Alles Wissen oder was … ?

Das Wort zum Sonntag

Das ‚Wort zum Sonntag‘, diesmal von der Kanzlerin.

Nichts von dem, was sie sagt ist falsch, weil sie genau genommen nichts sagt.

Ich befürchte, es wird die Menschen nicht interessieren, wer hierzulande mit wem spricht. Die Menschen interessiert auch nicht, welche Arbeitskreise irgendwann und irgendwo gebildet wurden.

Die Menschen interessiert, wie das soziale Leben am Montag weitergeht.

Ich rede nicht gern von Staatsversagen, diesmal scheint es angebracht.

Jeden Tag wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben, hinter jeder Ecke lauert ein „Spezialist“, der genau nichts weiss, aber sich klüger dünkt.

Natürlich ist es so, dass verlässliche epidemiologische Voraussagen nicht getätigt werden können.

Aber warum gibt es in 2020 erkennbar keinen belastbaren Katastrophen- oder Notstandsplan, der dann täglich ‚lediglich‘ den neuen Gegebenheiten angepasst werden kann und muss?

Das was jetzt unter „verschärften Bedingungen“ zu leisten ist, hätte doch das Heer unserer Staatsdiener in ‚Friedenszeiten‘ schon längst durchgespielen und auf Realisierbarkeit überprüfen können.

Warum ist dies nicht erkennbar passiert?

Nun ja, SIE denkt die Dinge eben – wie immer – vom Ende her.

5 Kommentare zu „Alles Wissen oder was … ?

  1. Der Virus ist doch ein Glücksfall für selbsternannte Fachleute. Eine echte Geldmaschine. Wo bekommt man für soviel alltägliches Gelabere denn sonstwo so viel Honorar plus Spesen.. Ein neuer Berufsstand entwickelt sich gerade. Da langt teilweise sogar eine gut fundierte medizinische Halbbildung.. Spezialisten von eigenen Gnaden bevölkern die Medien..

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  2. Vogelgrippe, Schweinegrippe, Schweinepest, AIDS, Ebola – hat alles nicht geholfen. Jetzt gilt’s aber.
    Und was erwartest du: Es gab da mal ein Ministerium für innerdeutsche Angelegenheiten. Die hatten auch keinen Plan. Also immer schon in der Tradition weiter…

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  3. Du: „Die Menschen interessiert, wie das soziale Leben am Montag weitergeht. Ich rede nicht gern von Staatsversagen, diesmal scheint es angebracht.“ – Sieht es nicht aber in unendlich vielen Nachbarländern (Italien, Österreich, Spanien usw.) genau so aus, dass das gesellschaftliche Leben mit Schulausfall und Geschäftsschließungen genau so abläuft wie bei uns?

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    1. Liebe Clara, Ich weiss, was Du meinst. Natürlich sieht es epidemiologisch überall ähnlich aus, mit Ausnahmen. So spielt etwa das dichtbesiedelte Taiwan in einer ganz anderen Liga. Die haben aus SARS gelernt, waren mit ihren Strukturen, auch z.B. der Gesetzgebung sehr gut auf die nächste Epidemie vorbereitet und haben das Ganze jetzt bravourös gemeistert. So funktioniert vorausschauende Politik. Und was machen wir? Mit Verlaub, nichts war bei Ausbruch vorbereitet, stümperhafte Politik, die sich lieber an Windradeln, Stieltupfern und Trinkhalmen aus Kunststoff aufgeilt. Zum Glück war China weit weg und es waren Wochen Zeit bis es hier ankam. Wäre Corona hier so eruptiv ausgebrochen, wir hätten mindestens „italienische Verhältnisse“. Einen schönen und coronafreien Sonntag wünsche ich Dir.

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      1. Hallo Rainer, danke für die Erläuterung. Ich glaube auch, dass die gesamte Regierungsriege sehr kopflos reagiert und handelt – ein oder eine Minister/in ist unfähiger als der oder die andere. – Ob die wirklich keine besseren Leute hatten, die sie aufstellen konnten?
        Jetzt gucke ich noch ein wenig, was andere geschrieben haben.
        Mit Gruß von mir

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