagen. Ich bin mir sicher, diese Bemerkung wird mir „keine Punkte“ bringen, aber es ist nun einmal so.

Ja, Corona macht Angst. Typischerweise reagieren wir auf neue Dinge, mit denen wir keine Erfahrungen haben, mit Abwehr. Oma Anna selig pflegte in vergleichbaren Situationen zu sagen: „Angst habe ich zwar keine, aber Vorsicht kann auch nicht schaden.“ Der Mensch ist ein sehr vulnerables, weil angreifbares Wesen. Der natürliche Reflex auf Bedrohung ist deshalb nicht das „heldenhafte Entgegenstellen“, sondern die Flucht vor der potentiellen Gefahr. Kann ich dem „Fluchtwunsch“ nicht nachgeben, resultiert aus der Situation Angst, in der Steigerung Panik oder gar Hysterie. „Das ist nun einmal so.“

Normal ist aber auch, dass längere seelische Belastungen, dazu gehört auch die dauerhafte Angst, zu einer Hemmung der Reaktionsfähigkeit des Immunsystems führt. Das ist messbar und nun einmal so. So kommt auch hier wieder die Eigenverantwortung ins Spiel. Lasse ich mich seelisch von meiner Angst „erschlagen“, bremse ich mein Immunsystem und Corona freut sich, weil der Körper nicht adäquat – das heisst mit maximal möglicher Energie – auf ihn reagieren kann.

Nochmals, Corona wird seinen Weg nehmen, er wird, bei uns angekommen, in der „menschlichen Welt“ bleiben, er wird Opfer von uns und unter uns fordern. Das ist, wie ein „Naturgesetz“ praktisch festgeschrieben, keiner von uns kann es ändern.

Die eigentlich und angstmachende Frage ist doch: „Werde ich persönlich unter den Opfern sein?“

Ja, das kann sein. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, nimmt aber in dem Maß ab, in dem es mir gelingt in dieser Pandemiephase meine Eigenverantwortung wahrzunehmen, mich und meinen Körper – außerhalb Corona – körperlich und seelisch gesund zu halten, Lungen- und Herzerkrankungen so möglich, siehe oben die selbstmörderischen Raucher, zu vermeiden und mich seelisch nicht von meiner Angst erschlagen zu lassen. Alles Andere ist „Schicksal“ oder liegt zumindest im Rahmen unserer – in diesem Fall noch begrenzten – medizinischen Möglichkeiten.

Mein Rat für heute, jammert nicht rum, geht raus, bewegt Euch körperlich, auch wenn es draußen stürmt und wie aus Kannen regnet. Laßt Euch den Tag durch Corona nicht mit Angst versauen, sondern gestaltet ihn so, dass ihr Freude daran hat.

Ich wünsche Euch einen ruhigen und so es geht friedlichen und hustenfreien Tag. Und, ich habe es gestern schon geschrieben, erinnert Euch bitte. Wenn ihr das Gefühl habt eine „Erkältung“ bahnt sich an, freut Euch wenn der Rüssel läuft, denn der Schnupfen gehört NICHT zu Corona.

Und wenn ihr garnicht anders könnt, als Euch zu fürchten zu jammern und zu klagen, auch das verstehe ich, manchmal „geht es“ nicht anders. Vielleicht hilft Euch der Gedanke an die rund 15 000 Kinder, deren Zukunft ab heute wegen Unterernährung überhaupt nicht mehr stattfindet.

Gern nehme ich Eure Diskussion an, spart Euch aber alle „Erklärungsversuche“, warum alles nicht so einfach sei, wie ich es dargestellt habe. Ehrlich, ich habe jedes Argument, das ihr dagegen in Stellung bringen könntet, schon x-fach gehört. Wenn ich nicht zu faul wäre, würde ich sie alle als „Ausschlusskriterien“ hier auflisten. Einerseits ist es definitiv „so“ und andererseits bringt es die imaginierten und echten Corona-Opfer nicht weiter. Weiter bringen nur Ideen, wie ICH im Moment der Bedrohung meine Eigenverantwortung wahrnehme und nicht blind davor in die Katastrophe fliehe.

22 Kommentare zu „In eigener Sache …

  1. Sehr gut 👌es wird Zeit , das wir uns gegenseitig auch mal bestärken und nicht in Angst verharren . Die Angst entsteht durch fehlende Aufklärung , Panikmache und vorallem keine einheitlichen Richtlinien .
    Viele Grüße Mona

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    1. Danke, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Dinge, die wir nicht „aus dem Stand“ überschauen, Unsicherheit und Angst auslösen. Habe ich sie dann irgendwann verstanden, ist die Gesamtsituation möglicherweise auch nicht komfortabler, ich kann aber viel besser damit umgehen, da mich die Angst nicht lähmt. Ich hoffe, es hat auch Dir eine gewisse Sicherheit gegeben. Lg. R.

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  2. Dein Beitrag trägt etwas Beruhigendes in sich, finde ich. Er räumt auf, klärt, sondiert und tut auch gut.

    Auf der anderen Seite sorgen unsere öffentlichen Medien und die Damen und Herren Politiker nicht wirklich dafür, dass die Bevölkerung gelassen und ruhig bleibt. Sie schüren doch eher die Angst und die Panikmache. Da nützt es auch herrlich wenig, wenn hier und da – immer mal wieder – jemand sitzt und spricht, wie Du schreibst.

    Was soll man denn glauben? fragt sich der eine oder der andere. Irgendetwas in der Mitte? Lieber doch „vorsorgen“ und die Schränke mit Lebensmitteln, Klopapier, Wasser und Desinfektionsmitteln – die gar nicht mehr zu kaufen sind, füllen? Soll man nicht sowieso immer für zehn bis vierzehn Tage Vorräte vorhalten?

    Mir wird auch angst und bange, wenn ich das mitbekomme. Wie wird es erst werden, wenn uns mal wirklich eine Katastrophe heimsucht?

    Dann fallen mir diejenigen ein, die wirklich stark von diesem Virus betroffen sind. Die Betroffenheit ist auch ziemlich Vielfältig – und die Vorsichtsmaßnahmen tragen halt auch nicht dazu bei, dem Ganzen mit Gelassenheit entgegenzublicken:

    Firmen hängen große Banner über ihre Eingangstüren: Jeder, der sich in den Krisengebieten (Norditalien) aufgehalten hat, darf dieses Gebäude nicht betreten. Er muss mindestens vierzehn Tage lang von Zuhause aus arbeiten!

    Personen, die wirklich so stark erkranken, das sie daran versterben. Da sind die Toten und die Hinterbliebenen. Könnte es nicht wie Hohn in ihren Ohren erklingen, wenn sie lesen: „Bleibt gelassen…“

    Ich finde Deinen Beitrag wirklich großartig – und ich stimme ihm auch zu! Doch ich kann die Ambivalenz und die unterschiedlichen Meinungen und Verhaltensweisen alle voll und ganz nachvollziehen.

    Es vergeht kein Tag, an dem das Thema CORONA nicht überall und immer wieder thematisiert wird. Wir hören jeden Tag von neuen schweren Fällen, von Quarantäne, abgesperrte Städte und ganzen Landstrichen. Wir hören von ausfallenden Veranstaltungen, geschlossenen Schulen und Kindergärten (ich mag das Wort Kindergartenstätte – Kita so gar nicht), Fußballspielen ohne Zuschauer … und so weiter und so fort.

    Ruhig bleiben?

    Wenn schon die Politiker, die Gemeinden, die Städte, die Länder, die Unternehmensinhaber … wenn doch all‘ diese Leute zu so drastischen Maßnahmen greifen – was stimmt denn nun?

    Bei Grippeepidemien, da gab es doch solche Einschränkungen auch nicht …

    Das verlangt einem ganz schön viel – wie soll ich sagen – *Eigenverantwortung(?)* ab. Aber auch *Selbst-Vertrauen* und *Vertrauen in das Leben*, so frei nach dem Motto: Das wird schon…

    Zum Schluss, weil es mir wichtig ist, noch einmal: Ich stimme dem Inhalt deines Beitrags voll und ganz zu und bin dir dankbar für die aufklärenden Worte, in dieser verwirrenden Zeit (was nicht nur an Corona liegt…. nur mal so am Rande). Doch ich kann auch die Menschen verstehen, die das nicht so ganz glauben können und lieber vorsorgen und sich auch fürchten.

    Eine gewisse Ernsthaftigkeit lässt sich halt doch nicht abstreiten. Und vielleicht einfach einmal mehr darauf hinweisen, was du schreibst.

    Ja, es ist ein Virus, der sich überall breitmacht und auch breitmachen wird. Sorgt für euch und für die, die anfällig sind. Damit meine ich die unverschuldet anfälligen Personen … Seid nicht leichsinnig. Pflegt euch und geht gut mich euch um.

    Und vielleicht wäre es ganz praktisch, wenn man mehr deutlich machen würde, dass es sich in erster Linie nicht darum dreht, „nicht“ den Virus abzubekommen, was wohl ziemlich schwierig wird, sondern dass nicht alle auf einmal davon infiziert werden, denn dann würde das System wohl zusammenbrechen. Deshalb die Schließungen von Schulen und Kindergärten und Universitäten. Deshalb die Absperrung von Gebieten, in denen besonders viele Personen betroffen sind. Deshalb die Vorsichtsmaßnahme, Menschen nicht reinzulassen, wenn sie sich in entsprechenden Gebieten aufgehalten haben.
    Sicher, es wird in den Zwischenzeilen deutlich, dass es (auch) darum geht, doch das Panikschüren ist doch größer.

    Gerade sprechen sie wieder von den wirtschaftlichen Folgen … Handel, Bruttosozialprodukt, Börsen … ja, wo liegen die Prioritäten wirklich…?

    Ich kenne mich, wenn ich hier jetzt noch länger sitzen bleibe, dann finde ich kein Ende. Doch ich denke, das Wesentliche, was mir durch den Kopf spukt, habe ich aufgeschrieben.

    Und das war’s dann auch schon, was ich zum Thema Corona schreiben werde. Um meine Seele gesund zu halten, damit mein Immunsystem stark bleibt, wende ich mich lieber wieder den Schönen Dingen des Lebens zu – nicht ohne das andere auch zu wissen, um mich entsprechend verhalten zu können…

    Herzliche Grüße

    das Licht

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  3. Hallo Rainer, ein wirklich guter Beitrag. Schon oft habe ich so bei mir gedacht, dass man ja mit Corona über vieles andere hinweg gehen kann, was im Grunde genommen viel wichtiger ist: Kriege, Hunger, Säuglingssterblichkeit – aber das lockt ja hier kaum noch jemand hinter dem Ofen hervor – nur Weihnachten wird die Seele mit einer fetten Spende ruhig gestellt.
    Seit 2004 rauche ich nicht mehr, lebe auch sonst relativ gesund. Nur hat man mir jetzt erfolgreich eingeredet, dass ich mit meinem (behandelten) Bluthochdruck und meinem „Altershoch“ eben zu den Risikogruppen zähle. Wenn nicht die geplante Reise Anfang Mai nach Sardinien wäre, würde ich entschieden ruhiger leben. Das Reisebüro bietet zwar eine Stornierung an, aber da sind die Kosten bei ca. 700,00 € – das finde ich der allgemeinen Situation nicht entspechend. – Gut, als Insel haben sie bisher wohl nur wenige Fälle, aber das kann sich ja ändern. Das RB sagt: Wenn das Auswärtige Amt keine Reisewarnung ausspricht, findet die Reise statt. Und ALLE Reiseteilnehmer sind mehr oder weniger in meinem Alter.
    Bis zum 30.3. wollen sie das Restgeld überwiesen bekommen – ich bin mehr als hin und hergerissen. Dumme Frage: Was würdest du machen?
    Mit Gruß von Clara

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    1. Liebe Clara, nach Stand heute würde ich persönlich fahren, wenn der Veranstalter dazu die Genehmigung erteilt hat, respektive nicht untersagt hat. Wir können uns den Virus hier holen, vielleicht sogar, wenn wir uns testen lassen und der Mensch vor uns symptomloser Virusträger war, es kann auf der Reise passieren oder gar nicht.

      Mindestens jeder 2. von uns wird Erfahrung mit dem Schlingel machen, bevor er sich für diese Saison „tot läuft“, die Frage ist nicht ob, sondern nur wann und wo. Lg. R.

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      1. Mich und mein Virus sind ja nur die eine Sache. Wenn nicht die Hälfte der Laute abgesagt hat, wären wir so um die 40 Leute. Der Flug auf die Insel muss dann klappen, denn sonst kommen wir nicht hin oder zurück. – Ich habe gelesen, dass bisher sogar für den Strandbesuch Einschränkungen gemacht werden – die lassen nur eine bestimmte Menge zu. – Wie sieht es mit Restaurants aus? – Ich habe ja noch bis zum 30. März mit der Überweisung Zeit. – Hier in Deutschland im KH zu liegen, ist schon schlimm genug, aber dann womöglich in Italien. Ich war ja mal eine Nacht in Riga in der Notaufnahme – das fand ich schon schrecklich genug, denn deren Englisch war für mich nicht zu verstehen.

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      2. Liebe Clara, wir beide wissen doch wohl sehr genau, dass wir heute keinen Schimmer davon haben, was morgen sein wird. Du hast gefragt mich, was ich machen würde.

        Ich verstehe, dass bei Dir die Zweifel überwiegen. Dann pfeiffe auf die Euro und gehe statt dessen in der Lüneburger Heide wandern. Dort ist es auch wunderbar, nicht überlaufen und mit Sicherheit werden Dir auf den beschaulichen Wegen keine Corona’s um die Ohren fliegen, denn denen ist es dort zu langweilig, weil zu wenig Leute. Und nimm doch den eventuellen Euro-Verlust als Salär dafür, dass Du der Gefahr entgehst, auf Sardinen vom Corona geschnappt zu werden.

        Übrigens in der Heide dann bitte nicht auf die Pferdewagen steigen, dort wiederum sitzt man sehr eng. Lg. R.

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      1. Das ist schon heftig, was du da beschreibst über deinen zweiten Geburtstag. Muss ich nicht unbedingt haben und Nachmachen. Aber wenn jetzt alles wieder okay ist, dann kann man ja auf das Gesundheitswesen einen trinken.

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      2. So was genieße ich gern an der Nordsee mit Blick auf den Sonnenuntergang 🙂
        Seit dem 15. Januar 2019 gibt es kein Nikotin mehr (ohne Hilfsmittelchen) und C2H5OH ist seit dem auch nur selten (der Geschmack fehlt).

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  4. Zitat:
    „Vielleicht hilft Euch der Gedanke an die rund 15 000 Kinder, deren Zukunft ab heute wegen Unterernährung überhaupt nicht mehr stattfindet.“

    Nein, wie soll der Gedanke helfen?
    Es sterben tagtäglich zig Menschen und Tiere unter schlimmen Bedingungen; es gibt garantiert Lebende, denen es tausendmal schlechter als einem selbst geht …. ok, und was soll mir das nun sagen?

    Erinnert mich immer an den Spruch mit den hungernden Kindern in Afrika, wenn man etwas nicht essen wollte. Oder an die Spendenwerbung mit taurigen Kinderaugen und irgendwelchen dramatisch klingenden (manipulativen) Geschichten dazu.

    Bei mir bewirken solche durchschaubaren Aktionen das Gegenteil dessen, was sie erreichen wolllen. Zumal es der 60-Jährigen Frau Müller in Leipzig nicht in ihrem Leben hilft gesagt zu bekommen, dass anderswo auf der Welt Kinder sterben. Was soll dieserUmstand mit den sterbenden Kindern für Frau Müller denn bitteschön bedeuten?
    Soll sich Frau Müller solidarisch mit diesen toten Kindern zeigen und sich auch umbringen?

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    1. Zur Eigenverantwortung gehört, dass man seine persönlichen Ängste als solche definiert, sich dazu bekennt und sie nicht einer imaginierten einzelnen älteren Dame unterschiebt. Gern können wir über DEINE Ängste sprechen, unsere Energie an einer nicht vorhandenen Frau Müller zu verschwenden? Ineffektiv.

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      1. Ich kenne meine Ängste; btw drehen die sich wenig um Corona.
        Was die Pandemie angeht:
        Nun einfach nach Italien schauen. Die Menschheit wird es überleben, aber ein Bruchteil davon – die armen Schweine – werden daran versterben, u. a. weil nicht genügend Atemgeräte, medizinisches Personal und Plätze in Krankenhäuser zur Verfügung steht und weil zu lange zögerlich reagiert wurde seitens der Politik, Karneval hätte man hier absagen müssen. Aber die armen Schweine können ja an die 15.000 toten Kinder anderswo denken.

        Und nö, ich denke nicht, dass mich das selbst betreffen wird, aber zB meinen immunsupprimierten Vater oder den Vater eines Arbeitskollegen, der ebenfalls zur Risikogruppe zählt und zusätzlich über 80 ist. Im Falle von Triage-Maßnahmen würde der kein Atemgerät etc. bekommen.

        Ist aber auch egal, ich denke du verstehst nicht, was ich an dieser Sache mit den toten Kindern kritisiere, die du in deinem Beitrag ins Spiel bringst.

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      2. Natürlich verstehe ich, was Du aus DEINER Warte meinst, ich gehöre auch zur RIsikogruppe >70 und bin noch dazu Arzt und stehe morgen wieder im Kontakt mit vielen Menschen.

        Trotzdem entsteht eine solche Situation nicht aus dem Nichts, sondern hat erkennbare Ursachen, die NICHT auf dem Fischmarkt irgendeiner chinesischen Stadt liegen. Diese gilt es zu erkennen und dann zu überlegen, welchen Beitrag Du vielleicht leisten willst, um die Gesamtsituation auf unserer Welt zu ändern.

        Ich hätte als Beispiel genauso gut die gegenwärtige Heuschreckenplage in Ostafrika ins Spiel bringen können. Dort werden, mangels aufgefressener Ernährungsgrundlage wahrscheinlich mehr Menschen zu Tode gekommen, als durch Corona in Europa. Niemand – außer die unmittelbar Betroffenen – stört es.

        Solange die Menschen nicht erkennen, dass die menschliche Gesellschaft dieser Welt krank ist, wobei „das Klima“ bei aller Dringlichkeit des Umweltschutzes, eher ein Ablenkungsmanöver ist, solange wird es so und schlimmer weitergehen.

        Und das mit den „armen Schweinen“ würde ich mir noch einmal durchdenken, wir sprechen von Menschen.

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      3. Die Titulierung als „arme Schweine“ ist nicht despektierlich gemeint von mir.

        Afrika … hmh fließen nicht seit Jahrzehnten Milliarden an Entwicklungshilfe u.a. aus Deutschland nach Afrika? … Das sieht mir nicht wie ein „nicht Kümmern“ aus.

        Ich sehe mich ganz ehrlich gesagt nicht in der Lage, die Gesamtsituation auf unserer Welt zu ändern. Ich bin schon mit meinem Alltag bestens gefordert bis überfordert; anders ausgedrückt: Ein Großteil meiner persönlichen Energien geht fürs Funktionieren und nicht allzu sehr ins Destruktive abgleiten drauf. Man mag das egoistisch und verwerflich von mir finden, nur ich sehe da keine verbleibenden pers. Ressourcen für die Weltenrettung.

        Es wäre vielleicht von größerer Warte aus betrachtet gut, wenn die Menschheit aussterben würde, wenngleich ich niemandem persönlich den Tod wünschen würde. Der Planet ist insgesamt überbevölkert und die Menschheit verhält sich als kollektiv alles andere, als ideal.
        Aber gut, wenn man so wie ich eh ambivalent gegenüber dem Leben eingestellt ist, sagt sich das wohl leicht.

        Über 70 und der Arbeitswelt noch erhalten? … Ist ja wie bei manchen Juristen.^^
        Jedenfalls dir unbekannterweise alles Gute und Gesundheit.

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