Die Pharisäer im eigenen Land …

Bei einem Besuch in Rüdesheim am Rhein kann man durchaus Kontakt mit einer KaffeeSpezialität bekommen, gemeinhin als „Rüdesheimer Kaffee“ oder auch als Pharisäer bezeichnet. Der Pharisäer wird in einer hohen schlanken Tasse gereicht, wobei neben Kaffee, Sahne vor allem 4cl hochprozentiger Alkohol obligat sind. In Rüdesheim reicht man dazu typischerweise Asbach Uralt, viele von uns Älteren kennen noch die Werbung mit „dem Geist des Weines“.

Der Pharisäer wird nicht umgerührt, sondern die Flüssigkeit wird genüsslich durch die Sahne geschlürft. Wer des Alkohols etwas entwöhnt ist, sei gewarnt, irgendetwas scheint im Pharisäer die Wirkung zu potenzieren, vor allem dann, wenn man das Gebräu im warmen Cafè geniesst und später wieder hinaus in die kalte Rheinluft muss.

Nun haben Pharisäer nicht nur etwas mit Alkohol, sondern auch mit Religionen zu tun.

Im antiken Judentum standen die Pharisäer für eine theologische und religiöse Schule, nach der Zerstörung des zweiten jüdischen Tempels werden sie als treibende Kraft des rabbinischen Judentums gesehen, also unbedingt eine historische Größe.

Das Christentum wäre nicht das Christentum, wenn man nicht auch hier ein Haar in die „üble jüdische Suppe“ geschmuggelt hätte, kritisiert doch das Neue Testament die Pharisäer als Selbstgerechte und Heuchler.

Diese Geschichtsklitterei hängt dem Begriff des Pharisäers immer noch an.

Der Pharisäer steht heute umgangssprachlich für Positionen, die in kleinlicher Weise Kritik üben und dabei den größeren Zusammenhang – tunlichst – vernachlässigen

Und schon sind wir beim Thema, bei den Pharisäern in der Politik.

Der Staat Israel, seit 70 Jahren bedroht und angegriffen von den Arabischen Nachbarn ist aktuell wieder einmal Zielscheibe des internationalen und nationalen Pharisäertums.

Seit einigen Tagen gibt es erneut Auseinandersetzungen mit bewaffneten Araberkräften im Gaza, die zugegebenermassen von beiden Seiten nicht mit Glacèhandschuhen geführt werden.

Seit 70 Jahren ist es das öffentlich erklärte Ziel der arabischen Anrainer den Staat Israel auszulöschen und „die Juden ins Meer zu treiben“. Dazu war der quantitativ absolut überlegenen Macht der Araber bisher jedes Mittel recht. Der Staat Israel wehrt sich dagegen, mit allem Recht der Welt und mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln.

Wohlgemerkt mit Ausnahme des Einsatzes nuklearer Waffen, die nach übereinstimmender internationaler Meinung den Israelis zur Verfügung stehen. Warum sollte dieses kleine hochintelligente und immens fleißige Völkchen in Anbetracht der permanenten existentiellen Bedrohung auf die Entwicklung auch verzichtet haben? Es wäre intellektueller Suizid gewesen.

Soweit zum Zusammenhang.

Jetzt kommt der „kleinliche Teil“, das Pharisäerhafte der Geschichte.

Vor einigen Tagen hat das Europäische Gericht festgelegt, dass israelische Waren aus den „besetzten Gebieten“ beim Verkauf in die EU extra gekennzeichnet werden müssen. Wissen die Verantwortlichen eigentlich, wie viele arabische Israelis und Wanderarbeiter aus den angrenzenden arabischen Gebieten damit das Brot für sich und ihre Familien verdienen? Aber was ist schon Hunger gegen Ideologie? Und letztendlich ist es die verdeckte Aufforderung: ‚Kauft nicht bei Juden!‘ Hatten wir schonmal, wie es ausging, wissen wir alle.

Auf Grund der Mehrheit traditionell israelfeindlicher Staaten in der UN wird Israel seit Jahrzehnten regelhaft bei jedem Konflikt mit den Arabern als Aggressor gebrandmarkt und mit Resolutionen belegt.

Und immer vorn dran Deutschland:

https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/israel-un-verurteilt-israel-gleich-acht-mal-auch-deutschland-macht-mit-66074974.bild.html

Übrigens, BILD war m.W. die einzige deutsche Zeitung die darüber berichtete, zumindest habe ich andernorts nichts gefunden.

Wer kann mir erklären, worin die Dialektik besteht:

Jeder besoffene schon länger hier Lebende, der eine antisemitische Äußerung heraus stammelt, ist einer Sondersendung wert. Wenn in Berlin und anderswo noch nicht so lange hier Lebende ihren Hass gegen Israel öffentlich herausschreien, Fahnen und jüdische Symbole verbrennen und zerstören, relativieren die gleichen Leute „bis zum geht nicht mehr“, sofern überhaupt darüber berichtet wird. Wenn Deutschland seiner Abneigung gegen Israel bei UN-Abstimmungen breiten Raum gibt, wird so gut wie nicht darüber berichtet. Ich hoffe, dass es wenigstens Scham ist, welche die deutschen Medien dazu schweigen lässt?

Pharisäer eben, fast möchte man sich wünschen, dass es nur der Alkohol im Pharisäer-Kaffee ist, der die Verantwortlichen so ungeniert doppelzüngig sein lässt. Wahrscheinlich haben sie den Kaffee zu ausgiebig durch die Sahne geschlürft?

Ein Kommentar zu „Die Pharisäer im eigenen Land …

  1. Ich verstehe die hiesige Sympathie für die Araber ohnehin nicht. Das sind Menschenrechtsverletzer und Ausbeuter ersten Ranges, und ihr Geld stinkt zum Himmel. Sie haben Angst, ihr eigenes Volk frisst sie eines Tages, deshalb suchen sie ständig Außenfeinde. Sie finanzieren den internationalen islamistischen Terror und bilden Hassprediger aus. Sie schmuggeln sich in jede Investmentgesellschaft (ohnehin Gebilde, deren Transparenz mal durch eine Namensnennungspflicht ihrer Mitglieder per Gesetz verbessern könnte) und kaufen ganze Stadtviertel auf. Wie ich kürzlich mit Genuss in einer alten Luxemburger Tageszeitung gelesen habe, kamen sie Anno ’75 quasi als Bittsteller nach Europa, weil sie festgestellt hatten, dass man Geld zwar drucken, aber nicht essen kann. Es wird höchste Zeit, sie dahin zu schicken, wo sie herkamen. Kämpfen können sie auch nicht. Also vielleicht dieses Szenario: Herr Trump könnte z.B. im Iran anrufen und dann eine Woche Ranchurlaub machen…

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